“ Die schönsten Geschichten schreibt das Leben “.
Zach Braff hat etwas geschafft von dem Regisseure ein Leben lang träumen. Eine Geschichte mit Herz mit einem Stil der Kultstatus verspricht. Eine Story so originell, das nur das wahre Leben verbirgt. Eine Geschichte mit Kuriosum die ohne weiteres rein Autobiographisch sein könnte. Die Jugend ist vorbei, man steht mitten im Leben. Die einen ziehen weg um größeres zu schaffen. Die Anderen kommen nie raus aus dem Kaff in dem sie geboren wurden. Sie bleiben in ihrem alten Leben. Sie werden Cops, Totengräber, Kellner. Sie sind erst Mitte zwanzig, jedoch ohne Zukunft.
Mit dieser Perspektive spielt Garden State. Sie vermittelt den Dagebliebenen keineswegs die Rolle des Verlierers, jedoch Zurückkommende werden gefeiert und für etwas besseres gehalten. Die haben es in deren Augen geschafft. Und diese Ansicht teilt auch unser Protagonist. Mit Zynismus begegnet er ehemaligen Freunde, mit Gleichgültigkeit bestraft er sie. Bis er eines Tages Sam begegnet, die seine Seele berührt. Garden State versteht auf wundervolle Weise eine Symbiose zwischen den einzelnen Charakteren zu schaffen und, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein können, auf wundersamer Weise zueinander finden zu lassen.
Die Geschichte lässt viel Spielraum die einzelnen Personen unter die Lupe zu nehmen. Sei es der Erfinder des geräuschlosen Klettverschluss der nichts mit der Situation als Neureicher anfangen kann. Das gekaufte Haus erscheint groß und kalt, die Möbel dazu zu erstehen schafft er nicht. Der Totengräber, der gleichzeitig die Leichen bestiehlt und dennoch so etwas wie Würde besitzt. Der Kellner mit Ritterrüstung der Stolz ist diese Rüstung tragen zu dürfen. Da haben wir noch Sam, die Lügnerin. Die Unaufrichtigkeiten passieren einfach. Manchmal hört sich Sam beim reden zu und kann dabei nicht verhindern die Unwahrheiten zu unterdrücken.
Es sind die einfachen Erzählungen die faszinieren. Geschichten die nah an unserer Realität liegen. Und diese Gefühle wurden von dem Regisseur Zach Braff auf großartige Weise festgehalten. Einfache Personen mit ihren Träumen, mit ihren Abgründen, mit ihrer Wärme. Sie alle befinden sich in diesem Abgrund und befassen sich mit dem Gedanken sich zu befreien. Jeder auf seiner Weise versucht wieder Fuß zu fassen und mit dem nicht so einfachen Leben fertig zu werden. Ein einfaches Rausschreien ( siehe Poster ) alleine ist zu wenig.
Garden State ist ein Film der sich zwischen einer Independent und einer Hollywood Produktion bewegt. Die Musik ist genau gewählt, jeder Song passt exakt in das Geschehen. Größen wie Coldplay oder Simon and Garfunkel sind auf dem genialen Soundtrack zu hören. Der Soundtrack ist übrigens Gewinner eines Grammy Awards.
Fazit:
Garden State beeindruckt durch seine Intensität, seiner Wärme und seinem Gefühl. Garden State besitzt ihre einfache Erzählung. Eine Geschichte in der man sich geborgen fühlt und für 109 Minuten die Eigene vergisst.
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