G.I. JOE war nie ein Thema mit dem ich mich beschäftigt habe, als ich aber von er Planung dieses Films und dem Ausmaß der Produktion gehört habe hat der Film meine Aufmerksamkeit gewonnen. Da ich mir ein Actionfeuerwerk erwartete musste ich den Film natürlich im Kino sehen, wo meine Erwartungen zwar erfüllt wurden, ich aber trotzdem enttäuscht war. Nun hab ich den Film bereits zum 4. Mal gesehen...
Der Film beginnt mit einer Sequenz, die Geschehnisse zeigt die sich vor einigen Jahrhunderten abgespielt haben und somit ein Grundbaustein der Story sein soll. Diese Einleitung habe ich aber schon nach wenigen Minuten vergessen und auch nach dem Film muss ich sagen, dass sie für mich total bedeutungslos ist - hätte man sich auch sparen können. Kurz darauf steigt man aber in einer "nicht allzu fernen Zukunft" mitten in der Action ein. Schon hier wird klar, dass der Film sich doch Anleihen des SciFi-Genres bedient und somit einige Effekte recht realitätsfern sind. Das stört allerdings nicht, denn die sehen einfach einmalig und ganz besonders aus. Es gibt in den gut 110 Minuten aber nich nur verdammt attraktive Action zu bestaunen, auch gibt es kaum einen längeren Part der ohne sie auskommt. So atemberaubend die CGIs zwar sein mögen, so verwunderlich ist es, dass der ein oder andere Effekt doch eher schwach aussieht und eindeutig als solcher festzumachen ist. Bei einem größeren Budget wie es z.B. Michael Bay's Transformers hat (ca. $170 Mio.) dürfte man eigentlich saubere Arbeit vom Effektstudio erwarten. Trotzdem muss gesagt werden, dass die schöne Inszenierung und die guten Effekte deutlich dominieren und die etwas rückständigen Effekte klar in der Unterzahl sind und kaum stören.
Die Darsteller sind durch die Bank in Ordnung, auch wenn ich zu keinem von ihnen einen Bezug herstellen konnte. Von Channing Tatum bin ich sowieso kein Fan und auch Sienna Miller kann mich hier nicht überzeugen, fallen aber auch nicht neativ auf. Marlon Wayans gibt hier einen klischeebehafteten Quotenschwarzen wie ich es selten gesehen habe, was aber nicht zu bemängeln ist denn zugegeben, seine Sprüche wirken kaum lächerlich sondern zünden sogar. Die anderen mehr oder weniger wichtigen Haupt- & Nebenrollen wurden mit bekannten Namen ausgestattet: unter anderem sind darin Dennis Quaid, Jonathan Pryce, Joseph Gordon-Levitt, Brendan Fraser und Arnold Vosloo zu sehen.
Man könnte meinen, dass bei so einem Film die Geschichte auf der Strecke bleibt, was ich sogar verkraften könnte da es fast ununterbrochen kracht. Das trifft allerdings nicht zu, sodass die zahlreichen Charaktere wirklich ausgefüllt wirken. Auch ein kleiner Twist gegen Ende zeigt, dass der Film nicht nur wahllos eine Actionsequenz an die nächste reiht, sondern dass auch auf den Inhalt nicht vergessen wurde. Natürlich haut das Drehbuch niemanden vom Hocker, aber das hat man schon deutlich schlechter gesehen. Die ein oder andere Schwäche im Drehbuch kann man daher auch verzeihen:
Beispielsweise wird versucht die Zerstörung des Eiffelturms zu verhindern, vernichtet dabei aber selbst halb Paris.
Das Gesamtpaket stimmt einfach! Die Effekte sind bis auf wenige Ausnahmen einfach grandios, die Story absolut befriedigend und sogar die Sprüche sind nicht nur erträglich, sondern sogar gut getimt. Am wichtigsten ist aber: Ich hab mir den Film nun schon 4 Mal angesehen und jedes Mal konnte er mich richtig gut unterhalten!
8/10 Nanomites
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