Daddy oder Deal

  • Informationen zum Film
  • Daddy oder Deal

  • Originaltitel:
    Old Dogs
    Genre:
    Komödie, Familie
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    14.01.2010
    Kinostart Deutschland:
    14.01.2010
    Kinostart USA:
    25.11.2009
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Walt Becker
    Drehbuch:
    David Diamond, David Weissman
    Musik:
    John Debney
    Darsteller:
    John Travolta, Robin Williams, Ann-Margret, Bernie Mac, Seth Green, Amy Sedaris, Laura Allen, Kelly Preston, Rita Wilson, Margaret Travolta, Nick Loren, Matt Dillon, Akira Takayama, Lori Loughlin, Sab Shimono, Shirô Oishi, Conner Rayburn, Allie Woods Jr., Michael Enright, Ella Bleu Travolta, Residente, Kevin Yamada, Kevin Dean-Hackett, Sam Travolta, Kenneth Maharaj, Nova Mejia, Margaret Goodman, Jerome Weinstein, Alexa Havins, Keenan Shimizu
  • Inhalt

  • Sowohl im Geschäftsleben, als auch im privaten Bereich, sind Dan ( Robin Williams ) und Charlie ( John Travolta ) unzertrennlich. Gemeinsam ziehen sie die finanziell dicksten Fische an Land. Und zusammen verbringen sie auch ihre Urlaube. An so einem feuchtfröhlichen Abend lernt Dan die hübsche Vicky ( Kelly Preston ) kennen, mit der er anschließend eine unvergessliche Nacht verbringt. Sieben Jahre später meldet sich Vicky völlig überraschend wieder. Dan hofft nun endlich eine Beziehung führen zu können. Zu schön hatte ihm die kurze Affäre gefallen. Als Dan und Vicky sich nun endlich treffen, hat die immer noch attraktive Frau gleich zwei Überraschungen mitgebracht. Zum einen wurden in jener Nacht vor sieben Jahren Zwillinge gezeugt, und zum anderen bräuchte Vicky eben für diese Kinder einen Aufpasser, da sie für einige Zeit ins Gefängnis muss. Dan hätte sich das Treffen wahrlich anders vorgestellt. Aber, nun ist er Vater, und nun trägt er Verantwortung. Charlie wird ihm bei dieser Aufgabe schon irgendwie helfen können, wenngleich sich dieser nicht gerade begeistert zeigt.

  • Filmkritik

  • Bereits vor zwei Jahren realisierten Regisseur Walt Becker und sein Hauptdarsteller John Travolta mit OLD HOGS ( Saumäßig unterwegs ) einen Unterhaltungsfilm, in dem vor allem die Chemie harmonierte, und so weltweit richtig erfolgreich lief. 2009 mussten sich die Beiden wohl gedacht haben, wenn es einmal funktioniert, dann probieren wir es doch ein zweites Mal. Ein witziges Drehbuch soll gefunden, und passende Darsteller engagiert werden. John besetzte mit Frau Kelly Preston, Tochter Ella Bleu Travolta, und Bruder Sam Travolta, gleich drei seiner engsten Familie, und mit Robin Williams, Rita Wilson, Matt Dillon, Seth Green und Bernie Mac wurden auch namhafte Schauspieler mit ins Boot geholt. Das Budget kann sich mit 35 Millionen Dollar sehen lassen, sodass einer vergnüglichen Komödie nichts mehr im Weg stehen sollte.

    Keine Ahnung was in OLD DOGS ( Daddy oder Deal ) schief gelaufen ist. Und zugegebener Maßen sind manche Gags auch wirklich lustig anzusehen. Aber generell treiben es die Verantwortlichen bis auf die Spitze, und auch noch klar darüber hinaus. Diese Slapstick Szenen wirken derart überdreht, sodass sich ein Lächeln im Gesicht des Betrachters schnell in ein ungläubiges Kopfsschütteln verwandelt. Das gute Gefühl, dass noch zu Beginn vorgefunden wurde, wird schnell einer leichten Enttäuschung weichen. Was in OLD HOGS von 2007 noch prächtig funktionierte, nämlich ein angenehmes und unterhaltendes Ambiente zu erzeugen, dies schafft OLD DOGS nicht einmal im Ansatz. Regisseur Walt Becker scheint auch zu keiner Zeit Herr der Lage zu sein. Die Akteure verhalten sich so als machen sie was ihnen in der momentanen Situation einfällt. Und trotz einem “ Spontankünstler “ Robin Williams konnte dies nicht gut gehen. Ein paar wenige wirklich gute Schmäh verlieren sich im Chaos des Gesamten.

    Schön zu sehen, dass den Akteuren dieser Klamauk beim Dreh doch sichtlichen Spaß bereitete. John Travolta und Robin Williams fühlten sich, man erkennt es an ihrer Körpersprache, sichtlich wohl. Sie blödeln darauf los, und vergessen dabei auf die Qualität zu achten. Und da es keinen Regisseur gab, der sie in der Bewegungsfreiheit einschränkte, schossen sie mehrmals über das Ziel hinaus. Auch Rita Wilson, im wahren Leben Tom Hanks Ehefrau, spielt ein Handmodel mit Augenfehler. Ihre “ Schielerei “ ist ebenfalls eher unangenehm als lustig anzusehen. Seth Greens Rolle ist mit Sicherheit die Peinlichste in seinem bisherigen Schaffen als Schauspieler. Mehr als rumschreien, kreischen oder dem Orang - Utan Lieder vorsingen, war für Seth nicht vorgesehen. Nur Travolta Gattin Kelly Preston und ihre gemeinsame Tochter Ella Bleu bleibt der menschliche und demnach normale Part überlassen.

    Fazit:

    Statt einem seriösen Unterhaltungs- oder Familienfilm bietet DADDY ODER DEAL eine überdrehte Slapstickkomödie. Nichts ist mehr vom Vorgänger SAUMÄßIG UNTERWEGS, der eine unterhaltsame Kost bot, übrig. Nur abgehärtete Fans, deren Schönheitssinn extra strapazierbar ist, werden vermutlich Geschmack finden können. Für die Übrigen gibt es ein paar gute Einfälle, die ab und an zum lächeln animieren. Für einen Film Marke John Travolta oder Robin Williams ist dies Gebotene aber viel zu wenig.

  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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