Avatar - Aufbruch nach Pandora

  • Informationen zum Film
  • Avatar - Aufbruch nach Pandora

  • Originaltitel:
    Avatar
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    17.12.2009
    Kinostart Deutschland:
    17.12.2009
    Kinostart USA:
    18.12.2009
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Cast & Crew
  • Regie:
    James Cameron
    Drehbuch:
    James Cameron
    Musik:
    James Horner
    Darsteller:
    Peter Mensah, CCH Pounder, Joel David Moore, Wes Studi, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi, Zoe Saldana, Stephen Lang, Sam Worthington, Sigourney Weaver, Julene Renee, Laz Alonso, Michael Blain-Rozgay, Kelson Henderson, Matt Gerald, Woody Schultz, Sean Patrick Murphy, Jacob Tomuri, Scott Lawrence, Luke Hawker, Dileep Rao, Sean Anthony Moran, Jason Whyte, Kelly Kilgour, James Pitt, Peter Dillon, Kevin Dorman, Jon Curry, Sonia Yee
  • Inhalt
  • Jake Sullys Leben ist für ihn sinnlos geworden. Seitdem er, passiert vor einigen Jahren, im Gefecht schwer verwundet wurde, ist er von der Hüfte abwärts gelähmt. Daher wird er die meiste Zeit seines restlichen Daseins im Rollstuhl verbringen. Als ihm jedoch eines Tages ein Angebot an einem Projekt mitzuarbeiten unterbreitet wird, willigt er um seinem tristen Alltag zu entfliehen, ohne lange zu zögern ein. Dieses Projekt beinhaltet eine Reise auf dem entlegenen Planeten Pandora. Kaum angekommen entdecken Jack und seine Begleiter eine unfassbar schöne und farbenprächtige Welt, die aus ertragreichen Regenwäldern und saftigen Pflanzen besteht. Hier finden sie Ressourcen, die auf der Erde einfach nicht mehr vorhanden sind. Auch fremdartige Tiere, teils lieblich andererseits ziemlich bedrohlich wirkend, sind zahlreich vorhanden. Zu guter Letzt leben Ureinwohner, die sich Na`vis nennen, auf Pandora. Sie sind gutmütige Wesen, die im Einklang mit der vorherrschenden Natur leben.

    Unobtainium ist ein Rohstoff, der für die Menschheit unglaublich wichtig geworden ist. Da es den Erdenbewohnern wegen der Lebensbedingungen auf Pandora ohne Schutz nicht erlaubt auf ihm zu existieren, wurde im Vorfeld ein Projekt veranlasst, bei dem gentechnische Mischlinge aus humaner DNA und Na`vi DNA entwickelt wurde. Diese Kreuzung nennt man AVATARE. Ein solcher AVATAR wird von einem menschlichen Geist gesteuert indem das Gehirn und die Gefühle einer Person über eine vornehmliche Technik mit dem AVATAR Körper verbunden wird. Jake kann also seine Gestalt samt Rollstuhl verlassen und sich dank seinem AVATAR ungehindert und frei bewegen. Auf seinen Ausflügen lernt er die attraktive Na`vi Frau Neytiri kennen, die ihn auf den ersten Blick bezaubert. Durch sie lernt Jake die neue Welt erst richtig kennen und lieben. Allmählich versteht er die Philosophie der Na`vis, und ihre Verbundenheit zur Natur. Umso näher er der fremden Welt kommt, umso mehr entfernt er sich von der Gewohnten. Immer mehr verwickelt Jake sich in einen Konflikt mit einem selbst und seiner Umgebung. Am Ende muss er sich für eine Seite entscheiden. Denn der Frieden zwischen den Menschen und den Eingeborenen erweist sich schon sehr bald als trügerisch.
     
