Eine gefühlte Ewigkeit hab ich das BD/DVD Mediabook von Illusions zu DOOMSDAY verpackt in meinem Regal, jetzt war's nun endlich so weit den Film zu sehen - und ich wusste beim besten Willen nicht was ich hiervon erwarten sollte. Mit "The Descent" lieferte Neil Marshall einen wirklich beklemmenden, atmosphärischen und blutigen Horrorfilm wie man ihn lange nicht zu sehen bekam, aber der Trailer zu diesem Endzeitspektakel hier sah einfach nur schräg aus. Die Kritiken hier im Forum sprechen zwar eine deutliche Sprache - der Film kommt richtig gut weg - aber ich selbst bin mir noch ein wenig unsicher. Mal schauen...
Gut, meine Erwartungen wurden fast punktgenau erfüllt was nur bedingt positiv zu sehen ist. Der Film beginnt mit einer Szenerie wie sich mich an "Resident Evil" erinnert und gleich hier wird munter drauf los geballert. Der hoch angesetzte Härtegrad kommt gleich hier durch, es fliegen somit im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen. Na gut, solange sich man sich nicht darauf versteift und den Rest außer Acht lässt soll's mir recht sein, doch leider bietet der Film nicht viel mehr.
Die Grundatmosphäre ist düster und sorgen für ein durchaus authentisches Endzeitfeeling, doch was man daraus macht war weder Fisch noch Fleisch. Die Kämpfe sind jetzt nicht unbedingt auf Muay Thai-Niveau, in einem Film wie diesen muss das Ganze aber auch viel roher aussehen, was es auch tut. Die Action kann überzeugen, bleibt jetz aber auch nicht unbedingt lange im Gedächtnis. Zwei, drei Szenen würde ich zwar als Highlights des Films betrachten, doch der Rest plätschert eher so vor sich hin. Dahinplätschern betrifft auch den Inhalt, denn der scheint niemals richtig vom Fleck zu kommen - und wenn, dann unbemerkt. Zu keiner Zeit gelingt es irgendwie eine Bindung zu ihm aufzubauen, er lauft eben vor einem ab und sieht auch wirklich gut aus, aber Authentizität entsteht so keine, auch nicht mit den Charakteren. Diese sind teilweise einfach nur schräg, gewöhnungsbedürftig und erinnern ein wenig an eine Truppe aus "Smokin Aces". So nervig wie ich diese im Trailer vermutete waren sie zwar nicht, aber warm werden konnte ich mit ihnen auch nicht. Bob Hoskins, Rhona Mitra und David O'Hara passen zwar in ihre Rollen, aber da der Film einfach zu unausgegoren ist passen sie nicht in dieses (unvollendete) "Gesamtkonzept".
DOOMSDAY sieht zwar verdammt gut aus und schafft so auch eine tolle Grundatmosphäre, Spannung will aber nie so richtig aufkommen. Es wirkt fast so als hätte man den Film in kürzester Zeit drehen müssen - er wirkt einfach nicht rund. Ich würde nicht mal sagen, dass man sich zu wenig Gedanken gemacht hat (einige Ideen sind richtig gut!), aber da fehlt noch einiges zu einem authentischen Endzeitabenteuer. Der Blutpegel wird auf verschiedenste Arten hoch gehalten und das macht richtig Spaß, sehr ausgefallen inszeniert - definitiv die Stärke des Films. DOOMSDAY ist kein schlechter Film, aber auch kein wirklich guter - kann man sich mal ansehen, muss man aber nicht.
6/10 fliegende Köpfe
Einst hat der Reaper-Virus einen großen Teil von Großbritannien vernichtet, welcher daraufhin für die Außenwelt abgesperrt wurde. Doch im Jahre 2035 bricht der Reaper-Virus in London aus. Nun wird ein Team um Major Eden Sinclair losgeschickt, um in der noch immer abgesperrten Zone ein Gegenmittel zu finden. Was sie dort erwartet, wissen sie nicht.
„Doomsday“ bringt die Endzeit wieder ins Kino, und zwar im Stile der Achtziger Endzeitactionfilme. Schnell lassen sich Bezüge zu „Mad Max“ und „Die Klapperschlange“ finden. Die Klapperschlange, der Hauptcharakter Sinclair, hat wie Snake Plissken nur ein Auge und trägt ebenfalls zu Beginn eine Augenklappe. Auch das abgesperrte Gebietet, in „Die Klapperschlange“ war es New York, hier ist es die nördliche Hälfe von Großbritannien, ist vorhanden. Viele in der Zone sehen stark nach den Menschen in „Mad Max 2″ aus, und auch das Finale ist an „Mad Max 2″ angelehnt.
