The Life and Death of Peter Sellers

  • Informationen zum Film
  • The Life and Death of Peter Sellers

  • Originaltitel:
    The Life and Death of Peter Sellers
    Genre:
    Drama, Biographie
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    10.06.2005
    Kinostart Deutschland:
    28.04.2005
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Stephen Hopkins
    Drehbuch:
    Roger Lewis, Christopher Markus, Stephen McFeely
    Musik:
    Richard Hartley
    Darsteller:
    Sam Dastor, Stanley Tucci, Emily Watson, Joseph Long, Geoffrey Rush, Mackenzie Crook, Nigel Havers, Charlize Theron, Miriam Margolyes, Edward Tudor-Pole, John Lithgow, Peter Vaughan, Heidi Klum, Lucy Punch, Sonia Aquino, James Bentley, Stephen Fry, Henry Goodman, Alison Steadman, Peter Gevisser, David Robb, Steve Pemberton, George Cicco, Eliza Darby, Lance Ellington, Nick Maloney, Jane Milligan, Bob Sherman, Mona Hammond, Alan Williams
  • Inhalt
  • Der Film basiert auf der in Buchform erschienenen Biographie von Roger Lewis. Er beschreibt den Aufstieg des Schauspielers Peter Sellers von Comedy Shows im Radio zum internationalen Kinostar, der mit seiner Darstellung des vertrottelten Inspector Clouseau in den "Pink Panther" Filmen berühmt wurde und die Lachmuskeln seines Publikums gehörig strapazierte. THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS blickt hinter die Kulisse welche Peter Sellers zur Schau stellte und portraitiert einen Mann, der sich selbst als Summe seiner Filmfiguren sieht und dessen Egozentrik primär aus dem Verlust seines Egos erwächst.
  • Filmkritik
  • Best Sellers -----
    Für seine Darstellung des Peter Sellers wurde der Schauspieler Geoffrey Rush mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Völlig zurecht übrigens, das ist nach Ansicht des Films evident. Er bringt in der Figur Peter Sellers sowohl den schrägen und verspielten Humor zum Ausdruck, funktioniert aber ebenso gut in den ernsthaften Szenen des Films. Überhaupt sind die Schauspieler(innen) das primäre Highlight des Films. Geoffrey Rush ist in Höchstform, John Lithgow (RAISING CAIN) als Blake Edwards ist einfach köstlich, Charlize Theron (MONSTER) immer noch sehenswert und Emily Watson (BREAKING THE WAVES) ist ohnehin immer großartig. Die Regie von Stephen Hopkins (UNDER SUSPICION, 24) ist sehr einfallsreich und sichtlich darum bemüht, den Film mit inszenatorischen Gimmicks aufzumotzen. Das gelingt zwar vielfach, ebenso oft schlägt er damit aber gehörig über die Stränge. Oftmals wenden sich Filmfiguren zum Publikum, sprechen direkt in die Kamera und erklären sich und den Film. Eine eher problematische Inszenierung, die selten wirklich gut funktioniert. Dennoch ist die Idee, dass Geoffrey Rush die Rollen dieser Figuren spielt (wie zum Beispiel jene seiner Mutter) ganz interessant. Dadurch transportiert der Regisseur die Idee, dass sich Peter Sellers die Aussagen und Meinungen dieser Personen zurechtbiegt, wie er es möchte. THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS ist letztendlich etwas inkonsistent. Hopkins versucht immerzu den Film zwischen schrulliger Komik, knallbunten Kitsch, inhaltlichen Tiefgang und melancholischer Ernsthaftigkeit auszupendeln. Das sind zwar alles sehr gute Ansätze, er bringt sie letztendlich aber nicht wirklich unter einen Hut. Somit pendelt der Film in vielen Einzelszenen zwischen diesen Richtungen, so wie die Launen der Hauptfigur.

    Film im Film -----
    Für Peter Sellers Fans sind die Film-im-Film Szenarien sicher ein gefundenes und sehr unterhaltsames Fressen. Wenn Geoffrey Rush in die Rolle des Dr. Seltsam schlüpft und Regisseur Hopkins eine Szene aus Stanley Kubricks satirischen Filmklassiker (DR. STRANGELOVE: OR HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB, 1964) Einstellung für Einstellung nachinszeniert kann man sich eines nostalgischen Lächelns kaum erwehren. Und wenn Sellers - immer noch im Dr. Seltsam Kostüm - seiner Mutter begegnet und sie mit dem bizarr, skurillen Gehabe seiner Filmfigur verstört, dann kann ein Schmunzeln schon zum Lachanfall werden. Allerdings nur bis zum Ende der Szene, denn seine Mutter fährt mit gekränkter Mine nach Hause und auf die Frage: "How is your son?" kann sie nur antworten: "I did not see him." In solchen Szenen schafft es der Film durchaus, innerhalb von Sekunden von einer grotesken Comedy zum ernsthaften Drama zu schwenken. Natürlich zeigt THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS auch viele Szenen rund um die Inspector Clouseau Filme, Sellers wohl bekannteste Filmrolle zu der er ein höchst zwiespältiges Verhältnis, fast schon eine Haß-Liebe, entwickelte. Einerseits machte ihn die Rolle zum Star, andererseits fühlte sich Sellers durch die mindere Qualität der vielen Sequels abgestossen. Ein Zwiespalt dem er erst mit der Realisierung seines langjährigen Wunschprojektes, dem Film BEING THERE (1979) entkommen konnte.

    Sellers Oddity -----
    THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS wurde mit dem Golden Globe für den besten TV-Film ausgezeichnet. Obwohl das Biopic manchmal zum kunterbunten Fleckerlteppich abgleitet, vermag der Film durchaus ein kausales Bild seiner Hauptfigur zu vermitteln. Selbst wenn die Inszenierung in Summe nicht immer ganz stimmig erscheint, man könnte auch argumentieren, dass diese Tatsache wohl bestens zur Hauptfigur passt. So gesehen ist diese schrullige Tour de Force vielleicht treffender als es zunächst den Anschein hat. Wie auch immer, für Peter Sellers Fans ist der Film ohnehin Pflichtprogramm und für alle Anderen wird's wohl ein eher zwiespältiges Kinoerlebnis werden. Angesichts des Themas ist das aber durchaus in Ordnung so.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    eXistenZ

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