La vida útil

  • Informationen zum Film
  • La vida útil

  • Originaltitel:
    La vida útil
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Spanien, Uruguay
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart USA:
    14.01.2011
  • Inhalt
  • In Montevideo existiert seit ewigen Zeiten ein Cinematica, jenes mit zahlreichen Filmen gefüllt ist. Darin befinden sich auch ein paar kleine Kinosäle, die jedoch kaum frequentiert werden. Jorge ist ein treuer Mitarbeiter, der schon seit mehr als 25 Jahren zuverlässlich seinen Dienst versieht. Gemeinsam mit seinem Chef Martinez ist er für die Archivierung, sowie für die Vorführung zuständig. Die Geräte sind nicht mehr auf den neuesten Stand und haben schon lange eine Restaurierung nötig. Aber die Sponsoren haben das Cinematica aufgegeben und verweigern jegliche finanzielle Hilfe. Wegen den stetig steigenden Schulden soll nun die Schließung beantragt werden. Jorge steht jetzt ohne Job da, und was er ab sofort mit seinem Leben anfängt, dies steht in den Sternen. Schon bald bemerkt er, dass es da draußen auch vieles zu „erleben“ gibt.

  • Filmkritik
  • „Das reale Leben ist der beste Film.“


    Wer schnellere Filme mit jeder Menge Schnitttechnik mag, oder rasante Kamerafahrten für unbedingt nötig befindet, der sollte LA VIDA UTIL meiden. Denn dieses in Schwarz / Weiß gehaltene Werk ist eines, jenes mit langen und vor allem statischen Einstellungen vorstellig wird. Das Tempo ist fast mit Stillstand zu bezeichnen, und die Einstellung der Kamera ist so gewählt, dass sich die Personen im Film darin bewegen können. Ein Schwenk oder eine bewegliche Handhabe kommt nicht vor. Und wenn der Weg eines Protagonisten außerhalb des Frames endet, dann ist dieser auch nicht mehr zu sehen. Regisseur Frederico Veiroj musste wohl besonders darauf achten nicht zu viel Filmmaterial zu verschwenden. Fast könnte man meinen, dass jeder Take verwendet wurde. Des Öfteren werden Sätze gesprochen die mit der eigentlichen Geschichte nichts mehr zu tun haben. Aber wegen der geringen finanziellen Mittel wurden sie eben im Film gelassen.

    Der realistische Aspekt hat zwar nichts mit dem Film an sich zu tun. Aber es sollte ein kleiner Gedanken daran verschwendet werden. In der schnelllebigen Welt von heute gehen auch in unseren Breiten die kleinen Kinos bedingungslos ein. Die Kinocenter mit ihren modernen Soundanlagen, sowie der Möglichkeit die digitale Welt anbieten zu können, vernichten die altertümlichen Kinos von einst. Angestellte und auch ihre Besitzer, die mehr aus ideologischen Ansichten über Jahrzehnte ihre Kinos am Leben halten, haben keine Chance mehr. Und was machen solche „Überlebenskünstler“, die ihr halbes Leben in den Arbeitsstätten verbracht haben, in ihrem Dasein danach ?

    A USEFUL LIFE, so der Titel im englischen Original, soll eine Hommage an das alte Kino sein. Mit der „altmodischen“ Herangehensweise wird man hierfür mit Sicherheit die „neue Generation“ nicht in die modernen Lichtspielhäuser locken. Bleibt die Frage ob Festivalbesucher, ein Verleiher fürs reguläre Kino wird sich wohl kaum finden, dieses Werk annehmen werden. Denn wegen der Bewegungslosigkeit kann auch die geringe Lauflänge von 67 Minuten zu einer Herausforderung werden. Und das Drehbuch bietet höchstens einen Stoff für 15 Minuten. Kritiker, die LA VIDA UTIL auf diversen Festivals gesehen haben, beschreiben den Film als eine skurrile, oder eine schrullige Komödie. Aber weder trifft die Genrebezeichnung zu, noch käme mir die Definitionen skurril oder schrullig in den Sinn. Entfernt erinnert dieser Film an ein Drama aus den 50er Jahren. Aber selbst dies ist nur peripher zu erkennen. Insgesamt ist Frederico Veirojs Werk ziemlich unterhaltungsarm, sehr langsam, und unzureichend durchdacht. Natürlich sollte man die geringe Budgetierung von 350 000 Dollar berücksichtigen. Aber selbst mit weniger Geld kann wesentlich besseres Material abgeliefert werden. So gesehen sollte LA VIDA UTIL nur mit viel Geduld, und vor allem nicht als "letzter Film" in einer Reihe, gesehen werden.

  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Unterhaltung:
    1,5
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
    Bestellen bei:
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