Die Höhle Der Vergessenen Träume

  • Informationen zum Film
  • Die Höhle Der Vergessenen Träume

  • Originaltitel:
    Cave of Forgotten Dreams
    Genre:
    Dokumentation, Geschichte
    Produktionsländer:
    Frankreich, USA, UK, Deutschland, Kanada
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Österreich:
    04.11.2011
    Kinostart Deutschland:
    03.11.2011
    Verleiher Österreich:
    Filmladen
  • Inhalt
  • Wegen eines Felssturzes blieb die Chauvet Höhle, die sich nahe der Kleinstadt Vallon-Pont-d’Arc in Südfrankreich befindet, mehr als 20.000 Jahre verschlossen. Erst im Jahre 1994 fanden Forscher einen Eingang zu der Grotte. Sie entdeckten kristallverkrustete Höhlen in Größe eines Fußballfelds. An den Wänden befinden sich hunderte von Gemälden. Immer haben diese Zeichnungen mit Tieren zu tun. Diese Entwürfe entstanden vor mehr als 30.000 Jahren und sind somit mindestens doppelt so alt wie frühere Entdeckungen. Sie wurden gezeichnet als es noch Neandertaler gab. Die Felsenmalereien zeigen mehr als ein Dutzend verschiedener Tierarten, darunter sind Löwen, Pferde, Rinder, Nashörner und Bären zu sehen. Des Weiteren befinden sich gut erhaltene Sklelettköpfe und weitere Knochen von Bären in dieser Höhle. Bislang bekamen nur eine Handvoll Forscher die Gelegenheit DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME zu sehen.

  • Filmkritik
  • Mehrere Filmschaffende versuchten bereits eine Drehgenehmigung für das Innere der Höhle zu bekommen. Aber all ihre Bemühungen schlugen ins Leere. Werner Herzog bot dem französischen Kulturminister während einem Treffen an, sich bei der französischen Regierung für ein Honorar von einem Euro anstellen zu lassen. Angesichts dieses Angebots bekam der Filmemacher die Erlaubnis unter gewissen Bedingungen drehen zu dürfen. Herzog durfte an sechs verschiedenen Tagen, jeweils für vier Stunden pro Tag, im Inneren filmen. Dabei durfte sich die kleine Crew nur auf einem 60cm breiten metallischen Weg bewegen. Zwischen März und April 2010 fanden die Dreharbeiten im und rundum der Chauvet Höhle statt. Werner Herzogs Dokumentation wird auch in Zukunft die einzige Möglichkeit bleiben, diese Malereien zu bestaunen. Denn in punkto Besucherzahl wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern. Gegenwärtig dürfen sich nur autorisierte Forscher in Abständen für wenige Stunden darin aufhalten.

    Ohne Frage ist DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME eine typische Werner Herzog Dokumentation. Sowohl der Aufbau, als auch die Umsetzung dieser Produktion erinnern ungemein an andere Werke des Filmemachers. Seine eigene Erzählerstimme begleitet auf angenehme Weise das visuelle Geschehen. Zudem war es eine Herzensangelegenheit diese Höhle seinem Publikum näherzubringen. Aber, und jetzt kommt das eigentliche Enttäuschende, gibt diese Höhle keine abendfüllende Geschichte her. Natürlich spielt auch der Umstand eine tragende Rolle, dass die eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Inneren mit Schuld an dem suboptimalen Ergebnis ist. Schließlich durfte die Crew nur von einem schmalen Weg aus filmen. Daher sind keine anderen Perspektiven, oder differenzierte Blickwinkel auf die Malereien möglich. Und so kommt es, dass jede einzelne Tierzeichnung auf den Felsen gefühlte Einhundertmal zu sehen ist. Die zusätzlichen Interviews diverser Wissenschaftler können die zugegeben schönen, aber alternativarmen Aufnahmen vom Inneren nicht gänzlich kompensieren. So gesehen besitzt diese Dokumentation im Gesamten natürlich eine gehobene Qualität. Misst man sie aber mit anderen Herzog Werken, dann fällt DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME merklich ab.

    Werner Herzog versucht sich zum ersten Mal mit der 3D Technik. Vielleicht wäre es besser gewesen mit diesem Verfahren noch ein wenig zu warten, bis die Möglichkeiten es hergegeben hätten. Denn eben durch die enorm limitierte Bewegungsfreiheit bleibt auch die Optik etwas hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem ist und bleibt eine Werner Herzog Dokumentation immer sehenswert. Dabei spielt es auch keine Rolle ob sie in 3D zu sehen ist oder nicht.

  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    2,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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