“ Katch`em “
Obwohl es diese Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, 1979 schon einmal auf der Leinwand zu sehen war, hatte ich nie das Gefühl ein Remake zu sehen. Das ergibt die Tatsache das ich mich auf das Original nur mehr minimal erinnern kann. Außerdem wirkt The Amityville Horror stiltechnisch eher wie ein 70er Jahre Film und nicht wie ein Remake aus dem dritten Jahrtausend. Die Locations, die Autos, die Kleidung, ja sogar der Bartwuchs und Haarschnitt war Lupenrein auf die 70 er Jahre zugeschnitten. Selbst das technische “ Know how “ von heute wurde der damaligen Zeit angepasst.
“ Kill`em “
Das Anfangs idyllische Amityville wird mit Vordauer zum Ort des Schreckens. Regisseur Andrew Douglas versteht in perfekter Bildsprache eine scheinbar glückliche Familie in sich zu zerreißen. Die Schauspieler, speziell Ryan Reynolds, agiert gekonnt vom treuen liebvollen Familienvater zum besessenen Mörder a la Shining. Glaubhaft verkörpert er die Wandlung vom sanften Liebhaber zum Tyrann.
Die schlampenhafte Darstellung des Kindermädchens erinnern sehr stark an die Charakter der Genre Filme Halloween und A Nightmare on Elm Street. Auch die restliche Crew bietet eine solide Leistung. Angefangen mit den Kindern, die allesamt eine gute Performance abgeben bis zur Mutter ( Melissa George ), der die Angst förmlich in den Augen steht.
“ House don`t kill People, people kill people “
Einige Sequenzen erinnern an den Stanley Kubrick Film Shining. Die Autofahrt zu Beginn auf der Landstraße zum Haus. Mann mit Axt, Mann dreht durch und “ Redrum “ seine Familie... Ob diese Szenen gewollt, oder sich die Ähnlichkeiten nur per Zufall ergaben, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall bieten diese und auch der Rest des Filmes jede menge Atmosphäre. Der Film beinhaltet auch Szenen, die einem in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel als die junge Tochter scheinbar in Trance auf dem höchsten Punkt des Daches steht und wegfliegen möchte. Ihre tote Freundin meint, so käme sie schnellstens zu ihren echten Daddy der im Himmel wohnt. Oder als der Vater nach seinem Boot sieht und den roten Ballon entdeckt. Man wird von der elektrisierenden Stimmung förmlich angesteckt.
Noch dazu ist The Amityville Horror ein geradlinig inszenierter Horror Schocker der nicht, wie die meisten seiner Remakevorgänger, mit Blut spart. Ein Kinobesuch sei an dieser Stelle dem Genrepublikum wärmstens empfohlen !
Fazit:
28 Tage für die Lutz Familie, 90 Minuten purer Horror für uns.
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