Kritik: Auf Watchmen war ich schon lange gespannt, zumal ich Zack Synder's Filme bisher immer gut fand. Und das erste Drittel war auch wirklich vielversprechend: Viel Action, gute Kameraeffekte, coole Charaktere. Jedoch fand ich das zweite Drittel sehr schwach, vor allem die nähere Beleuchtung von Nite Owl, Laurie Jupiter und Dr. Manhatten fand ich nervig, da jeder einzelne schon nichtssagend war (in meinen Augen), aber dann auch noch zusammen. Ich hab selten langeweiligere Szenen in Superheldenfilmen gesehen. Lediglich die Vorgeschichte von Dr. Manhatten war sehr interessant, ansonsten war das zweite Drittel eher ermüdend für mich. Naja und das Ende war dann auch nur noch unterer Durschnitt. Das einzige was die letzten zwei Drittel gerettet hat, waren die Szenen mit Rorschach. Er und der Comedian waren sowieso die besten Charaktere. Auch gut gemacht fand ich die Aufmachung der 30er Jahre Superheldenszenen. Wenig gelungen fand ich die pseudo-witzigen Auflockerungen in diesem sonst eher düster gehaltenen Film, mehr Konsequenz hätte hier gut getan. Das ist alles meine Meinung und bevor mich hier die Fans auseinanderreißen: Ich kenne weder den Comic, noch habe ich einen persönlichen Bezug zu diesem. Es ist nur die reine Bewertung eines eigenständigen Films.
Fazit: Was stark angefangen hat, konnte mich letztendens nicht überzeugen. Auf jeden Fall sehenswert, aber einmal reicht dann auch.
6/10
Story:
Die USA. Ein paar empörte Polizisten ziehen sich Masken über und vollstrecken dort, wo die Strahlen des Gesetzes ihre Schatten werfen. Diese Maskierten nennen sich Minutemen, kämpfen gegen das Verbrechen, beeinflussen den zweiten Weltkrieg und sterben im Verlauf der Zeit oder gehen in Pension.
Doch ihre Rolle wird übernommen von einer neuen Generation, die weiterhin für Recht und Ordnung kämpft, bis sie von Präsident Nixon verboten werden, der sich bereits in seiner dritten Amtsperiode befindet.
Soviel zum Setting, um dass sich dann eine Rahmenhandlung bildet, die vom Mord an einem ehemaligen Watchman handelt.
Rorschach, ein Mann dessen Gesicht in ein Tuch mit sich verändernden Rorschach-Flecken gehüllt ist, nimmt trotz Nixons Heldenverbot die Untersuchung an dem Fall auf sich.
Diese Rahmenhandlung bildet aber wirklich nur den äußersten Rahmen, der Großteil des Films zeigt in Rückblenden wie die einzelnen Watchmen zu dem wurden, was sie sind, bzw. vor dem Verbot gewesen sind. Das führt zu einem Hollywood untypischen Film, der sich extrem viel Zeit für die ausführliche Entwicklung der Charaktere lässt, vermutlich sogar mehr als jede andere Comicverfilmung und es der eigentlichen Handlung dadurch an vermeintlicher Zug-Kraft mangelt.
Selbstverständlich überschneiden sich die Leben der Watchmen teilweise, aber es gibt auch Beziehungen zu der Vorgängergeneration.
Der kühle Rorschach versucht noch die anderen ehemaligen Watchmen zu warnen, dass es möglicherweise weitere Tote unter ihnen geben wird, stoßt mit seiner nahezu paranoiden Theorie zunächst aber nur auf Ablehnung, bis ein weiterer Anschlag geschieht.
Über den ganzen Schicksalen der verschiedenen Charaktere schwebt wie ein Damokles-Schwert zudem der drohende Atomkrieg, zu dem sich der kalte Krieg jederzeit entwickeln könnte und nur einer, nämlich Dr. Manhatten, der einzige Watchman mit richtigen Superkräften könnte versuchen die Katastrophe aufzuhalten, aber der hängt düsteren Gedanken nach...
Fazit:
Watchmen dauert lange und entwickelt sich verhältnismäßig sehr langsam, Watchmen ist kein Actionreißer, wie man es von Comicverfilmungen gewohnt ist und bietet einen äußerst komplexen Hintergrund, sowohl auf realer als auch auf fiktiver Ebene.
Auch gibt es Elemente, die mich nach dem ersten mal schauen sehr iritiert haben. Deshalb rate ich unbedingt zur Lektüre des Comics, vor oder nach dem Film, da man sich über weite Strecken recht genau am Comic orientiert hat. (Was ich bei einer Comicverfilmung unglaublich schätze!)
Stilistisch entführt uns Zack Snyder wiedereinmal in eine andere Welt, der düstere, bläulich violette Look überzeugt völlig und auch die aus Sparta bekannten Zeitraffer-Zeitlupe Spielereien fügen sich nahtlos und optisch brilliant in das Gesammtbild ein. Unterstützt wird das ganze von einem sehr gut getroffenem Soundtrack, der immer wieder mit Hitklassikern wie "All Along the Watchtower" oder "Hallelujah" aufwartet.