  • Filmkritik
  •  

    Als im Jahre 1981 der Film PIRANHAS PART TWO: THE SPAWNING in die Kinos kam, dachte wohl niemand, dass es sich bei dem Regisseur um den erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten handeln wird. Nachdem James Cameron Erstlingswerk wenig Beachtung bekam, inszenierte er drei Jahre später einen Film über den die ganze Welt sprach. TERMINATOR mit 6 Millionen Dollar produziert, machte den Filmemacher mit einem Schlag weltberühmt. ALIENS ( 1986 ), THE ABYSS ( 1989 ) und TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY ( 1991 ) wurden von seinen Fans geliebt und ließen James Bekanntheitsgrad weiter steil nach oben klettern. Mit TRUE LIES ( 1994 ) versuchte sich der Filmemacher zum ersten Mal an einer Action Komödie, und siehe da, auch das funktionierte wie auf Knopfdruck. James Cameron bekam den Stempel, das alles was er in Angriff nahm, auch ein Gassenhauer wird. Um diese Tatsache in aller Eindringlichkeit zu bestätigen, realisierte er 1997 jenen Film, der bis heute der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten werden sollte TITANIC, dessen Produktionskosten 200 Millionen Dollar betrug, spielte weltweit unglaubliche 1,8 Milliarden Dollar ein. Danach stand James vor einem Dilemma. Mehr war zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich. Alles was er kurz danach inszenieren würde, müsste sich mit dem Gigantenerfolg messen lassen. Und dieses Wagnis ging der 1954 geborene Kanadier nicht ein. Er verschwand für einige Jahre komplett von der Bildfläche. Nur einige kleine TV Produktionen oder Dokumentarfilme standen auf dem Programm. Jetzt, lange 12 Jahre später, kommt er mit AVATAR - AUFBRUCH NACH PANDORA wieder mit einem Spielfilm in unsere Kinosäle. Mit Sicherheit ist dieses 2009 entstandene Werk das Teuerste aller Zeiten. Obwohl man von der verantwortlichen Seite sich dahingehend nicht erklären will stehen Summen zwischen 250 - 500 Millionen Dollar im Raum, die die Realisierung gekostet haben soll. Ob der kostspieligste Film auch der finanziell Erfolgreichste werden, und damit TITANIC auf dem zweiten Platz verdrängen kann, gilt es hier zu ergründen.

    Jedem Besucher, der für AVATAR ein Kinoticket löst, kann garantiert werden, dass er den technisch besten Film aller Zeiten vorgesetzt bekommt. Im richtigen Kino sitzend und natürlich mit 3D Brille auf der Nase, wird uns Zuseher vorgeführt, was derzeit und zum heutigen Stand möglich ist. Die Bezeichnung “ State of the Art “, die gerne öfter in den Mund genommen wird, trifft hier exakt zu. AVATAR führt den Betrachter durch eine Stilisierung, die mit Perfektionismus umgesetzt, und konsequent über 161 Minuten durchgezogen wird. Bilder die gesammelt eine Symphonie an Farben ergeben. Digitale Ideen die ein “ menschliches “ Auge wohl noch niemals gesehen hat. Und ein choreographierter Blickwinkel, der es erlaubt den IMAX Rahmen, nicht nur auszureizen, sondern fast zu sprengen. Der Filmliebhaber wird die einzelnen Sequenzen mit offenem Mund begegnen, und ungläubig den Kopf schütteln. Visuelle Innovationen bringt eine garantierte Faszination zu jeder Minute. AVATAR ist im technischen Bereich unerreicht. Und dieser Umstand wird sich wegen der gigantischen Budgetierung, auch länger nicht ändern.

