Iron Man 2

  • Informationen zum Film
  • Iron Man 2

  • Originaltitel:
    Iron Man
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Österreich:
    06.05.2010
    Kinostart Deutschland:
    06.05.2010
    Kinostart USA:
    07.05.2010
    Verleiher Österreich:
    Concorde Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Jon Favreau
    Drehbuch:
    Jack Kirby, Larry Lieber, Don Heck, Stan Lee, Justin Theroux
    Musik:
    John Debney
    Darsteller:
    Kate Mara, Stan Lee, John Slattery, Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Mickey Rourke, Jon Favreau, Don Cheadle, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Paul Bettany, Philippe Bergeron, Sam Rockwell, Justin Theroux, Clark Gregg, François Duhamel, Tim Guinee, Garry Shandling, Leslie Bibb, Yevgeni Lazarev, Helena Mattsson, Michael Bruno, Christiane Amanpour, James Bethea, Kate Clark, Luminita Docan, Larry Ellison, Adam Goldstein, Eric L. Haney, Ali Khan, Isaiah Guyman Martin IV
  • Inhalt

  • Gut ein halbes Jahr ist vergangen, seit der vermögende Industrielle sein Outing verkündete. Damals gab Tony Stark ( Robert Downey jr. ) auf einer Pressekonferenz bekannt IRON MAN zu sein. Seitdem ist weitgehend für Frieden gesorgt, und dieser wohltuende Zustand darf nur dem eisernen Helden zuerkannt werden. Dafür lässt er sich bei jeder besseren Gelegenheit feiern. Das so eine schillernde Gestalt auch seine Zweifler hervorruft, bleibt nicht lange verborgen. Senator Stern zum Beispiel stößt es sauer auf, dass ein so selbstherrlicher Privatier seine Errungenschaften nicht mit der amerikanischen Regierung teilt, oder der Armee zur Verfügung stellt. Stern gibt sich als Aufgabe Tony Stark vor dem Senat zu bringen und so der Regierung zur dringend benötigten IRON MAN Rüstung zu verhelfen. Doch Stark wehrt sich vehement und glaubt nicht, dass die feindlichen Mächte über ähnlich starkes Equipment verfügen um ihn, oder sein geliebtes Land in die Bredouille zu bringen. Ob er sich da nur nicht getäuscht hat. Denn schon in naher Zukunft wird das russische Technologie-Genie Ivan Vanko alias „Whiplash" (Mickey Rourke) die Bühne betreten, und für ziemliche Unruhe sorgen. Er hatte von Moskau aus die jüngste Vergangenheit mitverfolgt, und fühlt sich von Tony Stark hintergangen. Denn schließlich wurde die legendäre Rüstung nicht allein von Tonys Vater Howard Stark entwickelt. Vielmehr hatte auch Vankos Vater mehr als nur seine Hände im Spiel. Nun will Ivan seine Gerechtigkeit, egal mit welchen Konsequenzen- Mit den Blaupausen aus dem Erbgut befindet sich der korpulente Russe bereits in der Endproduktion einer Technologie, die möglicher Weise sogar IRON MAN ernsthaft gefährden könnte.

  • Filmkritik

  • Als die Verantwortlichen der Produktion für IRON MAN den noch unerfahrenen Regisseur Jon Favreau engagierten, gingen sie ein hohes Risiko ein. Schließlich betrugen allein die Kosten für die Entstehung gute 140 Millionen Dollar. Die Finanzierung der Marketingstrategie ist da noch gar nicht eingerechnet. Aber der gelernte Schauspieler machte seine Sache als Filmemacher richtig gut, spielte der Film über den eisernen Superhelden weltweit knappe 600 Millionen ein. So war es keine große Überraschung dass für den Nachfolger am Regiestuhl keine Umbesetzung stattfand. Ein weiteres Kapitel sollte mit der gleichen Mannschaft weitergeführt werden. Die Komponente, die im ersten Teil gut funktionierten, und beim Publikum ankamen, dürfen auch nicht in der Fortsetzung fehlen. Zudem sollten weitere Elemente übernommen werden um die bereits erreichte Messlatte noch um einen Grad höher zu legen. Mit der Qualität des Originals mitzuhalten, und mit neuen Ideen und einem Drehbuch, das diese Geschichte auch interessant weiterführen kann, dies waren die primären Ziele für diese Produktion.

