The Messenger

  • Informationen zum Film
  • The Messenger

  • Originaltitel:
    The Messenger
    Genre:
    Romanze, Drama, Krieg
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Deutschland:
    03.06.2010
    Kinostart USA:
    13.11.2009
    Verleiher Deutschland:
    Central Filmverleih
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Oren Moverman
    Drehbuch:
    Oren Moverman, Alessandro Camon
    Musik:
    Nathan Larson
    Darsteller:
    Woody Harrelson, Ben Foster, Jena Malone, Stevie Ray Dallimore, Steve Buscemi, Samantha Morton, Merritt Wever, Brendan Sexton III, Marceline Hugot, Kevin Hagan, Eamonn Walker, Angel Caban, Peter Friedman, Halley Feiffer, Michael Chernus, Yaya DaCosta, Portia, Jeremy Strong, Fiona Dourif, Lisa Joyce, Peter Francis James, Paul Diomede, Jahmir Duran-Abreau, Gaius Charles, Brian Adam DeJesus, T.J. Allen, Lindsay Michelle Nader, Carl Anthony Payne II, Francis A. Adams, J. Salome Martinez
  • Inhalt

  • Will Montgomery ( Ben Foster ) wurde während eines Einsatzes im Irak am Auge schwer verletzt. Kaum genesen muss er für seine letzten Monate im Dienst wieder an die vorderste Front. Doch er soll nicht mehr zurück an alte Wirkungsstätte, sondern wird in das Casualty Notification Office beordert. Diese Abteilung ist dazu da, die Angehörigen gefallener Soldaten aufzusuchen, um sie mit der Schreckensnachricht zu konfrontieren. Will wird ein Mann zur Seite gestellt, der seit Jahren in Überbringen dieser Nachrichten erprobt ist. Anthony Stone ( Woody Harrelson ) weist ihn in das neue Arbeitsgebiet ein. Gefühlsregungen seien ausdrücklich verboten. Mitgefühl oder gar Berührungen aller Art werden strickt untersagt. Respekt ist das einzige, dass gezollt werden darf. Das geht solange gut, bis eines Tages Olivia Pitterson ( Samantha Morton ), die eine Mitteilung über den Tod ihres Mannes erhalten wird, in Wills Leben tritt. Diese stolze aber zerbrechliche junge Frau reagiert etwas seltsam, als sie vom Ableben des Gatten erfährt. Betont unterkühlt und leicht abwesend nimmt sie diese Nachricht auf. Sie bedankt sich hastig und gebraucht ihren Sohn als Ausrede um die Überbringer los zu werden. Will geht Olivia nicht mehr aus dem Kopf. Von nun an verbringt er seine Freizeit um nächtens vor ihrem Haus zu stehen, oder sie in der Mall zu beobachten. Irgendetwas ist in Olivia, dass Will nicht mehr loslässt …

  • Filmkritik

  • Ob es für THE MESSENGER von Vorteil oder von Nachteil war, dass der vorgesehene Regisseur Ben Affleck kurzfristig absagte, lässt sich gegenwärtig nicht mehr beantworten. Immerhin war seine letzte Regiearbeit zu GONE BABY GONE von höchster Qualität. Aber nachdem sich Ben dem nächsten Projekt widmet und nun eine Novelle von Chuck Hogan mit dem Titel THE TOWN inszeniert, galt es für den hier zu beschreibenden Film einen geeigneten Filmemacher zu finden. Das Budget für diese Produktion ist überschaubar und Regisseure, die für wenig Geld arbeiten, sind rar. So gingen die Verantwortlichen ein Wagnis ein und engagierten einen völlig unbekannten Mann, der bislang nur als Drehbuchautor aufgefallen ist. Oren Moverman, der für die Geschichte zu THE MESSENGER verantwortlich zeichnet, wurde für sein Drehbuch zu I`M NOT THERE bekannt, und seitdem auch geachtet. Sein Stellenwert kletterte steil nach oben, sodass die Produzenten aus der Not eine Tugend machten, und Oren auch als Regisseur engagierten.

    Nur stellenweise sieht der Zuseher Oren Movermans Unsicherheit an, und bemerkt seine Unerfahrenheit. Denn an ganz wenigen Stellen, zumeist am Ende längerer Sequenzen, kann das hohe Niveau nicht ganz gehalten werden. Dann wünschte man sich, dass ein Routinier das Zepter schwingt, um dieses enorme Level zu bestätigen. Aber zum grüßten Teil ist die abgelieferte Arbeit, und schließlich muss der Betrachter sich mit dem Gegebenen abfinden, als qualitativ wertvoll zu bezeichnen. Beginnend mit der beeindruckenden Geschichte, über die solide Regie eines Erstlingswerkes, bis hin zu den grandios besetzten Schauspieler, bietet THE MESSENGÈR dem Cineasten alles, um dafür ein Kinoticket zu lösen. Auch im Bereich “ Gefühle “ lässt sich das Werk nicht bitten. Von dramatischen Sequenzen, die zumeist in den direkten Begegnungen mit den Angehörigen zu finden sind, bis zur Komödie, ist jede Sinnesempfindung vorhanden.

    Zunächst hatte Woody Harrelson für die Rolle des Will Montgomery vorgesprochen. Aber schon bald wurde festgestellt, dass er die ideale Besetzung für den, immer an die Regel haltenden, aber in der Freizeit des Öfteren ausrastenden Soldaten Anthony Stone ist. Woody nimmt man den zu spielenden Charakter in jeder Sekunde ab. Der Zuseher erkennt augenblicklich den enormen Ausdruck des achtundvierzigjährigen Texaners. Ben Foster gilt in Fachkreisen als der aufstrebende Darsteller der Gegenwart. Schon in ALPHA DOG, 3:10 TO YUMA, oder 30 DAYS OF NIGHT beweist er seine unglaubliche Präsenz vor der Kamera. Auch in THE MESSENGER ist sein Charisma spürbar. Sie beide sind mit der Fähigkeit behaftet den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen, und sie während der gesamten Lauflänge von 105 Minuten nicht mehr los zu lassen.

    Fazit:

    THE MESSENGER darf als Drama, als Kriegsfilm, und ein wenig als Komödie durchgehen. Wahrscheinlich ist das 2009 entstandene Werk als, zugegeben subtiler, aber mit Sicherheit kritischer Antikriegsfilm zu verstehen. Die in der Ruhe liegenden Kraft zu finden, und sie 100 % zu übermitteln, das versteht dieser Film am besten.

  • Kurz Kritik
  • Story
    4,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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