Mit Dark Castle Entertainment wurde ein Label für Horrorfans geschaffen. Ghostship, 13 Ghosts, Gothica und House on Haunted Hill waren die bisherigen Filme. Nun kommt als fünfte Produktion House of Wax in die Kinos. Und Dieser ist ein wenig anders gestrickt als seine Vorgänger. House of Wax nimmt sich mehr Zeit für seine Charaktere. Was gut für die Geschichte muss aber zwangsläufig nicht gut für den Film sein. Zu lange beobachtet der Zuseher pubertäres Verhalten der Protagonisten. Selbstinszenierungen und Selbstgefilmtes verbrauchen die meiste Zeit der ersten Stunde. Es wird geliebt, geknutscht und gestritten. Bis letztendlich durch geschehenes enorme Fahrt aufgenommen wird und der Film interessant und sehenswert wird. Als man die Stadt zum ersten Mal sieht kommt so etwas wie Spannung in den Film und diese Location kann sich wirklich sehen lassen. Eine Straße mit kleinen Häusern die nicht leer aber leblos erscheinen. Am Ende der Straße befindet sich eine Kirche und etwas höher im Dorf, ein Wachfigurenkabinett. Das Kabinett in dem nicht nur die “ Bewohner “ aus Wachs sind, nein das ganze Haus ist von der gleichen Konsistenz. Warner Brothers hat sich mächtig ins Zeug gelegt und es wurden mehr als 20 Tonnen davon verwendet. Nicht nur die Protagonisten auch ganze Häuser wurden von diesem Wachs überschüttet.
Der Mittelteil dieser Produktion kann man getrost als das Highlight empfinden. Denn hier wird das geboten das sich ein Liebhaber dieses Genres erwartet. Eine interessante Geschichte die sich auch fortbewegt. Spannung die zuletzt auf die Idee der Bösen zu führen ist. Obwohl die Geschichte und Beweggründe nicht neu sind, kann diese Idee wie das Böse eingesetzt wird, als innovativ bezeichnet werden. Die Songs sind präzise und immer dann gespielt, wenn der “ Schlachter zur Blutbank “ bittet. Der Soundtrack bietet Stars wie Marilyn Manson, Prodigy oder den Deftones auf. Die Art des Tötens erinnert an die Slasherfilme der frühen 80er Jahre. Große Scheren a la “ The Burning “ werden ebenso verwendet wie Michael Myers Messer in “ Halloween “. Ein Holzpflock spielt ebenfalls eine tragende Rolle und ist für ein spezielles Opfer gedacht. Diesen Satz und den davor kann man sich als Insider durch den Kopf gehen lassen...
Die Darsteller stellen nur den Rahmen dieses Projektes dar. Sie sind ohne Ausnahme nicht wichtig genug um sie im speziellen oder einzeln erwähnen zu müssen. Jeder wandert am Grad des Durchschnittlichen umher. Sie sind auch nur Opfer und für hier ist die Tragweite ihres Könnens nicht von Belangen.
Der Schlussteil ist, und das ohne Spoilern zu müssen, misslungen. Der Effekt, etwas weniger tut es auch, wäre an dieser Stelle angebracht. Es wird noch eines draufgesetzt wenn schon Schluss sein sollte und es muss noch etwas explodieren was nicht mehr zu explodieren braucht. Der Kampf um Gut und Böse wird endlos in die Länge gezerrt und die Spannung, die bis dahin durchaus vorhanden war, verliert sich in Desinteresse. Der Schlussgag könnte wesentlich besser eingesetzt werden und ist genau deshalb sinnlos.
Fazit:
Etwas zu lange 113 Minuten, der Beginn und das Ende sind eher schlecht als recht. Der Mittelteil ist sicher das Herzstück dieses Filmes und deshalb empfehlenswert. Die Morde wecken Erinnerungen an den früheren FSK 18 Werken.
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