An sich liebe ich asiatische Kampfsportfilme, aber für mich haben in diesen Produktionen weder Drahtseile noch Computereffekte etwas verloren. Als einziger „Drahtseilakt“ bisher hat mir der Director’s Cut von „Hero“ gefallen, dieser bot wirklich opulente Optik. „Kung Fu Hustle“ hingegen ist kein Farben- und Bilderrausch sondern einfach ein „normaler“ Kampfsportfilm, in dem diese völlig deplazierten Elemente zuhauf verwendet werden.
Auch der durch Jackie Chan etablierten Martial Arts Slapstick bin ich nicht abgeneigt, Regisseur Steven Chow schafft es allerdings auch, diese sowohl durch die sehr abgedrehten Dialoge als auch durch die extremen Charaktere maßlos zu übertreiben und seinem Film somit jegliche Glaubwürdigkeit zu rauben - und genau mit dieser können beispielsweise Jackie Chans frühere Meisterwerke extrem punkten.
Dennoch sind einige Szenen was die Komik betrifft wunderbar. Als Beispiel kann man den Schlangenbiss bzw. die Messerszene nennen. Leider sind diese wirklich auf den Punkt gebrachten Pointen viel zu selten im Film untergebracht worden.
Chows Choreografien sind ohne Zweifel sehr gut, verlieren aber durch die eingestreuten und leider sehr billig wirkenden Effekte und Animationen wie beispielsweise die Plattfüße am Ende des Films oder die Kampfszene mit dem „großen Meisterkiller“ völlig an Atmosphäre.
Ich muss daher leider zugeben, schon nach der 10. Minute das Ende von „Kung Fu Hustle“ herbeigesehnt zu haben. Von vielen verschiedenen Seiten wurde der Film in höchsten Tönen gelobt und mir empfohlen – leider konnte er diesen Erwartungen keinesfalls standhalten. Der Film präsentiert sich eher als ein gekünstelt auf „kultig witzig“ getrimmter Durchschnittsactioner mit viel zu vielen viel zu billigen Special Effects.
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