Inhalt: In der Hölle ist kein Platz mehr und die Toten kommen auf die Erde zurück. Die wenigen Überlebenden versuchen, sich aus den Klauen Millionen hungriger Zombies zu retten. Einer davon ist der abgeklärte Sergeant Crocket mit seiner desillusionierten Einheit. Durch Zufall erfahren sie von einer Insel vor der Küste Nordamerikas, einem angeblich sicheren Zufluchtsort. Dort angekommen stellen sie fest, dass nicht die Untoten die größte Gefahr darstellen: Eine blutige Fehde zwischen den alteingesessenen Familien O’Flynn und Muldoon macht das Leben auf der Insel unmöglich. Während die O’Flynns die auferstandenen Untoten vernichten wollen, versuchen die Muldoons die Zombies zu domestizieren. Die untoten Freunde und Verwandten werden hinter Schloss und Riegel gehalten - mit fatalen Konsequenzen.
Kritik: Ich hatte damals gehofft, daß es nach dem nur mittelmäßigen „Diary of the Dead“ wieder eine Steigerung gibt. Leider hat es George A. Romero nicht geschafft, mich mit „Survival of the Dead“ zu überzeugen. Wie schon beim Vorgänger ist die Qualität sehr schwankend, wobei es viel zu wenig positive Ausschläge gibt. Am negativsten finde ich dabei die Story, die mir persönlich überhaupt nicht gefallen hat.
Hauptdarsteller dieser Story sind zwei verfeindete Clans, die auf einer Insel leben, und auch durch die Gefahr der Zombies nicht zusammenarbeiten können/wollen. Die uralte Feindschaft der Clans wird durch den religiösen Wahn des stärkeren Clans noch verstärkt, wodurch es zum Krieg untereinander kommt. Romero versucht, wie eigentlich in jedem seiner Filme, eine große Portion Gesellschaftskritik in diese Story zu zwängen. Die vielen radikalen Glaubensgemeinschaften und Sekten in den USA geben sicherlich einiges an Stoff für eine gute Handlung her, doch leider driftet die Handlung teilweise schon in eine schlechte Komödie ab. Vor allem die beiden Clanführer werden ziemlich überzeichnet, was besonders den Clanchef Seamus Muldoon ziemlich dämlich aussehen lässt. Sein Kontrahent Patrick O'Flynn ist da schon besser getroffen, zwar auch etwas überzeichnet, jedoch wesentlich glaubwürdiger.
Bei einem Zombiefilm ist es natürlich schwer von Realitätsbezug zu reden, und man kann unmöglich vorhersagen, was religiöse Fanatiker in einer solchen Ausnahmesituation machen würden, der Umgang mit den Untoten (von den Muldoons) ist allerdings schon ziemlich unglaubwürdig.
Was mir natürlich sehr gefällt, sind die typischen Romero-Zombies. Langsam, tumb und doch mit einer gewissen Intelligenz ausgestattet. Wenn man sich alle „...of the Dead“ Teile nacheinander ansieht, kann man feststellen, daß sie (zumindest bis „Land of the Dead“) immer ein wenig intelligenter oder lernfähiger wurden. Wie ich in meiner Kritik zu „Diary of the Dead“ schon schrieb, scheint Romero mit eben erwähntem Film eine neue Reihe gestartet zu haben. In seinen Filmen gab es, bis zu „Land of the Dead“ einen gewissen roten Faden, der mit „Diary of the Dead“ unterbrochen wurde. Dieses Werk knüpft zwar nicht nahtlos an seinen Vorgänger an, jedoch kennt man die Truppe um Sergeant Crocket aus dem letzten Film, wo sie einen kurzen Auftritt hatten.
Ach ja, auch wenn mir die Zombies sehr gefallen, so finde ich die reitende Zombie-Lady selten dämlich!
In Punkto Gore wurde diesmal wieder etwas mehr draufgepackt, da war der Vorgänger ja definitiv zu harmlos. Der Härtegrad kommt aber dennoch keinesfalls an Romeros andere Werke heran. Der Hauptanteil der blutigen Szenen besteht nur aus den typischen Headshots und einigen Shootouts der verfeindeten Clans. Richtige Fresszenen oder andere derbe Einlagen gibt es leider nur recht selten, wodurch der Film keine großen Pluspunkte sammeln kann. Die Effekte kommen teilweise aus dem Computer und teilweise sind sie handgemacht. Nicht alle F/X sind wirklich gelungen, was aber nicht allzu negativ in Erscheinung tritt. Alles in allem kommt „Survival of the Dead“ auch viel zu harmlos daher, auch wenn er doch etwas härter als sein Vorgänger ist.
Auch wenn mir die Charaktere teilweise nicht gefallen, so machen die Schauspieler ihr Arbeit doch sehr gut und professionell. Man muß natürlich dazu sagen, daß eigentlich nur die beiden Clanführer einen gewissen Tiefgang haben und den Schauspielern etwas mehr abfordern als dem „Fußvolk“.
Bewertung: Zwar ist „Survival of the Dead“ nur ein mittelmäßiger Genrebeitrag, doch immerhin wird er eigentlich nie wirklich langweilig. Allerdings bin ich als Romero-Fan von seinen letzten beiden Werken doch sehr enttäuscht, da ich mir eigentlich deutlich mehr erhofft hatte!
7/10 Punkte
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