Die Eiserne Lady

  • Informationen zum Film
  • Die Eiserne Lady

  • Originaltitel:
    The Iron Lady
    Genre:
    Biographie, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, UK
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    02.03.2012
    Kinostart Deutschland:
    01.03.2012
    Kinostart USA:
    13.01.2012
    Verleiher Österreich:
    Filmladen
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Inhalt
  • Die einstige Premierministerin aus Großbritannien ist alt geworden. Margaret Thatcher, inzwischen Mitte Achtzig, lebt einsam mit ihrem Personal in ihrer Wohnung im Londoner Nobelviertel am Chester Square. Nur ihre Tochter besucht die betagte Dame ab und zu. Eines Tages beschließen die beiden die Kleidung ihres längst verstorbenen Mannes auszusortieren. Dabei löst jedes einzelne Kleidungsstück viele Erinnerungen an alte Zeiten aus. Diese Erinnerungen werden im weiteren Verlauf so real, dass sie ihren Mann Denis sogar leibhaftig vor ihr stehen sieht. Als sich Margaret mit Denis zu unterhalten beginnt, wird dieser Umstand von der Haushälterin bemerkt. Verunsichert gibt sie diese Auffälligkeiten an die Tochter weiter. Carol bemerkt im weiteren Verlauf, dass sich der Zustand der Mutter weiter zu verschlechtern scheint. Denn sie ist sich nicht mehr so sicher ob Margaret noch zwischen der Realität und ihrer Fiktion unterscheiden kann.

    Eines Abends gibt die ehemalige IRON LADY eine Dinner Party. Zu Beginn unterhält sie ihre Gäste mit pikanten Geschichten, die pointiert und mit einer Genauigkeit ins Schwarze treffen. Doch im weiteren Verlauf des Abends verliert sich die einstige First Lady in kleinen Geschichten, die allesamt von ihrem verstorbenen Ehemann Denis handeln. Die Gäste verlassen eher verwirrt die Party, und sie sind sich nicht sicher ob Margaret Thatcher noch klare Gedanken fassen kann. Nun ist die alte Dame wieder allein für sich, und sofort wird Denis wieder zu einer ( für sie ) realen Figur. Gemeinsam beschließen die beiden sich alte Super 8 Filme anzusehen. In der kommenden Nacht erlebt Margaret ihren Aufstieg zur mächtigsten Frau der Welt noch einmal, und erfreut sich an alten Bildern aus ihrer privaten Vergangenheit.

  • Filmkritik
  • Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven ( geboren am 13. Oktober 1925 in Grantham, Lincolnshire, England als Margaret Hilda Roberts) ist eine ehemalige britische Politikerin und war von 1979 bis 1990 Premierministerin des Vereinigten Königreichs und von 1975 bis 1990 Vorsitzende der Conservative Party. Margaret Thatcher studierte am Somerville College in Oxford Chemie und arbeitete drei Jahre lang als Chemikerin, wobei sie unter anderem an der Erfindung des Softeises mitwirkte. 1950 nahm sie zum ersten Mal an Unterhauswahlen teil, bei denen sie jedoch scheiterte. 1951 heiratete sie den wohlhabenden Unternehmer Denis Thatcher. ( Quelle Wikipedia )

    Die Regisseurin Phyllida Lloyd ( MAMA MIA ) kann sich genau erinnern wann sie sich zum ersten Mal mit diesem heiklen Stoff befasste. Vor zwei Jahren bekam sie von einer Produktionsfirma das Drehbuch. Das Besondere für die Filmemacherin war, dass dieser Inhalt kein konventionelles Biopic darstellt. Traditionelle biographische Filme besitzen sehr oft den Nachteil, dass sie nicht durchgängig interessant gehalten werden können, so die Ansicht der Regisseurin. Für diese Geschichte wurde aber eine beachtenswerte Gegenwart geschaffen, die auf der persönlichen Einbildungskraft des Hauptcharakters basiert. Und so wurde es zur Aufgabe für Phyllida, nicht einfach ein Portrait nachzuzeichnen, sondern eine wahre Geschichte aus einer ganz anderen Sichtweise zu zeigen.

    Zu Beginn fühlt sich THE IRON LADY an als bekommt man ein X-beliebiges Biopic zu sehen. Nicht einmal besonders attraktiv ist der Look, noch extravakant sind die Direktiven der Regisseurin. Aber wie es in manchen solcher Fälle üblich ist, macht eine Person den Erfolg aus. Meryl Streep als Margaret Thatcher ist jener Trumpf, den dieser Film braucht um das Gesamte in erfolgreiche Bahnen zu lenken. Dass die 62 jährige amerikanische Schauspielerin seit Jahrzehnten eine tragende Rolle am Hollywoodhimmel spielt ist bekannt. Dass sie einen Film mühelos alleine gestalten kann, hat Meryl schon des Öfteren bewiesen. Aber einen solch schweren Charakter mit so einer Präzision zu verkörpern, ist selbst für einen großartigen Schauspieler selten. Meryl ist das Geschenk für eine Produktion, welche ohne ihr niemals diese Qualität erlangt hätte. Der Golden Globe 2012 für die beste Darstellerin in einer Hauptrolle ist der erste Beweis für ihre exzellente Schauspielkunst. Weitere wichtige Preise werden ohne Zweifel kommen, und auch der begehrte Oscar wird ihr nur ganz schwer zu nehmen sein.

    Zugegeben gibt es einen weiteren Punkt der in THE IRON LADY zu beachten ist. Das Make Up, jenes vor allem für das Gesicht der Protagonistin gebraucht wurde, ist wirklich spektakulär. Da dieser Film mehr als 60 Jahre überbrücken muss, wollten die Verantwortlichen drei verschiedene Schauspielerinnen für all die Dekaden verwenden. Aber das Leading Team kam schließlich zum Entschluss nur für die jungen Jahren der Margaret Thatcher eine andere Darstellerin zu verpflichten. Für Margaret als 40 Jährige, bis hin zur alten Dame musste Meryl zur Verfügung stehen. Daher war es unbedingt notwendig ein passendes Make Up für die diversen Verwandlungen einzusetzen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und beweist, dass die Verantwortlichen dahingehend die richtige Entscheidung getroffen haben.

    Ansonsten ist vieles was die Zuseher in THE IRON LADY vorgesetzt bekommen, schon in vielen genreähnlichen Werken zu sehen gewesen. Die inszenatorischen Fähigkeiten dürfen als solide eingestuft werden. Anders wie zum Beispiel ein Clint Eastwood in seinem Biopic J. EDGAR, achtet das technische Team in THE IRON LADY nicht so sehr an das Licht und die „Schattenspiele“, und sind nicht so sehr um jede einzelne Kameraeinstellung bemüht. Hier ist alles auf Meryl Streep abgestimmt, auf die der Spot ausschließlich ausgerichtet ist. Vieles würde auf ein seriöses, aber nicht hervorragendes Werk deuten, wäre da nicht Meryl. Als nettes Beiwerk, aber ebenfalls nur zur Unterstützung verwendet wird Jim Broadbent als Denis Thatcher, den man in solchen typisch englischen Filmen immer wieder gerne sieht.

    Fazit:

    THE IRON LADY ist ein leichtbekömmliches Werk über eine Dame, die zu ihrer Zeit die mächtigste Frau der Welt war. Das Gesamtergebnis ist wegen der darstellerischen Leistung von Meryl Streep als Margaret Thatcher als hochgradig einzustufen. THE IRON LADY darf als Paradebeispiel angesehen werden, dass eine Person einen Film tragen, und ganz allein in das nächsthöhere Level heben kann.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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