Bruce Wayne, Sohn reicher Eltern, ekelt sich vor Fledermäuse. Während einer Theatervorstellung muss er den Saal verlassen weil er sich vor den Kostümen fürchtet. Seit er damals in einen Brunnen gefallen und sich mit einer Menge von den Tierchen konfrontiert sah, suchen ihm gelegentliche Alpträume und Panikattacken heim. Seine Eltern zeigen Verständnis und verlassen mit ihm die Vorstellung. Auf dem Nachhauseweg wird die Familie Wayne überfallen und beraubt. Als sich der Vater zu wehren versucht und sich vor die Mutter stellt, erschießt der Räuber die Eltern vor den Augen des Jungen. Ein Ereignis das Bruce sein ganzes Leben lang prägen wird.
Nach Jahren, und weiter traumatisiert, verlässt der erwachsene Bruce Wayne ( Christian Bale ) Gotham City um seine Bestimmung zu suchen. Nach langem sinnlosen Herumirren trifft er auf den geheimnisvollen Ducard ( Liam Neeson ) der ihm hilft seine Ängste unter Kontrolle zu bringen. Er schickt Bruce in eine Klosterschule in der er die Kampfeskunst erlernt. So kann er sein Gelübde, das er sich einst schwur, einhalten. Kampf gegen das Böse, Kampf für die Gerechtigkeit. Das Böse mit dem Bösem besiegen.
Vom Dach der Welt in seinem Nabel “ Gotham City “ zurückgekehrt, stellt Bruce Wayne fest das Korruption stand der Dinge ist. Eine Stadt die von bösen Menschen beherrscht und von Abschaum terrorisiert wird. Doch es benötigt noch ein wenig Zeit und etliche Helfer, bis wieder Gerechtigkeit und Frieden nach Gotham City einziehen kann. Und vor allem Einen; Batman...
INTRODUCTION
Tim Burton, der Schöpfer der ersten beiden Teile vermittelte uns eine düstere Atmosphäre. Batmans Charakter blieb zwiespältig. Batman als Film machte den Comics alle Ehre. Batman Forever und Batman und Robin, die nachfolgenden Teile, waren das absolute Gegenteil. Sie waren schnell, schrill und bunt. Joel Schumacher erschuf Batman als Witzfigur. Und auch die Hauptdarsteller George Clooney und Val Kilmer konnten dem ersten Batman, Michael Keaton kaum das Wasser reichen. Um Tim Burtons Qualität gerecht zu werden, übernahm Christopher Nolan das Zepter für Batman Begins. Christopher will mit dem Charakter wieder zurück zu seinem Ursprung. Das Geheimnisvolle rund um die Person Bruce Wayne soll der Zentralpunkt des Films sein. Der Charakter soll Gut und Böse in sich bergen und nicht zum Kitsch avancieren.
Der 1970 in London geborene individuelle Regisseur Christopher Nolan begeisterte sein Publikum bislang mit Filmen wie “ The Following “ ( 1998 ) , “ MEMENTO “ ( 2000 ) und “ Insomnia “ ( 2002 ). “ Batman Begins “ ( 2005 ) ist der nun vierte Spielfilm des farbenblinden Regisseurs. In einem Interview bestätigte Christopher das er sich vor den Dreharbeiten den Film Blade Runner ansah und sich vornahm, die gleiche Qualität erreichen zu wollen. Als ein “ Danke Schön “ an Blade Runner wurde für Batman, Rutger Hauer als Richard Earle engagiert.
BATMAN BEGINS
Bruce Wayne ist eine irdische verletzbare Person. Und Christopher Nolans primäres Anliegen war diese innere Zerrissenheit mit samt seinen Rachegelüsten dem Publikum zu zeigen. Dazu braucht er keinen spezifischen Gegner. Bruce Wayne ist der Hauptcharakter dieses Teiles. Und dieser neue Batman erstrahlt in tiefem Schwarz ! Christian Bale verkörpert seine Rolle eindrucksvoll düster, so das man ohne weiteres von der besten Darstellung einer Fledermaus sprechen kann. Auch die weiteren Stars des Films boten eine solide Performance. Sei es Liam Neeson, Gary Oldman, Michael Caine oder Morgan Freeman. Allesamt passten sich der Vorgaben exakt an und erzielen mit ihren teilweise zurückhaltenden Auftreten ein beeindruckenden Ergebnis. Hier ist kein Platz für Selbstdarstellungen a la Jim Carrey oder Arnold Schwarzenegger.
Wie schon Tim Burton inszeniert Christopher Nolan ein dunkles Gotham City in dem die Farben braun, grau und Schwarz regieren. Stimmungsvolle jedoch farbenleere Aufnahmen untermalen dieses unfreundliche Szenario. Hände weg vom bunten Kitsch der beiden Vorgänger. Hier kommt wieder Seriosität zum tragen und diese wird bis zum Ende konsequent verfolgt. Einen Vergleich Burton vs. Nolan ist kaum realisierbar, denn die stilistischen Richtungen Beider bewegen sich konträr. Beide Regisseure schaffen auf ihre Art eine sagenhafte Magie, das Endergebnis; ein Unentschieden.
BALANCE FOR JUSTICE
Batman Begins kommt aus dem tiefsten Ich der Person Bruce Wayne und ist daher der bislang reinste und ehrlichste Film dieser Reihe. Batman Begins stellt einen Neubeginn der Kultfigur dar. Sie ist wieder seriös, zerrissener und böser geworden. Dieser Teil schafft es möglicher Weise seine beiden Vorgänger in die Verbannung zu schicken und vor allem schafft er es Batman und Robin und Batman Forever vergessen zu machen. Batman jetzt auch für Erwachsene...
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