Horror-Remakes gab es im letzten Jahrzehnt ja zu viele um sie jetzt aufzuzählen, mit "Halloween", "Freitag der 13." und NIGHTMARE ON ELM STREET hat man sich definitiv die drei wichtigsten Slasher in der Geschichte des Genres zu Herzen genommen. Was Letzteren aber nun vom Rest abhebt ist der Charakter des Killers, denn während Michael Myers und Jason Vorhees sich stets hinter ihrer Maske verstecken, ist Freddy Kruegers verbrannte Fratze immer sichtbar und als Robert Englund zu erkennen. Dieser IST quasi Freddy, diesen Stempel wird er nie wieder los, aber gerade eine Besatzungsänderung dieses Parts hat mich - wie wohl viele andere auch - sehr kritisch gestimmt. Was soll ein NIGHTMARE ON ELM STREET-Film ohne Englund, fragte ich mich anfangs. Ich konnte mich mit seinem Fehlen dann aber gut abfinden, da ein Remake ja stets als Neuinterpretation zu verstehen ist und nicht 1:1 wiedergegeben werden muss, soll oder darf. Ob diese Einstellung den Film rettet?
Ja, tut sie! Natürlich darf man den Film nicht direkt mit dem Original vergleichen, auch wenn er einige Kultszenen daraus übernommen hat und die oft gelungen, stellenweise aber auch nicht gelungen sind. Als eigenständiger Film funktioniert A NIGHTMARE ON ELM STREET sehr gut und bietet solide Horror-Unterhaltung, die wirklich gut aussieht, aber nur szenenweise richtig dichte Atmosphäre aufkommen lässt. Dennoch, der Film hält Highlights des Originals am Leben, ist durchaus spannend, blutig und sieht gut aus - Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf! Der Film ist also gut, sticht in der Masse aber nicht wirklich hervor und hat zwar passende, aber zu jederzeit austauschbare Darsteller an Bord. Jackie Earl Haley macht seine Sache wirklich gut und dürfte auch für Robert Englund-Fanatics wohl noch ein halbwegs erträglicher Ersatz sein.
A NIGHTMARE ON ELM STREET ist eine nette Neuinterpretation von Wes Cravens Klassiker, den man sich durchaus anschauen kann.
7-7,5/10
„1,2 Freddy kommt vorbei…“
Kris wird zeuge wie sich ein Schulfreund vor ihren Augen umbringt. Doch sie glaubt nicht an Selbstmord. Schon bald hat sie auch Alpträume und trifft auf Freddy.
Doch auch Nancy und Quentin haben Alpträume von Freddy und sie wollen heraus finden, was ihre Eltern mit Freddy zu tun haben. Doch es scheint kein Ausweg aus der Alptraumwelt.
„3,4 er steht schon vor der Tür…“
Als 1984 Wes Craven ein neue Art von Horror erschaffen hat, eine Welt wo man dachte das man sicher ist und Alpträume nur Alpträume sind. Doch dann kam Freddy Krüger und machte die Traumwelt unsicher und Millionen von Teenager hatten angst schlafen zu gehen. Nun gut 26 Jahre später kommt er wieder in einem Remake. Micheal Bay zieht im Hintergrund wieder die Fäden wie schon beim „Texas Chainsaw Massacre“, auch hier durfte wieder ein unbekannter Videoclip Regisseur den Film drehen. Viele Fans sind natürlich erschüttert. Doch der Film zeigt welches Potenzial die Geschichte hat und welcher Liebe zum Detail man hier sich an den Stoff gewagt hat.
„A Nightmare on Elm Street“ zeigt das man auch eine Filmreihe wirklich neun beleben kann. So wird mit viel Respekt zum Original gehandelt. Natürlich gibt es Veränderungen, Freddy ist nicht mehr der Killer von damals. Er ist böser und Fieser und sieht realistischer nach Brandopfer aus, als damals. Mögen kann man ihn auch nicht mehr. Er ist das Böse. gespielt wird er von Jackie Earle Haley , der schon in „Watchmen“ den Rorschach verkörpert hat. Spielt einen bösen Fiesen und vor allem düsteren Freddy, der die Teenager in ihren Träumen heimsucht und tötet.
„5,6 bald holt dich die Hex…“
Der Film ist so düster gehalten das der Humor auch auf der strecke bleibt, der Film ist ernst und das tut ihm so Gut. Auch driftet er nicht in eine Blut und Gewalt Orgie ab. Die Morde sind blutig doch Meilen weit entfernt von einem Blutbad. Auch der „Torture Porn“ wird vermieden. Ein 1 A Slasher Film.
Auch Optisch zeigt der Film warum manchmal ein Remake wirklich von Nöten ist. Die modernen Mittel zeigen das man Alptraumwelten so unglaublich erzeugen kann. So gibt es einiges an Effekte zu entdecken und so winzige Details. Als Zuschauer erlebt man eine fantastische Düstere Welt, die selbst Tim Burton nicht hätte besser erschaffen können.
„7,8 es ist bald Mitternacht…“
„A Nightmare on Elm Street“ hebt sich von der Masse an Remakes und Neuauflagen ab. Der Film zeigt das man es auch Gut machen kann. Für Fans des Originals dürften manche Veränderung übel aufstoßen, doch die hängen einfach nur zu sehr an der Vergangenheit. Schaut euch den Film an und träumt danach schön.
„9,10 wir wollen nicht schlafen gehen!“
Kommentare
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