The Residents

  • Informationen zum Film
  • The Residents

  • Originaltitel:
    Os Residentes
  • Inhalt
  • In einem verlassenen Haus leben verschiedene Personen, die sich eine autonome Zone eingerichtet haben. Als eine Art Stadtguerillas der Jetztzeit fristen sie ihr Dasein damit, Unruhe zu stiften. Es finden auch Diskusionen statt, die derweilen nur durch simuliertes Nahkampftraining unterbrochen werden. Aus einer Laune heraus entführten die Hausbesetzer eine Frau, die sie nun gefesselt in einer Badewanne aufbewahren. Als Freizeitaktionen starten die Bewohner mehr oder weniger sinnfreie Aktivitäten. Zum Beispiel werden die eigenen Schamhaare geschnitten, und als Barthaar umfunktioniert. Um keine unfreiwilligen Gäste empfangen zu müssen wird auf dem Gelände mit einem Besen patrouliert.


    Wenn sie glauben verrückter geht es nicht mehr, dann kommt OS RESIDENTES
  • Filmkritik
  • Während meiner Recherchen durch diverse Festivals fiel mir immer wieder der Titel OS RESIDENTES im Zusammenhang mit Buh Rufe und Massenflucht aus den Kinosälen auf. Aus meiner subjektiven Sicht macht eine solche kollektive Miesmacherei den Film umso interessanter. Gelesene Meinungen wie „keinen erkennbaren Faden“, oder „nicht vorhandene Geschichte“ machen doch einen Filmkritiker neugierig. Nichts ist langweiliger als der simple Durchschnitt. Also kann ein Film der angeblich in ein Extrem geht, ja gar nicht so schlecht sein. Als die ViENNALE im Jahre 2011 ihre ersten Filme bekannt gab, und darin OS RESIDENTES aufschien, wurde meine Wissbegier noch größer. Endlich wird auch mein Wissensdrang gestillt, und ich werde endlich erfahren, warum nur wenige Kinobesucher bis zum Ende ausharrten.

    Die letzten Personen, die den Film auf diversen Festivals auch wirklich bis zum Schluss verfolgten, die feierten OS RESIDENTES als ein extraordinäres Werk. Sie vergleichen es sogar mit Filmen eines Jean – Luc Godard, der ebenso versteht das Publikum durcheinanderzubringen. Nun ja, eine Verwirrung fand in meinem Umfeld, während des Betrachtens, nicht statt. Und mit dem Positiven zu beginnen, der Film bietet aus visueller Sicht so einiges. Etliche „Stills“ könnte man sich gut als Gemälde an die Wand hängen. Aber die durchgewirbelte Erzählstruktur einer so undurchsichtigen Geschichte trägt wesentlich zur Ungemütlichkeit bei. Und die Gestaltung im Gesamten, plus das eigenartige agieren der Darsteller, lässt den Entschluss zu, dass es sich hier um einen Film handelt, der mit dem üblichen Filmemachen nichts am Hut hat. Es vermag sich bei OS RESIDENTES jeder seine Meinung zu bilden. Aber aus meiner Sicht wurde zu vieles falsch, und nur weniges richtig gemacht. Denn vieles deutet auf Zufälliges, nichts wirkt rund und durchdacht. Natürlich könnten jede Menge Interpretationsmöglichkeiten stattfinden. Etwa dass ein Avantgardismus hier Einzug erhält, wie es auf mehreren Internetseiten zu lesen gibt.

    Regisseur Tiago Mata Machado sieht seinen Film mehr als ein Experiment. Schließlich sind Form und Inhalt so gehalten, dass sie sich jeglichen üblichen Maßen entsagen. Tiago, 1973 in Belo Horizonte ( Brasilien ) geboren ist Filmkritiker, Kurator, Regisseur und Videoartist. Er studierte am Fachbereich Multimedia des Institute of Arts der University of Campinas, São Paulo. OS RESIDENTES stellt nach O QUADRADO DE JOANA ( 2006 ) sein zweiter abendfüllender Spielfilm dar. Zwei sogenannte Shorts fanden im Jahre 1993 ( AUTO DU ILUSAO ) und 1998 ( CURRA URBANA ) statt.

    Fasst man OS RESIDENTES zusammen, dann ist die Kameraarbeit von Aloysio Raulino klar im grünen Bereich. Seine Bilder sind zumeist attraktiv und könnten durchaus auch einen Maler zum Nachdenken anregen. Alles weitere sollte sich jeder, der hierfür sein schwerverdientes Geld ausgibt, selbst erarbeiten. Und sich eventuell danach fragen ob er 120 Minuten sinnvoll genützt, oder sinnlos vertan hat. Vorausgesetzt man hält so lange durch, und verlässt nicht wie viele Kinogeher auf der ganzen Welt, nach wenigen Minuten den Saal. Eine Gelegenheit dies auszutesten gibt es demnächst, wenn die ViENNALE im Jahre 2011 ihre Pforten öffnet.

  • Wertungen
  • Story
    0,5
    Unterhaltung:
    0,0
    Anspruch:
    4,0
    Gesamt:
    1,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
    Bestellen bei:
    Jetzt auf Amazon bestellen

Komentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Userkritiken

Userkritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 0/10 | Wertungen: 0 | Kritiken: 0