Tage des Zorns

  • Informationen zum Film
  • Tage des Zorns

  • Originaltitel:
    Flammen & Citronen
    Genre:
    Drama, Thriller, Krieg, Geschichte
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Tschechische Republik
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Deutschland:
    28.08.2008
    Verleiher Deutschland:
    NFP
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ole Christian Madsen
    Drehbuch:
    Lars Andersen, Ole Christian Madsen
    Musik:
    Karsten Fundal
    Darsteller:
    Christian Berkel, Hanns Zischler, Peter Mygind, Mads Mikkelsen, Jesper Christensen, Karel Dobrý, Rasmus Botoft, Thure Lindhardt, Mille Lehfeldt, Stine Stengade, Hans Henrik Clemensen, Thomas Voss, Lærke Winther Andersen, Jaques Lauritsen, Flemming Enevold, Claus Riis Østergaard, Lars Mikkelsen, Peter Plaugborg, Martin Hestbæk, Martin Greis, René Hansen, Jeppe Vig Find, Jesper Aron Kaplan, Rasmus Bjerg, Charlote Rathnow, Henrik Jandorf, Mads M. Nielsen, Malene Schwartz, Tina Robinsson Simonsen
  • Inhalt

  • 1944; Dänemark ist seit mittlerweile vier Jahren von den Nazis besetzt. Die Einwohner haben sich mit der bestehenden Situation abgefunden und kooperieren so gut es eben geht. Nur eine kleine aber feine Gruppe widersetzt sich den deutschen Besatzern. Darunter ist Flame, eine unerschrockene und gnadenlose Person. Als Auftragskiller eliminiert er seine eigenen Landsleute, die enger mit den Nazis zusammenarbeiten. Ihm zur Seite steht Citron, der aber mehr oder weniger als Handlager und Fahrer agiert. Noch niemals hat er eine Waffe gegen einen Menschen erhoben, geschweige jemanden getötet. Die Befehle bekommen sie von Winthur, der wiederum von den Engländern die Aufträge zur Ermordung der Landesverräter erhält. Flame wird mit Fortdauer immer ungeduldiger, schließlich will er sich nicht ewig mit den kleinen Fischen beschäftigen müssen. Er verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Citron, auch an andere Kaliber, wie zum Beispiel den deutschen Oberbefehlshaber Hoffmann, zu dürfen. Die Liquidierung einer solchen Person könnte die Situation im eigenen Land verändern, und nur das kann Flames oberste Priorität sein. Jedoch beschränken sich vorerst die Tätigkeiten der beiden Protagonisten auf unwichtigere Landsleute. Langsam steigert sich bei Flame der Verdacht das Winthur die Aufträge nach persönlichen Vorteilen vergibt, und die Opfer gar nicht von den britischen Truppen gefordert wurden. Immer mehr zweifelt das Duo an der Glaubhaftigkeit des eigenen Befehlgebers, und beginnen ihrerseits mit den Recherchen. Gerade jetzt kommt die Erlaubnis Subjekte deutscher Nationalität zu ermorden …


  • Filmkritik

  • Der 1966 in Dänemark geborene Filmemacher Ole Christian Madsen verweist in TAGE DES ZORNS auf eine wahre Geschichte. Es handelt sich dabei um eine Begebenheit die in unseren Gefilden bislang nicht sonderlich bekannt war. Wir kennen jedes Puzzleteil aus der österreichischen oder deutschen Sichtweise. Oles Perspektive jedoch ist eine gänzlich andere. Er beleuchtet die Situation im Norden Europas während des zweiten Weltkrieges. FLAMMEN UND CITRONEN, so der Originaltitel, ist zweifellos ein schonungsloses Werk mit Anspruch geworden. Trotz der Länge von 133 Minuten wird dem Zuseher zu keiner Zeit langweilig. Der Film lässt sich zu Beginn zwar ein wenig Zeit um seine Charaktere in das passende Licht zu stellen. Als der Zuseher die beiden Protagonisten trotz ihrer zu spielenden Profession ins Herz geschlossen hat, nimmt die Geschichte fahrt auf und hält diese konsequenterweise bis zum Finale. Obwohl Ole Christian Madsen noch ein relativ unbekannter Regisseur ist, und wir sein Talent nur aus den zu besprechenden Film kennen, sieht man doch recht deutlich aus welcher Ecke er stammt. In einem Land aus dem Koryphäen wie Lars von Trier, Susanne Bier oder ein Thomas Vinterberg stammen, eignet man sich scheinbar von selbst deren Vorzüge an. Ohne Frage besitzt jedes Land seine Qualitäten. Jedoch ist Dänemark mit Sicherheit jenes europäische Land das prozentuell die höchste Klasse besitzt.

    Als Zugpferd für die Produktion wurde das dänische Aushängeschild Mads Mikkelsen engagiert. Der 1965 in Kopenhagen geborene Schauspieler faszinierte durch seine Ausstrahlung bereits in Filmen wie ADAMS ÄPFEL ( 2005 ), NACH DER HOCHZEIT ( 2006 ), und zuletzt in James Bond CASINO ROYALE ( 2006 ), in dem er brillant den Bösewicht Le Chiffre mimt. Gespannt dürfen wir nun nach TAGE DES ZORNS auf den deutstämmigen Mystery Thriller DIE TÜR warten, der im August 2009 in den Kinos startet. Neben Mads wird in dem kommenden Projekt Heike Makatsch und Jessica Schwarz zu sehen sein.

    Fazit:

    TAGE DES ZORNS ist ein realitätsnahes und schonungsloses Werk geworden. Es ist nicht klar ersichtlich wie weit sich die “ wahren Begebenheiten “ tatsächlich abgespielt haben. Es spielt beim Sehen auch keine Rolle. Vielmehr ist es wesentlich bedeutender, das TAGE DES ZORNS eindringlich verspürt, und als Echt wahrgenommen wird.


  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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