    Leider legt der Film auch seine Schwächen dar, denn diese sind im Wesentlichen in der erzählten Geschichte verankert. James Cameron, der neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, hatte sich wohl zu sehr auf den optischen Ausdruck verlassen. Obwohl ihm die Story schon vor 15 Jahren eingefallen ist, aber er damals noch nicht die technischen Mittel für eine Umsetzung vorfand, hat er es verabsäumt am Gesamten zu feilen. Der Inhalt erinnert doch sehr an die gute aber alte Indianergeschichte, die ihr Land wegen den Weißen verteidigen mussten. Der Kampf Gut gegen Böse ist, wenngleich er mit netten Begleiterscheinungen umgarnt wird, filmisch schon zu oft auf der Leinwand erschienen.
    Ein Kritikpunkt der im Vorfeld aufgegriffen wurde, kann an dieser Stelle aus dem Weg geräumt werden. Das zu grelle Bunte, jenes in jeden Trailer zum Vorschein kommt, oder die Farbgewalt, das von Plakatwänden strotzt, stört wenn überhaupt, nur zu Beginn. Klar strahlen auf dem Planeten Pandora die Farben heller. Es gibt kaum Grautöne und kein Schwarz. Eher ein Pink, ein helles Blau, oder ein knalliges Rot lassen zunächst an einen Film aus Bollywood erinnern. Aber im Verlauf nehmen zum einen die Farben etwas ab, und zum anderen hat sich das Auge auf die “ Lichtspiele “ gewöhnt.

    Die Darsteller wie Sam Worthington ( TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG ), Sigourney Weaver ( ALIEN ), Giovanni Ribisi ( PUBLIC ENEMIES ) oder Michelle Rodriguez ( RESIDENT EVIL ) fügen sich allesamt dem Gesamtpaket. Hier besitzt keiner einen hervorragenden Charakter, sodass er extra erwähnt werden müsste. Alles, sei es die Schauspieler, der Soundtrack, das Drehbuch, oder die vielen sonstigen Elemente, die allein einen Film tragen könnten, sie alle unterwerfen sich dem Visuellen. In AVATAR wird die digitale Räumlichkeit neu definiert. Zum ersten Mal schafften es die Verantwortlichen, reale Personen mit Charakteren aus dem Computer gemeinsam zu platzieren, ohne dass der Zuseher den Effekt bemerkt. Diesmal sehe es wirklich so aus als würde man dieses ewige Hindernis besiegt haben. Erstklassige Toneffekte unterstützen jene Szenen auf ausdrückliche Weise.

    Fazit:

    AVATAR zu sehen bedeutet einen visuellen Filmgenuss par excellence erleben zu dürfen. Wäre die dazugehörige Geschichte von einem ähnlichen Niveau, dann könnte sich das Werk als einer der Besten überhaupt betiteln. Leider bleibt trotz unglaublich Gesehenen der Inhalt als leicht fahler Beigeschmack. Trotzdem muss eine unbedingte Empfehlung für einen Kinobesuch ausgesprochen werden. Denn wenn das Optische richtig funktionieren soll, dann am einfachsten in einem großen IMAX und 3D tauglichen Kinosaal.

  • Wertu
  • Story
    2,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    5,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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Aliens, Terminator 2, Titanic - James Cameron ist bekannt für seine Filme der Superlative, die bis an die Grenzen der technischen Möglichkeiten gehen. Die eben genannten Filme haben neue Maßstäbe im (Action-)Kino gesetzt und dementsprechend groß waren die Erwartungen an AVATAR, der der teuerster Film aller Zeiten werden soll (auch Terminator 2 war das seinerzeit). Und tatsächlich gelang es Cameron Bilder auf die Leinwand zu zaubern, die einem den Atem rauben...

Mein Text bezieht sich nun auf den Extended Collector's Cut. Dabei handelt es sich um die längste Fassung des Films, diese ist ca. 16 Minuten länger als die Kinofassung (es gibt auch noch eine erweiterte Kinofassung, die 8 Minuten kürzer als der Extended Cut ist).

