Accident

  • Informationen zum Film
  • Accident

  • Originaltitel:
    Yi ngoi
    Genre:
    Thriller
    Produktionsland:
    Hong Kong
    Produktionsjahr:
    2009
  • Inhalt

  • Sie sind Berufsmörder und ein Auftrag wird stets ausgeführt. Aber nicht mit einem Gewehr samt Zielfernrohr ausgestattet, und aus 100 Meter Entfernung zwischen die Augen gezielt. Ihre Instruktionen werden subtiler behandelt, denn sie sollen wie Unfälle aussehen. Daher sind die Pläne, die sie rund um die eigentliche Tötung schmieden umfangreicher, als die Exekution selbst. Um diese Direktiven auch in die Tat umzusetzen bedarf es kreativer Köpfe. Einer davon ist “ The Brain “, und als Anführer hat er auch die Aufgabe, auf jedes noch so kleine Detail zu achten. Schon das kleinste Missgeschick kann ungeheure Konsequenzen mit sich ziehen. Daher ist er im Laufe der Jahre mehr als nur vorsichtig geworden. Hinter jeder Ecke könnte theoretisch das Gesetz, ein Familienmitglied eines Opfers, oder gar eine “ Konkurrenzfirma “ lauern, die The Brain und seine Mitstreiter aus dem Gewerbe schieben wollen. Daher hat der umsichtige Killer eine Art Paranoia aufgebaut. Als direkt nach einem erfolgreichen Arbeitstag ein Unglück passiert, in dem ein Mitarbeiter seiner Belegschaft auf tragische Weise getötet wird, kann das für The Brain nur eines bedeuten. Irgendjemand will es ihm in der selben Weise, wie er bei seinen Aufträgen vorgeht, zurückzahlen. Ein unglücklicher Unfall ist für ihn ausgeschlossen.

  • Filmkritik

  • Genrefilme dieser Art besitzen im asiatischen Raum eine lange Tradition. Wenn sich zwei Branchen erfahrene Menschen zusammensetzen, um ein Projekt zu realisieren, könnte dies interessant werden. Johnnie To, der bislang weit über 100 Filme produziert oder inszeniert hat, tritt in YI NGOI ( ACCIDENT ) als Geldgeber auf. Den Part für die Regie übernimmt Pou - Soi Cheang, der schon mit mehreren Filmen in Erscheinung trat. Sein bekanntestes Werk GWAI MUK ( THE MONSTER ) wurde 2006 bei der ViENNALE gezeigt.

    YI NGOI beginnt wie ein Thriller mit einer unüblichen Geschichte beginnen muss. Exakte und optisch anziehende Kameraeinstellungen führen den Betrachter in den Film ein, und sorgen für eine sofortige Akzeptanz. Der Soundtrack lässt die Spannung wirken, und die zahlreichen Zeitlupenaufnahmen, stets an den richtigen Stellen platziert, lassen ein prickelndes Gefühl zu. Vor allem die Unfälle sind voller kreativen Ideen. Dass auch ein genretypisches Tempo vorhanden ist, kann den Produzenten Johnnie To zugeschrieben werden. Vor allem er ist es, der mit seinen zahlreichen Hongkong Knaller immer wieder für Action sorgt.

    Regisseur Pou - Soi Cheang ist von einem anderen Schlag. Seine Filmographie verweist eher auf Werke, die andere Genrerichtungen inkludieren. Das Psychodrama ist eines von seine beliebten Themen. So kommt es dass in YI NGOI beide Richtungen einfließen. Während die erste Hälfte von temporeichen, und energiegeladenen Elementen nur so strotz, verliert er im Anschluss enorm an Geschwindigkeit. Hier wird das Drama sichtbar, jenes vom Filmemacher unterstützt wird. Abgesehen davon dass beide Sektoren ihre Reize besitzen, ist diese Rhythmusänderung für den Film nicht gut.

    Der Zuseher hat sich innerhalb der ersten 45 Minuten eingelebt. Er fühlt sich wohl, und wäre nicht abgeneigt, YI NGOI in diesem Stil weiterzuverfolgen. Jedoch ist es die enorme Verlangsamung die ihn verunsichert, die ihn verwirrt. Es gebraucht viel Zeit um sich an den Umbruch zu gewöhnen. Zudem passen diese zwei Hälften nicht wirklich zusammen. Der Film wird im Gesamten leider nicht mehr zu dem, was er in der ersten Dreiviertelstunde versprochen hat.

    Was bleibt ist eine kleine Enttäuschung, wenngleich wir hier von keinem schlechten Film sprechen. Die Stilisierung ist mit der Geschwindigkeit ja nicht flöten gegangen, die Optik bleibt über die gesamte Lauflänge sehenswert. Der Schnitt, und vor allem das eingesetzte Licht / Schatten Verhältnis ist absolut von professioneller Natur. Die bereits erwähnten Zeitlupenaufnahmen sind immer richtig postiert, und die Darsteller zeigen durchaus ihre Fähigkeiten. Es ist leider nur der rapide Umbruch in der Mitte des Films, und die anschließende, teilweise zu langsame Handhabe des Regisseurs, die den positiven Eindruck schmälert.

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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