Adventureland

  • Informationen zum Film
  • Adventureland

  • Originaltitel:
    Adventureland
    Genre:
    Komödie, Romanze, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    29.10.2009
    Kinostart Deutschland:
    30.07.2009
    Kinostart USA:
    03.04.2009
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Greg Mottola
    Drehbuch:
    Bill Hader, Greg Mottola
    Musik:
    Yo La Tengo
    Darsteller:
    Kevin Breznahan, Russell Steinberg, Kristen Stewart, Ryan Reynolds, Barret Hackney, Wendie Malick, Jesse Eisenberg, Jack Gilpin, Martin Starr, Kristen Wiig, Margarita Levieva, Michael Zegen, Kelsey Ford, Ryan McFarland, Matt Bush, Todd Cioppa, Stephen Mast, Adam Kroloff, Marc Grapey, Paige Howard, Dan Bittner, Moe Slinger, Jesse Slinger, Jack Baldwin, Kimisha Renee Davis, Andrew Ransom, Joe Sanderson, Cliff Chien, Rob Orr, Bill Hader
  • Inhalt
  • Um sich sein Studium auf der renommierten Columbia University in Washington leisten zu können, muss sich James im Sommer nach dem Schulabschluss einen Job suchen. Blöd nur, dass seine Berufspraxis eher klein ist. Beim Rummelplatz "Adventureland" tut sich aber dann doch eine Tür für ihn auf. Der Job ist monoton und schlecht bezahlt, lediglich die etwas rebellische Em sorgt für einen Lichtblick ...
  • Filmkritik
  • Greg Mottola steht auf die Jugend. Schon in "Superbad" beleuchtet er das eigenartige und gewisserweise frustrierende Leben zweier Schüler, die im Jugendjargon gut gerne als Freaks durchgehen.Seth Rogen spendierte der eigentlich schnöden Handlung (zwei Jungs wollen endlich mal Sex) derbe Dialoge, die Superbad zu einem amüsanten, frischen Teeniefilm machten. Zwei Jahre später kommt Mottola mit ADVENTURELAND in die Kinos beziehungsweise zur ViENNALE 09. Diesmal jedoch schrieb der Filmemacher das Drehbuch selbst. Die Unterschiede sind eklatant. Nicht nur hebt Mottola seine Handlung auf die nächste (logische Ebene), aus einer Highschool-Komödie wird ein Coming-Of-Age Film, der den Sommer zwischen Schule und Uni beleuchtet, doch wer ein Gag-Feuerwerk erwartet ist hier an der falschen Adresse. Nicht weiter schlimm, weiß dochADVENTURELAND auf seine eigene Art und Weise zu überzeugen.

    Da wäre beispielsweise der Cast rund um die aufstrebenden Jungschauspieler Jesse Eisenberg (ZOMBIELAND) und Kristen Stewart (TWILIGHT), die komplettiert durch Kristen Wiig (ALL INCLUSIVE), Bill Hader (SATURDAY NIGHT LIVE) und Ryan Reynolds (BLADE: TRINITY) ein gutes Gespann abgeben. "Loser" Eisenberg, Rebellin Stewart, Schönling Reynolds und das verrückte Parkbesitzer-Ehepaar Hader und Wiig, all das sind Charaktere, die deutlich mehr Tiefe haben, als man nach den ersten Minuten des Films zu sehen glaubt. Mottola's zweitem Drehbuch jedoch gleich gute Qualität zu bescheinigen wäre des Lobes zuviel. Die Geschichte ist altbekannt und mal mit mehr, mal mit weniger Niveau dutzendfach auf Leinwand gebannt worden: Ein Verlierer-Typ, der eigentlich viel in der Birne hat und auch charakterlich ein klasse Junge ist, verliebt sich in ein schönes Mädchen, das zu Beginn des Films klar außer Reichweite ist. Den Rest kann man sich denken. Wohlgleich man sich schon relativ rasch ein Bild vom Ende des Films machen kann, vermag esADVENTURELAND die platte Grundstruktur geschickt zu kaschieren. Neben den Darstellern ist es vor allem das Setting, das zu überzeugen weiß. Öde, wenig fordernde Arbeit in einemVergnügungspark: Ringelspiele starten, Plüschtiere vergeben, sich mit Prolls abärgern und die immer wiederkehrende Vergnügungsparkmusik (Falco - Rock Me Amadeus; Jesus Fucking Christ! They play this song like 20 times a day! ) machen das Leben der Mitarbeiter schwer. Hader und Wiig wissen jedoch regelmäßig mit komplett überdrehten Aktionen die Stimmung aufzulockern.

    Die liebevolle Erzählweise, mehr oder minder unverbrauchte Gesichter und im Besonderen der 80er-Jahre-Soundtrack von Judas Priest über den genialen Lou Reed bishin zu The Cure erhöhen den Filmgenuss noch einmal um eine Stufe und lassen rasch vergessen, dass die Geschichte nichts Besonderes ist. Mottola, der sich beim Schreiben des Skripts an seinen eigenen Sommer nach der Schule erinnerte, macht diese Komödie damit nicht nur sympathisch, sondern auch zu einer Ode an die unbeschwerten, schlecht bezahlten Sommerjobs, 80er-Musik und das Erwachsen werden. Ganz ohne Übertreibung und Kitsch.ADVENTURELAND ist schönes, leichtes Kino und Fans der Achtziger und von authentischen Coming-Of-Age Filmen uneingeschränkt zu empfehlen.
  • Wertu
  • Story
    3,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Ld_Jackpot

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