Gamer

  • Informationen zum Film
  • Gamer

  • Originaltitel:
    Gamer
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    08.01.2010
    Kinostart Deutschland:
    07.01.2010
    Kinostart USA:
    04.09.2009
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Constantin Film
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Mark Neveldine, Brian Taylor
    Drehbuch:
    Mark Neveldine, Brian Taylor
    Musik:
    Geoff Zanelli, Robb Williamson
    Darsteller:
    Gerard Butler, John Leguizamo, Keith David, Noel Gugliemi, Logan Lerman, Joseph D. Reitman, Michael Weston, Johnny Whitworth, John de Lancie, Michael C. Hall, Alison Lohman, Ludacris, Terry Crews, Dan Callahan, Jai Stefan, Kyra Sedgwick, Amber Valletta, Milo Ventimiglia, Jarvis W. George, Aaron Yoo, Jonathan Chase, Dylan Kenin, Henry Hayashi, Maggie Lawson, Brighid Fleming, Ramsey Moore, Keith Jardine, Richard Machowicz, Ken Smith
  • Inhalt
  • Ein Name unter Gottes Himmel, der alles andere überstrahlt: Ken Castle. Die ganze Welt kennt ihn – die Mehrheit liebt ihn. Sein berühmtes Spiel Society, in dem Menschen andere Menschen wie in einem Computerspiel kontrollieren können, war eine Revolution in dem Medienuniversum. Das Einzige, welches jenen Erfolg überflügeln könnte, ist das Sequel: Slayers. Gladiatorenspiele des neuen Jahrtausends. Gefangenen der Todeszelle wird angeboten, dass sie nach 30 überstanden, blutrünstigen Runden frei gelassen werden. Das einzige Opfer: Der eigene Wille. Irgendwelche reichen Kids spielen jene geisteslose Avatare. Es scheint wahrlich so, als könne niemand das machtbesessene Genie aufhalten. Nur eine kleine Resistance-Gruppe namens Humanz versucht die menschlichen Werte zu verteidigen. Aber sie wissen, ihr Kampf ist vergeblich. Doch als der schon 27 Mal Überlebende Kable auf die Bühne tritt, sollte sich alles ändern ...
  • Filmkritik
  • Träumende Schafe sollte man lieber nicht wecken


    Was ist real? Wer kontrolliert wen? Sind es jene Maschinen, die den Menschen nur in eine gigantische Simulation stecken oder doch eher die Androiden, welche sich nicht über ihre eigene Existenz im Klaren sind? Oder sind wir nicht alle ein Teil eines riesigen Videospiels, welches ein Verrückter zu spielen glaubt? Willkommen im Spiel Slaves – Willkommen im Film Gamer.

    Die beiden Erfolgsregisseure Mark Neveldine und Brian Taylor haben mit ihren beachtlichen Eintritt in die Hollywood'sche Welt einen großen Fußabdruck hinterlassen – oder vielleicht besser: Einen großen Abdruck des männlichen Genitals mitten in das Gesicht des puritanischen Amerikas. Der adrenalingeladene Überraschungshit Crank mit der britschen Actionikone Jason Statham etablierte sich schnell zu einem wahren Kultobjekt. Die Geschichte unwahrscheinlich irreal. Die Action unfassbar konfus. Und der Humor unglaublich augenzwinkernd. Selbst viele Skeptiker mussten sich aufgrund der überraschenden Political Incorrectness und der visuellen Innovation vor dem Werk verbeugen. Zu einen zweiten – wesentlich milderen – Schlag holte das Dreamteam mit dem halbgaren Sequel zu ihrem Debüt aus. Doch die große Frage ist: Könnte den Beiden mit ihrer neuesten Arbeit Gamer der endgültige Triumphzug geglückt sein – oder ist dies doch der eigene Knock-Out? Aber bevor man hierfür eine Antwort erhalten kann, muss noch geklärt werden: Was ist Gamer eigentlich? Der Film möchte eindeutig allzugerne eine bissige Mediensatire über die heutige – und allgemeine – Sensationsgier der Menschen sein, die sich eigentlich mit den Gladiatorenkämpfen der Antike eins zu eins deckt. In der Welt von Neveldine und Taylor ist nicht viel Platz für graue Zonen, sondern mit dem Holzhammer werden alle Insassen jenes Films zu einer Radikalisierung der heutigen Gesellschaft. Die kontroversen Killerspiele derzeitiger Debatten werden mit der Sehnsucht einen Menschen zu kontrollieren, verschmolzen. Ein gewagter – aber doch interessante Schritt. Und hierin liegt wohl auch die einzige subtile Cleverness, die dieses Machwerk aufzuweisen hat. Denn sein großer Bruder, der augenzwickernde Death Race – oder zumindest dessen Original Death Race 3000 –, ist eindeutig ein Produkt der Fernsehära. Einer Epoche, in der Quoten den Markt regierten. Wir sind jedoch, was der angesprochene Film nicht erkennt, einen Schritt weiter: Wir wollen nicht mehr sehen, sondern erleben. Das Monopol der visuellen Sinne wird von der Regentschaft der Konsolen und Computer in einen Abgrund der zweiten Reihe verbannt. Dass das Regie- und Autorenduo mit der originellen Überspitzung des Second-Life-Genres mitten ins Schwarze getroffen haben, ist der heutigen Zeit zu danken. Der Drang, andere Menschen zu kontrollieren – bzw. die Angst einer jener Kontrollierten zu sein – ist ein Phänomen, welches in den letzten Jahren immer stärker ins Blickfeld der Popkultur zu rücken scheint. So leiden die Hauptdarsteller von Joss Whedons neuer Hitserie Dollhouse an einem ähnlichen Schicksal. Die Prostitution des seelenlosen Körpers ist der Medienkultur ihre Freude und Angst zugleich. In dieser Hinsicht bietet auch der weniger subtile, dafür humorvolle Ansatz von Gamer einen höchst erfreulichen Einstieg – wie man bald zu erkennen weiß: Eine Fehldeutung.