Und noch Weiteres lässt sich entdecken: So gibt es nicht nur Endzeit; nein, auch das Mittelalter kommt vor. Es wirkt gerade so, als ob die Darsteller einen Zeitsprung machen und im düsteren Zeitalter gelandet sind. Doch Endzeit muss nicht immer bedeuten, dass kaputte Autos und Leute, die aussehen, als ob sie eben von einem Punkkonzert kommen, eine Rolle spielen; nein, es kann auch schon mal ein Ritter dabei sein. So sind die Menschen in dieser Umgebung auch kultivierter als jene in der Stadt, die sich mit ihren Keulen und selbstgemachten Waffen als Barbaren darstellen.
„Doomsday“ ist genau das Richtige für Fans von Endzeitactionfilmen.
Inhalt: 2008: In Glasgow bricht das tödliche Reaper-Virus aus, das sich rasend schnell verbreitet. Die britische Regierung greift zur drastischsten aller Maßnahmen, zieht -- allen außenpolitischen Konsequenzen zum Trotz - einen riesigen Schutzwall um Schottland und riegelt die dahinsiechenden Bewohner hermetisch von der Außenwelt ab, selbst der Luftraum wird gesperrt. Die Rechnung scheint aufzugehen, bereits nach wenigen Monaten erlöschen auch die letzten Feuer der ehemaligen Zivilisation hinter den Mauern.
2035: Das ausgerottet geglaubte Virus taucht in London wieder auf und droht, das Vereinte Königreich ins Chaos zu stürzen. Der britische Premierminister John Hatcher beauftragt seinen skrupellosen Sonderberater Michael Canaris, eine Eliteeinheit nach Glasgow auszusenden, um dort nach einem Heilmittel für das Virus zu suchen. Das Militär hat jüngst Anzeichen von menschlichem Leben in der ehemaligen schottischen Metropole lokalisiert. Hier soll ein Team um Major Eden Sinclair den renommierten Virusexperten Kane ausfindig machen. Doch die Begrüßung der Regierungstruppe im konterminierten Schottland fällt weniger freundlich denn barbarisch aus. Im Niemandsland hat sich unbemerkt eine wilde, hochexplosive Punk/Kannibalen-Subkultur entwickelt, der sich Sinclair und ihre Mannen mit aller Gewalt und ohne Rücksicht auf Verluste stellen müssen...
Kritik: Absolut sehenswerter Endzeit-Horror-Action Mix!
Der Film ist eine klasse Mischung aus: 28 Days later, Mad Max 2, Flucht aus Absolom und Die Klapperschlange. Herrlich gelungene Mischung verschiedener Genre und Filme.
DVD oder Blu-ray rein, Gehirn auf Standby und wilde Action genießen!
...und nicht wundern, wenn außer den Punks plötzlich auch noch Ritter auftauchen!
Die Atmosphäre in Doomsday ist grandios! Durch die vielen unterschiedlichen Schauplätze, ändert sich die Atmo ständig, ist aber immer bedrohlich. Von ausgebrannten und verlassenen (?) Städten, über die ursprüngliche Natur der Highlands bis hin zu einem Highway in wüstenähnlicher Landschaft reichen die Schauplätze der Handlung. Apokalyptische Bilder und Szenarien beherrschen das Geschehen, wodurch eine beklemmende Atmosphäre entsteht. Auch diese Mischung ist hervorragend gelungen!
Die Spannung ist durchgehend hoch und fällt durch die temporeiche Action auch nicht ab. Fast durchgehend passiert etwas, sodass kaum eine Pause entsteht. Langweile kommt sowieso nicht auf!
In Doomsday geht es auch sehr hart zur Sache. Der Goregehalt ist auf einem sehr hohen Level. Die Effekte sind sehr zahlreich und ausgezeichnet gemacht. Action in allen Facetten wird hier gezeigt. Der Zuschauer bekommt wirklich allerhand geboten.
Ich will nicht zu viele Worte verlieren, denn der Film bietet einfach rasante und derbe Action vom Feinsten!
Nicht über die Story nachdenken, sondern einfach genießen!
Bewertung: Toller Mix aus verschiedenen Genres, der fast alles bietet was der Horror und Action-Fan mag!
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung!
9/10 Punkte
Kommentare
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