Duell der Magier

  • Informationen zum Film
  • Duell der Magier

  • Originaltitel:
    The Sorcerer's Apprentice
    Genre:
    Komödie, Action, Drama, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Österreich:
    02.09.2010
    Kinostart Deutschland:
    02.09.2010
    Kinostart USA:
    14.07.2010
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Jon Turteltaub
    Drehbuch:
    Lawrence Konner, Mark Rosenthal, Carlo Bernard, Doug Miro, Matt Lopez
    Musik:
    Trevor Rabin
    Darsteller:
    Alfred Molina, Omar Benson Miller, Nicolas Cage, Monica Bellucci, Toby Kebbell, Jay Baruchel, Alice Krige, Teresa Palmer, Joe Lisi, Wai Ching Ho, Jake Cherry, Adriane Lenox, Peyton List, Sándor Técsy, Marika Daciuk, Robert Capron, James A. Stephens, Henry Yuk, Gregory Woo, Jason R. Moore, Nicole Ehinger, Ethan Peck, Manish Dayal, Oscar A. Colon, Victor Cruz, Melissa Gallagher, Parisa Fitz-Henley, Brandon Gill, Jordan Johnston
  • Inhalt

  • Dave Stutzer ( Jay Baruchel ) soll jener Auserwählte sein, nachdem der Magier Balthazar Blake ( Nicolas Cage ) schon seit Jahrhunderten Ausschau hält. Dabei sieht der etwas tollpatschige und extrem schüchterne junge Physikstudent überhaupt nicht nach einem Zauberlehrling aus. Doch die Prophezeiung sagt gerade den schmächtigen Kerl als den Retter voraus, der das aufkommende Böse besiegen, und damit die Hexe Morgana ( Alice Krige ) für immer vernichten kann. Diese sitzt seit dem letzten DUELL DER MAGIER, gemeinsam mit ihrem Helfer Maxim Horvath ( Alfred Molina ) und Balthazars Geliebten Veronica ( Monica Bellucci ) in einem so genannten Grimhold gefangen. Als diese Tonpuppe, die einer russischen Matrjoschka
    ähnelt, bei einer Ungeschicktheit bricht werden Mächte freigesetzt, von die Dave nicht mal zu träumen wagt. Schnell muss er all die Tricks erlernen, die ihm von einem Lehrling zu einem großen Magier machen. Und da ihm das Schicksal als Helden vorsieht, muss er sich dieser ungeheuren Herausforderung wohl auch stellen.

  • Filmkritik

  • Wenn man Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Jon Turteltaub und Darsteller Nicolas Cage gemeinsam aus einem Hut zaubert, wird der geübte Kinogeher sofort an die beiden NATIONAL TREASURE Teile, DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER und DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES denken. DUELL DER MAGIER, die nun dritte gemeinsame Produktion, bezieht seine Wurzeln aus Walt Disneys FANTASIA, indem ein Segment den Zauberlehrling beinhaltet. Insgesamt sechs Autoren wurden engagiert um an dieser Story zu feilen. 150 Millionen Dollar, allein für die Produktionskosten, sollen die nötige Unterlage für jede Menge benötigter Special Effects bieten. In den Staaten erfolgte der Start alles andere als erfolgreich. Obwohl sich die Kritiken der bisherigen Kinobesucher gar nicht so negativ anhörten sprachen die Umsatzzahlen eine klare und ganz andere Sprache. Aber wie es immer der Fall ist, machen wir uns ein eigenes Bild.

    THE SOCERER`S APPRENTICE, so der Titel im englischen Original, erweist sich als ein kurzweiliges und nettes CGI Spektakel, das seine Stärken aus den vielen sehr guten Effekten bezieht. Wenn seine Geschichte auch oberflächlich gestaltet wurde, zu viele Köche verderben wohl den Brei, wird die Lust dieses Werk zu sehen, über die vollen 110 Minuten verspürt. Natürlich rüttelt die eben erwähnte Oberflächlichkeit ordentlich an der Qualität des Gesamten. Dennoch macht diese Bruckheimer Produktion Spaß und sorgt durchwegs für gute Laune. Darum sind die oben erwähnten schlechten Ergebnisse an den Kinokassen ein Rätsel. Denn dieser Film entspricht doch wunderbar für das angestrebte Zielpublikum. Man muss nicht unbedingt immer die Konzentration bewahren, und schaltet man für ein paar Minuten ab, um zum Beispiel sein Popcorn zu genießen, hat man inhaltlich kaum etwas verpasst, und kann letztendlich ohne größere Probleme wieder ins Geschehen einsteigen.