    So verfällt der dystopische Ansatz in seine eigene schauerhaften Vision einer antiken Kassandra. Denn nach dem geglückten Anfang verliert der Film zunehmends an Konstanz. Beginnend mit seiner platten Hauptfigur über einen epileptischen Anfall von Actionszenen bis hin zu einer pathetischen Handlung. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen – nur die kleinsten Krümmelchen des "Restlichen" können den Film in seine endgültige Mittelmäßigkeit retten. Der Hauptgrund für diesen qualitativen Verfall ist sichtlich ein großes Manko des Regieduos: Erfahrung. Ja, sie haben mit dem herrlich schrillen Crank eine Ikone des neuen, selbstreflexiven Actionkinos entwickelt – doch dies ist Segen, wie Verderben. So bescherte nur die Reputation dieses Werkes den Beiden ein derartiges Major-Project. Doch die Übeltäter haben hierdurch ein Missverständnis von dem Verhältnis Film zu Dramatik. Ein Werk, das alle Konventionen bricht, darf auch das Drama zerstören. Jedoch Gamer ist konventionell – und das im übelsten Sinne des Wortes. Ein derartiges Werk darf nicht Aristoteles in den Rücken fallen. Der Handlungsbogen ist in seiner öden Nichtigkeit einfach nur pathetisch uninteressant. Redundanz trifft auf Klischees. Die Stereotypien, die in der miserablen Leistung von Gerald Butler als liebender Vater seinen traurigen Höhepunkt erreicht, kann nur von derartigen Highlights, wie dem süffisanten Spiel von Michael C. Dexter Hall, durchbrochen werden. Hall, der besonders dank seiner Fernsehauftritte eine beachtliche Fangemeinschaft aufbaute, beweist in den kurzen Auftritt als schurkischer Ken Castle sein ganzes Potential und überflügelt leichtest den Sumpf der Mittelmäßigkeit. Doch in einer Welt, in der ein verkitschter Handlungsbogen auf dem unsinnigen Kopf gestellt wird, kann das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.

    Fazit:
    Mit Crank hat das Erfolgsduo, Mark Neveldine und Brian Taylor, einen der interessantesten, da überraschendsten Hits der letzten Jahre gelandet. Doch mit dem ersten Versuch in das dramatische Actiongefilde einzutauchen, erleidet das Team eine herbe Bruchlandung. Der mittelmäßige Gamer kann nur in den seltensten Momenten sein cleveres Thema der Mediendystopie auspielen und versinkt sonst in der Nichtigkeit der Langeweile.
  • Kurz Kritik
  • Story
    1,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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Kable ist in einer nicht soweit entfernten zukunft Held eines neues Spieles namens „Slayers“, er ist ein Krieger in diesem Spiel, gesteuert von einem anderen Menschen, er hat schon 27 Runden im Spiel gewonnen, bei 30 Runden bekommt er seine Freiheit wieder. Doch kann er es wirklich schaffen?

Was passiert wenn die Regisseur von „Crank“ 1 und 2, einen Actionfilm drehen, der Kritik an den Aktuellen Cyberwelt übt? Auf der einen Seite stehen die Schnellen und mit Wahnwitzigen Tempo geschnittenen Actionszenen, wo es richtig heftig zur Sache geht. Tortz dieser Schnellen Schnitte und eine Kamera die immer mitten im Geschehen ist und nie stehen bleibt, bekommen wir als Zuschauer alles mit was vor uns passiert. Ob nun Körper zerfetzt werden, Knochen gebrochen werden, alles bekommen wir bei diesem Tempo noch genau mit. Auf der anderen Seite ist die Kritik an eben diesen. Menschen sind nur noch Online bauen sich eine neue Identität auf, sei es der Fettsack der eine Junge Hübsch Frau steuert und damit Online aus Spass auf Männer fang geht, Männer die zum Teil von Frauen gesteuert werden, alles mit echten Menschen.

Doch die Kritik kommt natürlich nur zum Teil an, auch wenn der Film nicht vollgeladen mit Kranken ideen ist, so zeigt Gamer eindrucksvoll das Können der Beiden Regisseure.

„Gamer“ ist ein Actionfilm der Neuzeit, Schnell ohne Atempause, Hart und Unterhaltsam. Für Actionsfans des Moderen Actionkinos also genau das Richtige

geschrieben am 25.07.2011 um 15:59

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Wertung: 7,2/10 | Wertungen: 6 | Kritiken: 1