Der Film ist bietet von Anfang an einen Augenschmaus nach dem anderen, den Blick kann man kaum einmal abwenden ohne beeindruckende Bilder zu verpassen. Schon der Anfang des Extended Cuts unterscheidet sich von der Kinofassung und zeigt, wie es zur Situation von Jake Sully eigentlich kommt. Dabei bekommt man auch einen Einblick in das Leben auf der Erde, der in der Kinofassung komplett fehlt und den ich sehr wichtig finde. Schon hier wird deutlich wo das Budget des Films liegt, denn die Effekte sind schlichtweg bdahnbrechend - egal ob in 3D oder 2D. Dabei kommt das Beste erst noch, denn landet man erst auf Pandora, dem Planeten der Navi und Schauplatz des Films, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Technik, die Landschaften, die Tiere, die Figuren (also die Navi), die Sprache - allesamt sind von Liebe zum Detail geprägt, wie man es vorher noch nie gesehen hat. Peter Jackson dürfte hier wohl seinen Hut ziehen! 15 Jahre lang habe Cameron für die Entwicklung des Films gebraucht und wenn man sich über die unzähligen Kleinigkeiten dieses 3-Stunden Epos Gedanken macht, weiß man auch warum. So liebevoll, außergewöhnlich und detailliert habe ich bisher noch nichts gesehen.

Die Effekte stehen hier meiner Meinung nach, natürlich, im Vordergrund wobei ich nicht finde, dass dadurch der Inhalt zu kurz kommt. Allerdings fällt es beim ersten Mal Sehen wirklich schwer sich nur darauf zu konzentrieren, was den beeindruckenden Effekten zu verdanken ist. Hat man die aber erstmal verdaut werden auch andere Seiten des Films sichtbar. Die Geschichte zeigt nämlich unter anderem, und das finde ich in Filmen immer klasse, die Rücksichtslosigkeit und den Egoismus von Menschen (untereinander). Dass man auch über Leichen gehen würde um ans große Geld und Erfolg zu kommen usw. - das ist für mich ein wichtiger Faktor am Film, den ich dadurch aufwerte und nicht nur auf die Effekte reduziere. Auch Cameron's übliche Mutterrolle, dieses Mal wie auch in Aliens von Sigourney Weaver verkörpert, bekommt in AVATAR ihre übliche Wichtigkeit - ein interessantes Merkmal seiner Filme, auf die unter anderem im Buch "James Cameron - Mythen, Mütter, Maschinen" eingegangen wird, das ich für Fans nur empfehlen kann!

Trotz einer Länge von beinahe 3 Stunden wird der Film keine Sekunde langweilig oder unattraktiv. Im Vergleich zur Kinofassung, die mir wirklich sehr gut gefallen hat, finde ich den Extended Cut noch um eine Ecke besser. Die zusätzlichen Szenen sind für mich absolut unverzichtbar, da sie nicht nur den Film runder wirken lassen sondern auch essentielle Informationen beinhalten, die für den Film, seinen Inhalt und die Zusammenhänge bestimmer Storyparts sehr, sehr wichtig sind. In jeder Hinsicht kann ich diesen Film, besonders im Extended Cut, empfehlen: Darsteller, Inhalt und vor allem die technische Umsetzung des Films - absolut grandios. Bahnbrechendes Effektfeuerwerk wie man es noch nie gesehen hat!

9,5/10 schwebende Berge

geschrieben am 17.08.2011 um 10:19

Wir schreiben das Jahr 2154,die Rohstoffvorkommen der Erde sind erschöpft. Die Menschen haben begonnen, in den Weiten des Alls nach Alternativen zu suchen, auf Pandora, einem erdähnlichen Mond . Der Abbau des begehrten Rohstoffs "Unobtanium" erweist sich trotz angeschlossener Militärbasis als äußerst schwierig. Pandora ist von einer für Menschen nicht atembaren Atmosphäre umgeben und zudem Lebensraum vieler gefährlicher Tiere und einer intelligenten humanoiden Spezies namens "Na’vi"!
Ein Science-Fiction-Film der besonders computeranimierten Art!Die vollständig im Computer erzeugte Welt ist voller Leben.Alles atmet, leuchtet, pulsiert und oftmals gefährliche,aber immer wunderschöne farbenprächtige Flora und Fauna lässt die Zuschauer staunen!Das bekannte Spiel"Gut gegen Böse"wirkt öfters langatmig!Die Story bringt ein starkes "deja vu" anderer ähnlichen Geschichten (z.B: Pocahontas,Der mit dem Wolf tanzt,!)rüber!

geschrieben am 31.07.2011 um 11:33

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 27 | Kritiken: 2