Inhalt: Ogden Marsh ist die typische amerikanische Kleinstadt im Mittleren Westen, in der sich die Einwohner auf der Straße freundlich "Guten Tag" sagen. Bis eines Tages, langsam aber unaufhaltsam, das Leben aus den Fugen gerät. Wieso läuft plötzlich Rory Hamill mit einer Schrotflinte über das Baseballfeld? Und wieso tötet der angesehene Bürger Bill Farnum seine Familie und fackelt dann seine Farm ab? Bevor Sheriff David Dutton und seine schwangere Frau Judy auch nur darüber nachdenken können, sind die Verrückten – "The Crazies" - schon überall...
Kritik: Wirklich sehenswertes Remake von George A. Romero's 1973er Klassiker „The Crazies“!
Regisseur Breck Eisner setzt auf deutlich mehr Action als es im Original der Fall war, was jedoch hervorragend funktioniert! Auch das Militär wird im Remake anders dargestellt. Die Soldaten werden als gnadenlose Vollstrecker gezeigt, die immer brutaler gegen die Menschen vorgehen. Dieses Verhalten der Soldaten läßt sich als kleiner Seitenhieb gegen das Militär werten, da hier durch absichtliche Fehlinformation der Militärführung, die Soldaten so gnadenlos sind. Die Grundstory lehnt sich jedoch stark am Original an.
Schon nach sehr wenigen Minuten wird es spannend, da es schnell zu einer fast wortlosen Konfrontation kommt, die man sich zu dem Zeitpunkt noch nicht erklären kann. Danach steigt die Spannung immer weiter an und langsam mehren sich die Vorfälle. Der Spannungsaufbau ist gut gemacht, da es Stück für Stück immer spannender wird. Durch die Tatsache, daß die Gefahr nicht nur durch die Crazies besteht, sondern auch das Militär ein ständiger Gefahrenherd für alle Menschen ist, gibt es auch keinen Spannungseinbruch. Die Story hat ein hohes Tempo, was sich natürlich ebenfalls positiv auswirkt.
Atmosphärisch hat der Streifen auch einiges zu bieten. Einerseits sorgt die ständige Bedrohung für eine starke Atmosphäre, andererseits gibt es da auch noch die immer apokalyptischer werdende Gesamtsituation der Stadt, die ihren Teil dazu beiträgt. Man kann die Situation etwas mit 28 Days/Weeks later vergleichen, wo es auch immer aussichtsloser für die Menschen wird. Die Menschen geraten in eine fast ausweglose Situation, da sie quasi zur Beute für Soldaten und Infizierte werden.
Wie oben schon gesagt, wird hier deutlich mehr Härte geboten als im Original. Selten wird die Gewalt übertrieben explizit dargestellt, es geht aber schon ganz schön zur Sache. Breck Eisner hat hier wirklich eine gute Mischung abgeliefert, denn es wird ein breites Spektrum an Actioneinlagen geboten. Es ist sicherlich kein richtiger Splatterfilm, die Szenen wirken dafür aber fast beängstigend realistisch. Realistisch in dem Sinne, daß man sich dieses Szenario in der Realität vorstellen kann, denn es wirkt nicht übertrieben aufgesetzt.
Den Schauspielern kann man durchweg gute Noten geben, sie spielen ihre Rollen sehr authentisch. Besonders Timothy Olyphant, Radha Mitchell und Joe Anderson leisten wirklich gute Arbeit. Man nimmt ihnen ihre Rollen ab. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Tatsache, daß die Protagonisten in diesem Film nicht so unlogisch handeln, wie man es leider aus den meisten Horrorfilmen kennt. Sie gehen größtenteils logisch vor, was dem Film guttut.
Breck Eisner hat mit The Crazies einen Film geschaffen, der durch seine unübertriebene Art, zumindest theoretisch, auf die Realität übertragbar wirkt. Wer weiß denn schon, was in den Giftküchen der militärischen Forschung so alles verborgen liegt?
Bewertung: Aus meiner Sicht ein absolut gelungenes Remake, daß sehr kurzweilig unterhält. Die dichte Handlung sorgt für Spannung und die Action sorgt für das optische Vergnügen. Für mich ganz klar eines der sehenswertesten Remakes!
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung!
8,5/10 Punkte
Kommentare
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