Madagascar 2

  • Informationen zum Film
  • Madagascar 2

  • Originaltitel:
    Madagascar: Escape 2 Africa
    Genre:
    Komödie, Action, Zeichentrick, Abenteuer, Familie
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    05.12.2008
    Kinostart Deutschland:
    04.12.2008
    Kinostart USA:
    07.11.2008
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Eric Darnell, Tom McGrath
    Drehbuch:
    Etan Cohen, Eric Darnell, Tom McGrath
    Musik:
    Hans Zimmer
    Darsteller:
    Cedric the Entertainer, Ben Stiller, Jada Pinkett Smith, David Soren, Phil LaMarr, Bernie Mac, Fred Tatasciore, Chris Rock, Alec Baldwin, Conrad Vernon, Chris Miller, Christopher Knights, Elisa Gabrielli, Andy Richter, David Schwimmer, Sacha Baron Cohen, Tom McGrath, Eric Darnell, Al Roker, Sherri Shepherd, Willow Smith, Zachary Gordon, Stephen Kearin, Will i Am, Quinn Dempsey Stiller, Declan Swift, Thomas Stanley, Meredith Vieira, Lesley Stahl, Dan O'Connor
  • Inhalt
  • Es ist beschlossene Sache. Die vier New Yorker-Tiere wollen nach ihrem kurzen Urlaub in Madagaskar aufbrechen, um wieder in die Heimat zurückzukehren. Mithilfe der wackligen Pinguinairline der vier verrückten Vögel landen der übermütige Löwe Alex, das überdrehte Zebra Marty, die neurotische Giraffe Melman und die voluminöse Nilpferddame Gloria sicher in einer brachialen Bruchlandung. Doch als sie aussteigen bemerken sie gleich: Das ist nicht der Central Park. Sie befinden sich im wilden Afrika und schlittern von einer Katastrophe in die nächste …
  • Filmkritik
  • „I like to move it.“ Wenn dieses kultige Lied ertönt, weiß ein jeder im Auditorium Sitzender, dass er in der Fortsetzung zu dem Animationsfilmkassenschlager Madagascar sitzt. Dass die Zivilisationsausbrecher in ihrem ersten Abenteuer den bis vor kurzem zweitgrößten Betrag für DreamWorks nach den großen Shrek-Filmen einspielten, war Grund genug den verrückten Stadtneurotikern eine Fortsetzung zu schenken.

    Der erste Teil der Madagascar-Reihe kann man mit einem Wort zusammenfassen: Chaotisch. Kaum ein anderer Animationsfilm hat versucht, nur seine Gags auf das Publikum wirken zu lassen und den Sinn einer vernünftigen Erzählstruktur vollkommen außen vor zu lassen. Dies war der größte Nachtteil des ersten Parts – jedoch hat dies größtenteils nur die Kritikerwelt wahrgenommen, während sich die restliche Zuschauerschaft fröhlich den skurrilen Ideen der Pinguine & Co. hingaben. Die Schöpfer von Madagascar: Escape 2 Africa, wie der Film im englischen Original heißt, haben dies scheinbar dennoch relativ ähnlich gesehen und geschwind ihr Autorenquartett des Vorgängers nur mit dem Autoren„neuling“ Etan Cohen ersetzt, der mit dem spaßigen und grotesken Tropic Thunder vor kurzem erst seinen ersten großen Hit im Kino hatte. Seit Mitte der 90er schreibt Cohen größtenteils für verschiedene Fernsehserien und sammelte erst in den letzten Jahren Erfahrungen bei großen Filmproduktionen. Doch, wie schlug sich der Animationsfilmdebütant? Ja, Cohen hat den nicht vorhandenen Handlungsbogen aus dem Vorgänger übertreffen können. Aber nein, Cohen erreicht nicht die Qualität anderer Animationsfilmproduktionen. In diesen wenigen Monaten, in den Pixar sowohl mit dem liebenswerten WALL-E als auch mit dem dramatisch hochwertigen Ratatouille wahrlich grandiose Erzählallegorien vorlagen, hob die Konkurrenz die Messlatte einfach deutlich in die Höhe. Der Drehbuchautor versucht das Manko der nicht existenten Handlung von Madagascar in der Fortsetzung mit einer Überkompensation zu verdecken. Madagascar: Escape 2 Africa begeht einfach einen folgenschweren Fehler: Mit dem Gedanken, jedem der Charaktere (bis hin zu den Pinguinen) einen gewissen eigenen Handlungsbogen zu geben, läuft das Produktionsteam einfach knallhart gegen die Wand. Nur ein Narr kann denken, dass man einfach die zig Plotlines in einen Topf hauen kann und daraus ein delikates Augenmahl zu komponieren. DreamWorks kannte man auch schon besser.

    Die Animationsqualität darf man natürlich nicht übergehen, aber sollte ihr auch nicht einen solch hohen Platz einräumen. DreamWorks beweist hier, dass wirklich großartige Rechnerleistungen hinter dem Projekt stehen, doch ein realitätsnahes Niveau, das schon vor einem Jahr von Pixar erreicht wurde, lässt noch immer auf sich warten. Dieses Ziel haben die Schöpfer aber gar nicht mehr. Das Studio hat schon längst andere Wege eingeschlagen: Zwar sind Texturen sehr gut ausgearbeitet, dennoch will man versuchen, den Figuren und der Animation, wie auch schon in den letzten DreamWorks-Produktionen, etwas „Cartoonartiges“ zu verleihen. Doch viel stärker als der visuelle Witz greifen abermals die skurrilen Figuren des ehemaligen New Yorker Zoos die Lachmuskulatur der Zuschauer an. Erneut sind es jedoch nicht die großen Namen von Ben Stiller und Chris Rock, die den Großteil der Lacher abbekommen, sondern es sind die kultigen 4 Pinguine, die in der deutschen Synchronisation wieder von der Hip Hop-Legende Fanta 4 gesprochen werden, und der von dem britischen Ausnahmekomiker Sacha Baron Cohen synchronisierte King Julien, welche die Höhepunkte der Produktion markieren. Zwar können sie nicht den gleichen Charme, wie aus dem ersten Teil entwickeln – besonders King Julien wird manchmal nur noch auf dümmliche Slapstickeinlagen reduziert – dennoch haben diese schon längst den Zuschauer erobert und man wartet nur sehnsüchtig auf ihren nächsten Auftritt.

    Fazit:
    Die von vielen erhoffte Fortsetzung zu dem Animationshit Madagascar ist so ausgefallen, wie erwartet. Rasante 89 Minuten, in der alles drin ist: Von lauthals Lachen über liebliches Schmunzeln bis hin zum halbmüden Gähnen. Eine vergnügliche, kurzweilige Zeit für den Kinobesucher, aber erneut kein großer Wurf, der in die Animationschronik auch nur drei Zeilen bekommen würde.
  • Wertu
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,0
    Animation:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 6 | Kritiken: 0

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