Drive

  • Informationen zum Film
  • Drive

  • Originaltitel:
    Drive
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    27.01.2012
    Kinostart Deutschland:
    26.01.2012
    Kinostart USA:
    16.09.2011
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Universum Film
  • Inhalt
  • Driver ist einer der introvertierten Sorte. Den Job als Stuntfahrer führt er so aus als würde er ihm nichts bedeuten. Dabei gilt er in der sogenannten Traumfabrik als der beste Fahrer der Branche. Aber für den schweigsamen Kerl spielt die Glammerwelt keine Rolle. Das einzig wichtige ist das Fahren selbst. Aber vermutlich ist Driver gerade deswegen so gut. Gemeinsam mit seinem Mentor und Manager Shannon, der ihm die Aufträge verschafft, ist sein rasantes Leben zur Routine geworden. Diese eingespielte Welt gerät aus den Fugen als er eines Tages die attraktive Nachbarin Irene und deren Sohn kennenlernt. Langsam beginnt der sonst so scheue Driver wieder jemand in sein Leben zu lassen. Und allmählich entwickelt sich eine beidseitige Freundschaft. Diese wird gestört als Irenes Ehegatte wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen wird. Zunächst sieht der Ex-Häftling in DRIVER so etwas wie einen Rivalen. Aber es dauert nicht lange bis sie einen riskanten Weg gemeinsam gehen müssen.

  • Filmkritik
  • Driver: „If I drive for you, you give me a time and a place. I give you a five-minute window, anything happens in that five minutes and I'm yours no matter what. I don't sit in while you're running it down; I don't carry a gun... I drive.“

    Kann es sein dass die besten Regisseure aus dem schönen Dänemark kommen? Nun, über diese Theorie lässt sich gerne streiten. Fakt ist aber, dass dieses kleine europäische Land so einiges zu bieten hat, wenn es um talentierte Filmemacher geht. Beginnend mit Lars von Trier ( MELANCHOLIA ), hin zu Thomas Vinterberg ( DAS FEST ), über Susanne Bier ( IN EINER BESSEREN WELT ) zu Ole Bornedal ( NIGHTWISH ). Diese Beispiele sind dänische Mitbürger, die jede Menge Aussagekraft in ihre Produkte stecken. Nun gibt es mit Nicolas Winding Refn einen Mann, der ebenfalls die hohe Meßlatte seiner Landsleute erreichen kann. Seine noch nicht zu lange Filmographie lässt diese Vermutung durchaus zu. VALHALLA RISING darf als absolutes Beispiel für Nicolas Winding Refn`s Talent genannt werden. Im Jahre 2011 wurde der Filmemacher in Cannes mit dem begehrten Regiepreis für DRIVE ausgezeichnet.

    DRIVE erweckt den Eindruck als wäre er in den 80er Jahren entstanden. Das visuelle Design, die speziellen Kameraeinstellungen, und nicht zuletzt der „Gorgio Moroder“ ähnliche elektronische Score, erinnern verstärkt daran. Aber diese Produktion ist mehr als nur ein „altmodisches“ Werk. Denn Nicolas setzt außer den eben besagten Stilistiken auf seine subjektive Filmsprache. DRIVE setzt gewalttätige Sequenzen nur mit Bedacht ein. Zuvor lässt er sich Zeit mit viel Ruhe eine Spannung aufzubauen. Dadurch wirken die extremen Gewaltszenen fast poetisch und mit einem enormen Taktgefühl behandelt. Als wäre die gewählte Ausdrucksform und dessen subjektive Gestaltung nicht genug, fügen die Verantwortlichen noch einen moralischen Aspekt hinzu. Das Ergebnis lässt sich in keine konventionelle Kategorie unterordnen. DRIVE ist für einen Actionfilm viel zu ruhig, aber gleichzeitig für ein Drama viel zu explosiv.