    It's good to be back!


    Und dieses Vorhaben scheint perfekt umgesetzt zu werden. Denn, sitzt der Besucher im Kinosessel, wird er sofort in jenes Gefühl versetzt, dass er durchgängig im ersten Teil der Comicverfilmung verspürt hat. Witzige Dialoge mit einem gewohnt souveränen Robert Downey Jr. lassen den Unterhaltungswert für den Betrachter umgehend auf ein ähnliches Niveau steigen. Zudem tritt eine neue Figur in Erscheinung die dieser Fortsetzung ausgezeichnet bekommt und vor allem mittragen kann. Der Charakter Ivan Vanko, hervorragend umgesetzt von Mickey Rourke, funktioniert wunderbar als Gegenpart zum Titelhelden. Die ersten 60 Minuten dürfen insgesamt als absolut gelungen bezeichnet werden. Und nichts spricht bei Halbzeit gegen einen Film, der nach dem Sehen einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen wird. Denn alles was sich die Produzenten und das technische Leading Team vorgenommen hatten, läuft in der ersten Stunde in geregelten Bahnen.

    Doch zirka ab Mitte von IRON MAN 2 fällt das Niveau doch deutlich ab. Zum einen besitzt das Drehbuch keine Einfälle mehr, und zudem beraubt es sich noch seinem größten Trumpf, und zieht Mickey Rourke durch einen unverzeihlichen Schachzug fast aus dem Verkehr. Was in der zweiten Hälfte folgt kann nur noch als misslungenes Herumalbern bezeichnet werden. Nun ja, ganz so schlimm ist es nicht, bleibt das Gesamte doch in einem witzigen Rahmen. Hätte man jedoch nicht den sicheren Weg verlassen, und wäre ab Mitte nicht falsch abgebogen, dann hätte man an dieser Stelle von einem rundum qualitätsreichen Sequel lesen können. Verantwortlich für dieses kleine Desaster ist Drehbuchautor Justin Theroux, dem beim Schreiben wahrlich die Luft ausging. Justin, der bislang fast ausschließlich mit schauspielerischen Fähigkeiten seinen Alltag finanziert, konnte nur mit einem Argument punkten. Er hatte die Story des Originals konsequent weitergeführt und die bekannten Charaktere lebendig gestaltet. Er brachte auch neue Figuren mit ins Boot und integrierte diese gekonnt ins Geschehen. Für dieses Vorgehen muss ihm Lob gezollt werden. Dieser Ideeneinbruch, plus das Subtrahieren einiger Charaktere und die Tatsache dass das actiongeladene Finale zur Gänze misslingt, trübt dem Gesamteindruck doch wesentlich.

    Ivan Vanko: There will be blood in the water, and the Sharks will come…


    Auf technischer Ebene kann IRON MAN 2 durchgehend überzeugen. Die in Maßen vorherrschenden Actionsequenzen wurden mit jeder Menge Produktionskosten ins richtige Licht gebracht. Die Darsteller, neben den beiden Größen sollte auch Sam Rockwell extra genannt werden, geben sich durchgehend souverän, und dem Regisseur Jon Favreau kann kein gravierender Fehler angekreidet werden. Die Visual Effekts sind teilweise sogar als richtig überzeugend einzustufen. Von den Soundeffekten braucht der hier zu schreibende Kritiker angesichts einer IMAX Vorführung sowieso kein Wort verlieren. Positiv auch die Tatsache, dass der Soundtrack nicht wie angekündigt, ausschließlich aus AC/DC Songs besteht. IRON MAN 2 verfügt über einen eigenständigen Score und einer geglückten Songauswahl auch außerhalb des Heavy Metals.

    Fazit:

    Wie gewonnen so zerronnen !


    Wie ausdrücklich gut begonnen wurde, und man zunächst insgesamt auch alles richtig gemacht hatte, wurde “ Dank “ dem nachlassenden Drehbuch vieles wieder relativiert. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass ein Mickey Rourke, ein Robert Downey Jr., und auch ein Sam Rockwell, ohne Umschweife jeder Produktion behilflich sein kann, es sei denn das Drehbuch lässt es nicht zu.

