´

The Life and Death of Peter Sellers

  • Informationen zum Film
  • The Life and Death of Peter Sellers

  • Originaltitel:
    The Life and Death of Peter Sellers
    Genre:
    Biographie, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    10.06.2005
    Kinostart Deutschland:
    28.04.2005
  • Inhalt
  • Der Film basiert auf der in Buchform erschienenen Biographie von Roger Lewis. Er beschreibt den Aufstieg des Schauspielers Peter Sellers von Comedy Shows im Radio zum internationalen Kinostar, der mit seiner Darstellung des vertrottelten Inspector Clouseau in den "Pink Panther" Filmen berühmt wurde und die Lachmuskeln seines Publikums gehörig strapazierte. THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS blickt hinter die Kulisse welche Peter Sellers zur Schau stellte und portraitiert einen Mann, der sich selbst als Summe seiner Filmfiguren sieht und dessen Egozentrik primär aus dem Verlust seines Egos erwächst.
  • Filmkritik
  • Best Sellers -----
    Für seine Darstellung des Peter Sellers wurde der Schauspieler Geoffrey Rush mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Völlig zurecht übrigens, das ist nach Ansicht des Films evident. Er bringt in der Figur Peter Sellers sowohl den schrägen und verspielten Humor zum Ausdruck, funktioniert aber ebenso gut in den ernsthaften Szenen des Films. Überhaupt sind die Schauspieler(innen) das primäre Highlight des Films. Geoffrey Rush ist in Höchstform, John Lithgow (RAISING CAIN) als Blake Edwards ist einfach köstlich, Charlize Theron (MONSTER) immer noch sehenswert und Emily Watson (BREAKING THE WAVES) ist ohnehin immer großartig. Die Regie von Stephen Hopkins (UNDER SUSPICION, 24) ist sehr einfallsreich und sichtlich darum bemüht, den Film mit inszenatorischen Gimmicks aufzumotzen. Das gelingt zwar vielfach, ebenso oft schlägt er damit aber gehörig über die Stränge. Oftmals wenden sich Filmfiguren zum Publikum, sprechen direkt in die Kamera und erklären sich und den Film. Eine eher problematische Inszenierung, die selten wirklich gut funktioniert. Dennoch ist die Idee, dass Geoffrey Rush die Rollen dieser Figuren spielt (wie zum Beispiel jene seiner Mutter) ganz interessant. Dadurch transportiert der Regisseur die Idee, dass sich Peter Sellers die Aussagen und Meinungen dieser Personen zurechtbiegt, wie er es möchte. THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS ist letztendlich etwas inkonsistent. Hopkins versucht immerzu den Film zwischen schrulliger Komik, knallbunten Kitsch, inhaltlichen Tiefgang und melancholischer Ernsthaftigkeit auszupendeln. Das sind zwar alles sehr gute Ansätze, er bringt sie letztendlich aber nicht wirklich unter einen Hut. Somit pendelt der Film in vielen Einzelszenen zwischen diesen Richtungen, so wie die Launen der Hauptfigur.

    Film im Film -----
    Für Peter Sellers Fans sind die Film-im-Film Szenarien sicher ein gefundenes und sehr unterhaltsames Fressen. Wenn Geoffrey Rush in die Rolle des Dr. Seltsam schlüpft und Regisseur Hopkins eine Szene aus Stanley Kubricks satirischen Filmklassiker (DR. STRANGELOVE: OR HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB, 1964) Einstellung für Einstellung nachinszeniert kann man sich eines nostalgischen Lächelns kaum erwehren. Und wenn Sellers - immer noch im Dr. Seltsam Kostüm - seiner Mutter begegnet und sie mit dem bizarr, skurillen Gehabe seiner Filmfigur verstört, dann kann ein Schmunzeln schon zum Lachanfall werden. Allerdings nur bis zum Ende der Szene, denn seine Mutter fährt mit gekränkter Mine nach Hause und auf die Frage: "How is your son?" kann sie nur antworten: "I did not see him." In solchen Szenen schafft es der Film durchaus, innerhalb von Sekunden von einer grotesken Comedy zum ernsthaften Drama zu schwenken. Natürlich zeigt THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS auch viele Szenen rund um die Inspector Clouseau Filme, Sellers wohl bekannteste Filmrolle zu der er ein höchst zwiespältiges Verhältnis, fast schon eine Haß-Liebe, entwickelte. Einerseits machte ihn die Rolle zum Star, andererseits fühlte sich Sellers durch die mindere Qualität der vielen Sequels abgestossen. Ein Zwiespalt dem er erst mit der Realisierung seines langjährigen Wunschprojektes, dem Film BEING THERE (1979) entkommen konnte.

    Sellers Oddity -----
    THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS wurde mit dem Golden Globe für den besten TV-Film ausgezeichnet. Obwohl das Biopic manchmal zum kunterbunten Fleckerlteppich abgleitet, vermag der Film durchaus ein kausales Bild seiner Hauptfigur zu vermitteln. Selbst wenn die Inszenierung in Summe nicht immer ganz stimmig erscheint, man könnte auch argumentieren, dass diese Tatsache wohl bestens zur Hauptfigur passt. So gesehen ist diese schrullige Tour de Force vielleicht treffender als es zunächst den Anschein hat. Wie auch immer, für Peter Sellers Fans ist der Film ohnehin Pflichtprogramm und für alle Anderen wird's wohl ein eher zwiespältiges Kinoerlebnis werden. Angesichts des Themas ist das aber durchaus in Ordnung so.
  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Bestellen bei:
    Jetzt auf Amazon bestellen

Komentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Userkritiken

Userkritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 0/10 | Wertungen: 0 | Kritiken: 0