    Kann sein dass es an dem Hauptdarsteller liegt, der scheinbar in Übersee nicht mehr so wie in alten Zeiten zieht. All seine letzten Produktionen erweisen sich nicht gerade als Kassaschlager. Mit KICK ASS, so toll er auch war, THE BAD LIEUTENANT: PORT OF CALL - NEW ORLEANS, KNOWING, BANKOK DANGEROUS; THE WICKER MAN oder WORLD TRADE CENTER könnte man die Reihe der finanziellen Misserfolge fast endlos weiterführen. Nicolas Cage hat in den letzten Jahren, bis auf die NATIONAL TREASURE Serie nicht mehr gezogen. Und aus darstellerischer Sicht könnte man durchaus Rückschlüsse auch für DUELL DER MAGIER ziehen. Nicolas bleibt, obwohl ein Bemühen sichtbar ist, ziemlich farblos. Seine Performance ist ohne Frage routiniert, aber der Zuseher wird sich kaum den Eindruck verwehren können, dass er keineswegs in seiner Rolle aufgeht.

    Viel besser und deshalb als die rettenden Anker in Sachen Performances zu bezeichnen, so stellt sich die Leistung der beiden anderen Protagonisten dar. Alfred Molina als mieser Gegenspieler ist, wie eigentlich immer, köstlich anzusehen. Auch wird deutlich, dass ihm die Sache Spaß bereitet, und er sich in seinen Part wohl fühlt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gilt er als sicheres Ass wenn Besetzungsagenturen seine Person buchen, egal um welchen zu spielenden Charakter es sich handelt. Alfred ist ein Paradebeispiel für einen Schauspieler der jedes Genre beherrscht. Jay Baruchel gilt trotz seinen Einsätzen in DAS ERSTE MAL, TROPIC THUNDER oder ZU SCHRF UM WAHR ZU SEIN als frisches Gesicht in der Filmbranche. Seine natürliche Art und die etwas eigenwillige aber stets humoristische Umsetzung machen ihm richtig sympathisch. Ob er allerdings diese Fähigkeiten besitzt auch in ernsteren Gefilden zu schwimmen, wird er uns in Zukunft noch beweisen müssen.

    Diese zwei Darsteller und die sichtbaren sündteuren Effekte sind wohl die größten Pluspunkte, die DUELL DER MAGIER aufzubieten hat. Dazu gesellt sich der durchaus gelungene Soundtrack, die auffällige Ausstattung, und nicht zuletzt die solide Leistung des Regisseurs, die ebenfalls zu den positiven Aspekten dieser Produktion zu zählen sind. Die Negativen sind mit dem schwachen Drehbuch, jenes keine erwähnenswerten Höhepunkte zu bieten hat, und die lausige Handhabung in der Ausarbeitung der einzelnen Charaktere, benannt. Ja nicht an der Oberfläche kratzen, alles so belanglos wie möglich zu halten, um tunlichst keinen Tiefgang zu erzeugen, scheint die Devise der Verantwortlichen zu sein. Möglicher Weise ist aber gerade in Zeiten eines INCEPTION, indem Nachdenken und Logik sehr wohl eine große Rolle spielen, dieser Schachzug ein falscher. Die Umsatzzahlen der ersten Wochen lassen diesen Schluss durchaus zu.

    Fazit:

    DUELL DER MAGIER zeigt massenweise beachtliche Special Effects, und ist dahingehend sicher etwas für das verwöhnte Kinoauge. Flottes Tempo und der größere Teil des Ensembles sorgen für eine durchgängige Kurzweiligkeit. Nicolas Cage bleibt hingegen, wie das schwächste Glied der Kette, dem Drehbuch, ziemlich blass. Für einen heißen Sommernachmittag ist wahrscheinlich dieses Werk eine Möglichkeit, um bei kühlen Temperaturen im Kinosaal sich auf gehaltlose aber vergnügliche Weise berieseln zu lassen.

