Kurzkritik:
Mit CASTRO liefert der argentinische Regisseur Alejo Moguillansky seine vierte Arbeit ab. Der 1978 in Buenos Aires geborene Filmemacher arbeitet als Dozent an der Universität del Cine. Mit CASTRO tingelt er momentan eher schlecht als recht durch kleinere Festivals.
Bei allem Respekt, den man als Kritiker jeden Filmemacher dieser Welt erbringen muss. Schließlich erfordert es eine Menge Mut, viel Engagement, und eine enorme Eigeninitiative bis ein Film, vorausgesetzt man bringt auch die finanziellen Mittel auf, realisiert werden kann. Aber möglicher Weise benötigt ein Regisseur auch ein gewisses Talent, um einen Film so zu gestalten, dass er sehbar wird. In CASTRO ist das leider nicht der Fall. Diesen Film kann der Zuseher in kein Genre stecken. Abgesehen davon kann dem Inhalt zur keiner Sekunde gefolgt werden. Unerklärliche Dinge passieren ohne Zweck. Der Protagonist im Film läuft von irgendetwas davon, und schläft im Kasten. Warum das so ist, weiß wahrscheinlich nicht Mal der “ Meister “ selbst. Und natürlich werden diese Begebenheiten / Rätsel im Film auch nicht gelüftet. Verdutzt verlässt das Publikum enttäuscht den Kinosaal. Vorbehältlich, das Sitzfleisch ist für lange 85 Minuten stark genug, um das Produkt nicht vorzeitig verlassen zu müssen.
Es macht keinen Sinn, und es gebraucht hier auch keine harten Worte, CASTRO in seine Teile zu zerlegen und endlos zu kritisieren. Diese Kritik könnte durchaus gestreckt werden, um eine übliche Stellungnahme mit gewohnter Länge hinzubekommen. Aber was nützt es auf ein Werk und dessen Regisseur zu trampeln, der wahrscheinlich nur das Beste wollte. Und vermutlich für das Produkt sogar sein Herzblut steckte. Für den guten Willen gibt es auch in der Bewertung einen gut gemeinten halben Punkt mehr, als der Film realistisch gesehen verdient.
Kommentare
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