Zuletzt muss noch die grandiose Opening-Sequenz erwähnt werden, die wohl besten Titlecredits überhaupt.
Watchmen ist gegen die Erwartungen kein Blockbuster geworden, dafür gefilmte Kunst auf höchstem Niveau.
(Natürlich subjektiv gesprochen...)... und dafür gibts von mir eine Platzierung in meinen Top10 und:
10/10
New York 1985, ein Alter Superheld wird Ermordet. Doch wieso wurde er Ermordet? Dies Versucht Rorschach heraus zu finden. Doch auf seiner Suche nach den Tätern. Stößt er immer wieder auf Hindernisse und hat es vielleicht ein Killer auf die Ehemaligen Superhelden abgesehen. Seit Präsident Nixon diese Verboten hat. Einst warn die „Watchmen“ gefeierte helden. Doch die Welt steht kurz vor einem Atomkrieg. Die einzige Chance ist Dr. Manhattan, ein Mensch der zu einem Übernatürlichen Wesen mutiert ist. Gott gleich, die Einzige Chance auf rettung. Doch er sieht keinen Sinn, er versteht die Menschen nicht mehr, hat die Menschlichkeit verlernt…
Die Handlung von „Watchmen“ ist so Komplex das die Wiedergabe alleine schon gut über eine Seite füllen würde. Es ist auch schwer sie beim Ersten Mal komplett zu erfassen, weil man dort von den Bildern die man sieht einfach fasziniert ist. Die Bilder haben eine Extreme Wirkung. Zack Synder hat schon bei „300“ gezeigt das er versucht die Comicvorlage getreu umzusetzen. Doch bei „Watchmen“ gelingt Ihn das noch besser. So sehen wir Bilder und Szenen, als ob sie einem Comic entsprungen sind und nun in Bewegte Bilder umgewandelt worden sind.
So hat der Film mit einer Länge von 2 ½ Stunden eigentlich auch kaum einen durch Hänger. Da aber die Geschichte und die Erzählstruktur manchmal nicht Linear verläuft und zwischen den Zeiten Hin und Her springt. Kann man schnell den Faden verlieren. Auch ist alles sehr Komplex.
Fangen wir aber einfach vorne an. Der Film zeigt uns eine Alternative Realität. Es gibt Superhelden, die USA haben dankt Dr. Manhattan den Vietnamkrieg gewonnen und Nixon ist zum 3. mal Präsident geworden. Dazu die Bedrohung durch einen Atomkrieg. Alan Moore hat hier in seinem Comic eine Düstere Welt geschaffen. Düstere als die Echte schon war. Dazu kommen Superhelden, die keine Mehr sein wollen oder keine mehr sein Dürfen. Es gibt keinen Strahlenden Helden. Alle haben irgendwo Probleme. Dazu kommt in der Eröffnungsszene eine Montage aus Weltbekannten Bildern, die uns zeigen wie die Welt bei „Watchmen“ entstanden ist. Unterlegt mit dem Song „The Times They Are A-Changin’“ von Bob Dylan. Der einfach passender hätte nicht sein können.
Im Verlaufe der Zeit tauchen immer wieder Songs auf, die Manchmal auf den 1. Blick nicht passen, wie „99 Luftballons“ von Nena, doch achtet man auf den Text merkt man, das diese wohl doch etwas mit der Szene zu tun haben.
Wenn im Finale dann „All Along the Watchtower“ von Jimi Hendrix ertönt, dieser Song wurde Bob Dylan geschrieben. Wird klar, das hier nun Anfang und Ende zusammen kommen. Das Finale ist Komplex, dazu kommt das es eigentlich so Unerwartet, anders ist, als man denken könnte. Es aber die Kompromisslose weiter Führung von der Handlung.
Rein Optisch ist „Watchmen“ ein Meisterwerk, die perfekte Einsetzung von Zeitlupen, die Bilder Fast anhalten, das es so Wirkt wie ein Comicbild, ist wie schon erwähnt aus „300“ ja schon bekannt. Doch bei wurde hier noch verfeinert. Dazu kommen, unglaubliche Spezialeffekte. Wenn Dr. Manhattan zum Beispiel ein Panzer in Einzelteile verwandelt und zu einem Klumpen Metall wieder zusammen fügt, sieht das einfach Unglaublich aus. Dazu kommt der Einsatz der Actionszenen. Auch wenn diese nicht oft vorkommen haben sie eine Extreme Wirkung. Keine Kompromisse, Es gibt so einige Blutige szenen. Das Blut spritzt in Mengen in so Mancher Szene. Doch auf die Länge des Films ist das eigentlich nichts. Dennoch haben diese Szene eine Wirkung und bleiben im Gedächtnis.
„Watchmen“ist kein Einfacher Film und wurde ja von Mainstream Publikum auch nicht so Gut aufgenommen. Dennoch ist es ein Klasse Film. Den man gesehen haben sollte.
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