  • Kurz Kritik
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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Kommentare

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User Kritiken

User Kritiken

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Grundsätzlich bin ich für alle Disney-Verfilmungen, egal ob real oder animiert, offen. Einige davon sind zwar auf das jüngere Publikum zugeschnitten, aber auch für die "Großen" gibt's hier oft viel zu sehen. DUELL DER MAGIER machte mich irgendwie neugierig, denn der Trailer sagte mir teilweise zu, teilweise wirkte er auf mich aber etwas trashig. Die Tatsache, dass Hauptcharakter Nicolas Cage in den letzten Jahren in Richtung Tiefpunkt seiner Karriere wanderte erleichterte mir dann die Entscheidung für den Film nicht ins Kino zu gehen. Nach dem Heimkino-Release wurde ich dann doch neugierig genug um den Film in meiner Sammlung aufzunehmen. Ob sich das bezahlt gemacht hat?

Fantasy ist ein Genre, dem ich sehr widersprüchlich gegenüber stehe - da muss ein Film schon ziemlich genau nach meinen Vorstellungen gemeißelt worden sein um mir zu gefallen. DUELL DER MAGIER gehört wohl dazu. Die Story ist außergewöhnlich und bietet genau so spezielle Effekte. Wie bei Disney üblich ist das Budget dementsprechend, sodass man hier die Möglichkeit hat aus den Volln schöpfen zu können. Ob es nun eine Verfolgungsjagd ist, in der sich Oldtimer in Sportwagen verwandeln und der durch einen Crash mit einem Spiegel in der Reflektion fährt oder ob es die Verwandlungen von sämtlichen zu echten Tieren ist - die Effekte sind wirklich sehr gut gelungen und schön anzusehen.

Aber auch die Story ist absolut nach meinem Geschmack. Auch ist sie nicht zu kindlich inszeniert und durchaus für älteres Publikum zugänglich. Die Charaktere gefallen mir, zumindest auf der guten Seite, sehr gut. Cage is hier mal in einer anderen Rolle zu sehen und macht seine Sache sehr gut, vor allem im Vergleich zu einigen seiner letzten Filme. Auch Jay Baruchel kann als Hauptdarsteller absolut überzeugen und sorgt für den nötigen Humor, der ebenfalls nicht zu oberflächlich ausgefallen ist. Die Liebesgeschichte, die es selbstverständlich auch hier gibt, meistert er ebenso gut und er passt einfach in seine Rolle. Mich hat er jetzt auch als Protagonist eines Films überzeugt, denn bisher hab ich ihn nur in Nebenrollen gesehen. Nicht so mein Fall waren allerdings die Darsteller der Gegenseite. Alfred Molina dürfte zwar als Bösewicht gut passen, allerdings gefällt er mir hier überhaupt nicht, was wohl weniger an ihm selbst liegt. Toby Kebbell's Part ist meiner Meinung nach das einzig Lächerliche am Film, ihn kann (und soll?) ich zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst nehmen.

Ein toller Film, der mich positiv überrascht hat. Die wichtigsten Darsteller passen perfekt, die Story ist nicht gerade lahm und die Effekte sind einfach top und mal was Neues. Kurzweilige Unterhaltung, die man sich auf jeden Fall ansehen kann.

7/10 Plasmastöße

geschrieben am 17.08.2011 um 13:17

Eine Neuerung im Filmtagebuch: "Duell der Magier" hat mich derart mitgenommen, dass ich meine EIndrücke gar nicht mehr in Textform wiedergeben wollte, das wäre einfach zu lange geworden, sondern meine Kritik ins Mikrophon gesprochen habe. Meinen ersten Audio.Filmtagebuch-Eintrag findet ihr unter diesem Link:

Hier gehts zum Audio-Review:
http://mitarbeiter.dvd-forum.at/Zocki/FTB/ftb-duelldermagier.mp3

Unglaublich schwache Handlung und Charaktere, über die nicht einmal die visuell bombastischen Spezialeffekte hinwegtäuschen können.

geschrieben am 24.07.2011 um 22:45

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Wertung: 6,3/10 | Wertungen: 7 | Kritiken: 2