  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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Kommentare

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User Kritiken

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Im Jahr 2005 wurde ich das erste Mal so richtig aufmerksam auf Robert Downey Jr.. Bis dato nur in Nebenrollen konnte er mit Kiss Kiss Bang Bang auf Anhieb meine Sympathie gewinnen. Es folgten Filme wie Tropic Thunder, Iron Man oder Sherlock Holmes mit denen er innerhalb weniger Jahre zu einem meiner Lieblingsschauspieler avancierte. Daher stiegen natürlich auch die Erwartungen die ich in IRON MAN 2 setzte, denn der erste Teil hat mich sehr gut unterhalten und ist für mich eine der besten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre. Zweifel, die ich bei Sequels grundsätzlich habe, sind dennoch in mir aufgestiegen. Nach dem tollen 1. Teil hat mich der Trailer zum Nachfolger nicht wirklich begeistert...

Der erste Iron Man-Film ist absolut gelungen und bot die Vorstellung/Entstehung des Charakters, was eigenlich immer interessant ist wenn der Regisseur keinen Mist baut. So gelang es Jon Favreau und Robert Downey Jr. die Latte für einen Nachfolger sehr hoch zu legen und gleich vorne weg: der Film hat meine Erwartungen übertroffen!

Die Grundstory ist keine allzu große Herausforderung, denn einen Gegner für Iron Man zu finden dürfte nicht allzu schwer sein und einen ganzen Film lang unterhalten - und genau so ist es auch. Mickey Rourke macht seine Sache als russischer Bösewicht der seinen Vater rächen will sehr gut und passt gut in die Rolle, das hat mir schon im Trailer zugesagt. Allerdings hat das Drehbuch (noch) ganz andere Stärken, die mir wichtiger sind. Der Minireaktor in Tony Starks Brust den er sich im ersten Teil selbst verpasst hält ihn nicht nur am Leben, sondern tötet ihn gleichzeitig langsam. Diese Palladiumvergiftung steigt immer schneller und ist ein genau so wichtiges Element des Films wie die Vorgeschichte in der auf seinen Vater Howard eingegangen wird. Von dem wird in Teil 1 nur gesprochen, hier hat er nun seinen Auftritt - wenn auch nur auf Video. Hier möchte ich gleich zu den Charakteren überleiten...

Die gefallen mir ihm Nachhinein betrachtet sogar klar besser als im Vorgänger. Robert Downey Jr. ist selbstverständlich charismatisch wie immer und das absolute Highlight des gesamten Films, mit ihm würde wohl viel verloren gehen. Gwyneh Paltrow gibt auch im zweiten Teil seine Assistentin, aber anschließend auch seinen Boss und hat dementsprechend einen größeren Part, der dem Film aber gut tut. Don Cheadle ersetzt Terrence Howard in der Rolle des Col. Rhodey und auch wenn ich grundsätzlich strikt gegen derartige Besatzungsänderungen bin stört mich das hier kaum, da es sich nur um eine Nebenrolle handelt und ich Cheadle als Schauspieler sehr mag. Genial spielt allerdings Sam Rockwell, der Starks Gegner Justin Hammer gibt, auch Scarlett Johansson kann in ihrer kleinen Rolle überzeugen. Besonders amüsant ist für mich (was ich lange nicht wusste), dass Tony Starks Fahrer aus dem Film der Regisseur der beiden Filme ist - als kleine Nebeninformation.

Wichtig sind bei Comic-Verfilmungen dieser Art ja meist auch die Effekte, die auch schon im ersten Teil ansehnlich waren. Für den Nachfolger hat man natürlich versucht - wie könnte es auch anders sein - die Effekte zu steigern, was absolut spürbar ist. Die Action gehört zu dem unterhaltsamsten das ich je gesehen habe und ist einfach der Hammer, sodass IRON MAN 2 auch die Bluray ist die ich bisher mit Abstand am öftesten gesehen hab. Glücklicherweise verlässt sich Jon Favreau nicht auf diese und schafft alles in allem ein mehr als würdiges Sequel.

9/10 Urinfilterungssysteme

geschrieben am 17.08.2011 um 23:29

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Wertung: 8,1/10 | Wertungen: 10 | Kritiken: 1