    „How about this - shut your mouth or I'll kick your teeth down your throat and I'll shut it for you.“

    DRIVE bietet eine Lauflänge von exakt 100 Minuten. Und während dieser Zeit wird jede Sekunde mit einer derartigen Konsequenz behaftet, sodass dem Kinobesucher einfach der Mund offen bleiben muss. Einzelne Sequenzen bieten die Qualität eines „Oscarclips“ und erinnern sehr stark an Genre Könner wie Abel Ferarra, oder an David Cronenberg aus alten Tagen. Hinzu beweist DRIVE dass ein Film nicht unbedingt längere Dialoge benötigt. Vielmehr besticht dieser in jeder Phase hervorragende Film, mit einer unheimlichen Stille, einer gedrungenen Atmosphäre, und seiner „Arthouse Action“.

    DRIVE ist einer jener Filme, der nur mit einer perfekt gewählten Besetzungsliste funktioniert. Und mit Ryan Gosling als DRIVER wurde ein Haupttreffer gelandet. Seine subtile Performance passt hervorragend zu der Handhabe des Regisseurs. Ryan verkörpert, sowohl die Ruhe als auch das Explosive in seinem Charakter, absolut glaubhaft. Ihm zur Seite steht mit Carey Mulligan ein aufkommender Star Hollywoods. Für ihre Leistung in AN EDUCATION wurde die 26 jährige Engländerin mit einer Oscarnominierung bedacht. Auch wenn sie in DRIVE nur eine unterstützende Rolle betreut, so macht sie dies in einer seriösen Form und Weise. Vor allem in den leisen Sequenzen kommt ihre Persönlichkeit besonders zum Vorschein. Des Weiteren werden Ron Perlman, Albert Brooks und Bryan Cranston überzeugend in Szene gesetzt. Sie alle ergeben ein Ensemble der Extraklasse.

    „GEWALT FUNKTIONIERT WENN SIE EINEN SCHOCKIERT“

    DRIVE besitzt ohne jeden Zweifel das Qualitätsmerkmal absolut sehenswert. Auch wenn so mancher Zuseher die zahlreichen Ruhephasen als zu lange empfindet, so muss in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, dass dieser Film seine Ruhe benötigt um dann loszulegen, wenn es darauf ankommt. Erst durch die Eintracht zuvor wirken die expliziten Passagen umso intensiver. Das Zitat „ In der Ruhe liegt die Kraft“ bekommt in DRIVE eine völlig neue Dimension.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,5
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    5,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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Userkritiken

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Drive

Tagsüber arbeitet Driver als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser rei...

Weiterlesen...

geschrieben am 28.02.2013 um 18:06

Spätestens beim Namen Nicolas Winding Refn sollte klar sein, dass man mit DRIVE wohl keinen 08/15 Abklatsch von Transporter oder Fast and the furious erwartet. Wie anders er dann wird, hat mich dann schon überrascht.

Der Driver ist ein kühler, ...

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geschrieben am 29.01.2013 um 20:52
Bewertung: 10/10 Punkte

Bin ohne große Vorkentnisse und Infos an diesen Film rangegangen und da er eine gefühlte Ewigkeit bei mir schon rumliegt musste er endlich mal gesichtet werden. Driver ist ein cooler Typ. Locker ,lässig und ohne viel Worte zu verlieren arbeitet er...

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geschrieben am 19.01.2013 um 16:36

Oh my love! I'm under his Spell, there is something inside it - it's hard to explain! 



Der Driver. Gleich mal zu Beginn der Kritik von mir zum neuen Film von Nicolas Winding Refn muß ich sagen das es kein Film für jeder Mann/Frau ist,...

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geschrieben am 14.02.2012 um 23:19

Es ist schon schwierig 'Drive' nur einem Genre zuzuordnen. Der Film verfügt über deutlich mehr Dramaelemente als zunächst angenommen. So wird der intensiven Beziehung zwischen dem Driver und seiner Nachbarin Irene und deren Kind sehr viel Zeit gew...

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geschrieben am 13.02.2012 um 21:06

Filme welche in Cannes laufen müssen wohl gut sein. Mit dieser Einstellung ging ich und das Festival dem Film „Drive“ auch entgegen. Immerhin spielt ja auch der Hellboy Held Ron Perlman in diesem Streifen mit.

Der Fahrer (Ryan Gosling) ist ei...

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geschrieben am 18.08.2011 um 10:11

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 34 | Kritiken: 6

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