Die abenteuerlichen Nachtdienste im Naturkundemuseum hat Larry Daley ( Ben Stiller ) hinter sich gebracht. Denn mittlerweile ist er zum angesehenen Manager in der Werbeindustrie avanciert. Zeit um seine alten Freunde im Museum zu besuchen, findet Larry kaum noch. Als er endlich, nach einigen Monaten, wieder an alter Wirkungsstätte eintrifft, findet er nur noch Verpackungsmaterial vor. Sorgenvoll wird umgehend beim Verwalter McPhee ( Ricky Gervais ) nachgefragt. Doch der bestätigt seinen Verdacht. Die geliebten Ausstellungsstücke müssen weichen, und werden durch moderne virtuelle Hologramme ersetzt. Alle überflüssigen Exponate kommen ins Lager des weltweit größten Museums; in das Smithsonian nach Washington. Gerade als Larry die erste Trauer überwunden hat, bekommt er einen dringlichen Anruf. Cowboy Jedediah Smith ( Owen Wilson ) berichtet aufgebracht, dass die Tafel des Akhmenrah mit verschickt wurde, und nun das gesamte Museumsarchiv Nachts zum Leben erweckt wird. Ohne groß darüber nachzudenken macht sich der Ex Security auf dem Weg, um jenes dort vorherrschende Chaos, in relativ geregelte Bahnen zu lenken.
Nachdem Regisseur Shawn Levy in den 90ern seinem Lebensstandart mit zahlreichen TV Serien über Wasser hielt, wurde ihm 2002 ein Angebot gemacht, dass er nicht abschlagen konnte. LÜGEN HABEN KURZE BEINE mit Paul Giamatti, wurde zwar keine Sensationsarbeit, trotzdem konnte man schon damals seine Affinität zur Comedy erkennen. Nur ein Jahr später erfolgt mit VOLL VERHEIRATET ( Ashton Kutcher ) wieder eine Komödie, die qualitativ in die selbe Kerbe schlägt. Noch im gleichen Jahr entstand IM DUTZEND BILLIGER ( Steve Martin ), der auch aus finanzieller Hinsicht als ein uneingeschränkter Erfolg gilt. 2006 inszenierte der Filmemacher das Remake zu DER ROSAROTE PANTHER.
Wenn man sich die Filmographie aller Shawn Levy Werke ansieht, muss festgestellt werden, dass sämtliche bislang gedrehten Filme als kurzweilig und witzig gelten, und einen gewissen Unterhaltungswert beinhalten. Daher wagt Shawn einen Schritt weiter zu gehen und versucht sich bei NACHTS IM MUSEUM ( 2006 ) auch als Produzent. Und dieser Schachzug erwies sich als ein absolut genialer, denn spielt diese abenteuerliche Komödie weltweit fast 575 Millionen Dollar ein. Daher ist es kaum verwunderlich dass eine Fortsetzung folgen musste, die es nun im Jahre 2009 zu bestaunen gibt.
Fortsetzungen dieser Art besitzen ein generelles Problem. Alles was im Original noch so als herrlich neu anzusehen war, gilt hier in der Fortführung nur noch als alt backen. Das Gefühl alles schon gesehen zu haben und daher die Welt im Film nicht mehr für sich entdecken zu können, beschleicht einem unentwegt. Daher versuchen die Verantwortlichen dieses Problem zu umschiffen, in dem viele neue ehemalige Berühmtheiten zum Leben erweckt werden. Außerdem übersiedelt der Tross ins Smithsonian, das größte Museumsarchiv der Welt, um aus dem vollem schöpfen zu können. Schafft es dieses Produkt zwar nicht mehr einen innovativen Eindruck entstehen zu lassen, so kann NACHTS IM MUSEUM 2 eben wegen der umfangreichen Neuerungen, und der Vielzahl an frischen Figuren funktionieren. Dass dabei die Personen nur noch am Rande charakterisiert werden, und deswegen ungenau gezeichnet sind, stört nur peripher. Denn der “ turbulente “ Handlungsverlauf lässt eine seriösere Beschreibung gar nicht zu.
Die zahlreichen CGI Effekte gelten allesamt als Höhepunkt dieser Produktion. War es im ersten Teil ein Dinosaurierskelett, das dem Rest die Show stahl, so kann man dies in der Fortsetzung einer Riesenkrake zuordnen, die unbedingt geduscht werden will. Fast sind es zu viele Möglichkeiten die Shawn Levy zur Verfügung stehen, sodass er zwar einiges verwendet, sich aber sichtlich kaum entscheiden kann, was er alles einbauen will. So kommen die Protagonisten des Originals eben wegen der vielen Richtungen, die der Filmemacher einschlägt, etwas zu kurz. Robin Williams, Owen Wilson oder Steeve Coogan sind diesmal nur noch am Rande sichtbar. Mehr Aufmerksamkeit wird neben dem Hauptdarsteller Ben Stiller, vor allem Amy Adams gewidmet, die Amelia Earhart verkörpert. Außerdem sind neuerdings Christopher Guest als Ivan der Schreckliche, Alain Chabat als Napoleon Bonaparte, Bill Hader als General Custer, und viele mehr zu sehen. Weitere Figuren aus der Geschichte oder des Films sind Al Capone, Attila der Hunnenkönig oder Darth Vader.
NIGHT AT THE MUSEUM: BATTLE OF THE SMITHSONIAN, so im englischen Original, kann nicht mehr ganz mit dem ersten Teil mithalten. Von einer missglückten Fortsetzung kann jedoch nicht die Rede sein. Der Funfaktor ist durchaus gegeben, und Langeweile kommt in dieser Produktion nicht vor. Dem Besucher werden so viele “ Sehenswürdigkeiten “ vor Augen geführt, sodass ein Interesse immer bestehen bleibt. Schauspielerische Fähigkeiten, sowie vielschichtige Handlungsebenen sind nicht vordergründig gefragt. Vielmehr wird der Spaß, und vor allem die großartigen CGI`s in den Vordergrund gerückt.
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