Doomsday

  • Informationen zum Film
  • Doomsday

  • Originaltitel:
    Doomsday
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi
    Produktionsländer:
    USA, UK, Deutschland, Südafrika
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Deutschland:
    12.06.2008
    Kinostart USA:
    14.03.2008
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Neil Marshall
    Drehbuch:
    Neil Marshall
    Musik:
    Tyler Bates
    Darsteller:
    Rhona Mitra, Bob Hoskins, David O'Hara, John Carson, Adrian Lester, Rick Warden, Cecil Carter, Alexander Siddig, Jeremy Crutchley, Nathalie Boltt, Emma Cleasby, Leslie Simpson, Cokey Falkow, Karl Thaning, Susan Danford, Nora-Jane Noone, Stephen Hughes, Caryn Peterson, Adeola Ariyo, Christine Tomlinson, Vernon Willemse, Paul Hyett, Daniel Read, Jason Cope, Ryan Kruger, Nathan Wheatley, Tom Fairfoot, Eloise Cupido, Lily Anderson, Az Abrahams
  • Inhalt
  • “ REAPER “ übernimmt zusehends die Gewalt über Großbritannien. Der Erreger ist absolut tödlich und breitet sich in größer werdenden Schritten aus. In Schottland stirbt gerade das gesamte Land. Die Seuche verursacht beim Wirt unermessliche Qualen. Erst entdeckt das Opfer bloß wunde Stellen. Diese beginnen aber sehr rasch zu bluten. Schließlich fangen die Organe sich derart zu verdünnen an, sodass die Opfer kurzerhand das Zeitliche segnen.

    Die Regierung ist gezwungen umgehend zu handeln. Eine riesige Mauer soll das noch zu rettende Gebiet schützen. Für die andere Seite kommt jede Hilfe zu spät. Die restlichen Überlebenden werden sich selbst überlassen. REAPER wird in der Folgezeit das Nötige tun um jedes Leben hinter der Mauer zu vernichten. Danach ziehen viele Jahre ohne weitere Vorkommnisse durch das Land.

    25 Jahre später bricht im sicheren Gebiet dieselbe Krankheit erneut aus. Erst sieht die Staatsmacht keinen Ausweg. Doch Satelitenphotos aus der anderen Seite zeigen Überlebende, und beweisen damit, dass ein Ausbruch nicht zwangsläufig ein Leben beenden muss. Ein Team von Elitesoldaten wird zusammengestellt, um in die gefährliche Zone, hinter dem Schutz, zu dringen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit um an ein eventuelles Serum zu gelangen. Hinter den Ruinen der einstigen Städte verbirgt sich jedoch nicht die Rettung der Menschheit. Vielmehr lauert hinter jeder Ecke der Tod.

  • Filmkritik
  • Viele Filme darf der 38 jährige englische Regisseur Neil Marshall bislang noch nicht als seine Eigenen nennen. Jedoch sind mit den zwei erschienenen Werken aus seiner Hand absolute Genre Produktionen entstanden, die Kritiker und Konsumenten zu gleichermaßen lieben. DOG SOLDIERS ( 2002 ) und THE DESCENT ( 2005 ) zeigen deutlich auf das Talent des Filmemachers. Er versteht eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, die den Zuseher ganz nah ans Geschehen führt. Neil bleibt in den Einstellungen und dem Zeichnen der Charaktere konsequent. Er ist imstande, wie nur wenige es vermögen, Spannung zu erzeugen, und diese ohne Mühe über eine längere Zeit auch zu halten. DOOMSDAY ( 2008 ) soll nun in jene großen Fußstapfen steigen. Die Erwartungshaltung, nach drei Jahren wieder einen Neil Marshall Film sehen zu dürfen, war dementsprechend groß.

    Das Gesehene lässt jedoch diese Freude schnell trüben. DOOMSDAY ist insgesamt von der Ersten, bis zur letzten Sekunde eine einzige Klauerei. Sowohl inhaltlich als auch strukturell bedient sich der Film aus einigen Klassikern der letzten Jahrzehnte. Die Geschichte des neuen Neil Marshall Werkes beginnt wie John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE. Danach widmet er sich schamlos der Szenerie in 28 DAYS LATER, um anschließend nahtlos durch die MAD MAX Trilogie zu führen. Ähnliche Drehbücher besitzen sehr wohl einen gewissen Reiz, wenn eine Eigenheit dahinter steckt. Allein mit diebischen Absichten durch das Programm zu führen, kann und darf nicht der Sinn einer neuen Inszenierung sein. Weniger verwerflich, aber auch nicht als gerade positiv, darf die direktive Handhabe bezeichnet werden. Regisseur Neil Marshall zeigt an manchen Stellen sein Talent. Sie sind in jenen Momenten zu finden in dem DOOMSDAY spürbar wird. Seine Begabung, eine intensive Choreographie zu formen, sodass der Besucher sich hautnah, und mitten im Geschehen sieht, kommt derweilen in schnelleren und actionreichen Sequenzen zu tragen. In diesen seltenen Phasen vergisst der Betrachter sogar, dass möglicherweise im selben Moment wieder ein Raub stattfindet.

    Aber kommen wir endlich zum wahrscheinlich einzig positiven Element, der weiblichen Hauptdarstellerin. Rhona Mitra war zu Beginn ihrer Karriere vermehrt in TV Serien im Einsatz. PARTY OF FIVE, THE PRACTICE, BOSTON LEGAL und NIP / TUCK waren nur einige Stationen, in ihrer fernsehreichen Laufbahn. Danach standen endlich größere Rollen auf großer Leinwand auf dem Programm. In THE NUMBER 23 und SHOOTER bewies Rhona ihre schauspielerischen Fähigkeiten. Und so wurde sie von Neil Marshall für ihre erste Hauptrolle engagiert. Sie verkörpert Major Eden Sinclair ganz im Stile des geforderten Genres. Dass ihr Charakter eine Mischung aus Ellen Ripley ( ALIEN ) und Snake Plissken ( DIE KLAPPERSCHLANGE ) ergibt, stört hier nicht. Denn sowohl optisch, als auch auf der darstellerischen Seite, kann die 32 jährige Engländerin überzeugen. Sie allein hält die Produktion am Leben, obwohl DOMMSDAY in diesem Sinne das Wasser bis zum Halse steht. Rhona kann es leicht nehmen, schließlich hat sie bereits ihre nächste Hauptrolle mit UNDERWORLD: RISE OF THE LYCANS in der Tasche. Die restliche Besetzung, einschließlich Bob Hoskins und Malcolm McDowell, sind nicht erwähnenswert, und passen sich mit ihren lustlosen Leistungen dem Gesamtpaket an.

    Fazit:

    DOOMSDAY hält in keiner Weise der sonst üblichen Neil Marshall Qualität stand. Wegen der fehlenden Eigenständigkeit muss der Seher seine Erwartungshaltung gegen Null schrauben um nach dem Gesehenen nicht enttäuscht zu sein. Die Verantwortlichen sollten sich nach dieser Pleite fragen, ob anstatt überall zu klauen, ein Remake zu realisieren, nicht die bessere Variante wäre.
    __________________
  • Wertu
  • Story
    0,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    1,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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Eine gefühlte Ewigkeit hab ich das BD/DVD Mediabook von Illusions zu DOOMSDAY verpackt in meinem Regal, jetzt war's nun endlich so weit den Film zu sehen - und ich wusste beim besten Willen nicht was ich hiervon erwarten sollte. Mit "The Descent" lieferte Neil Marshall einen wirklich beklemmenden, atmosphärischen und blutigen Horrorfilm wie man ihn lange nicht zu sehen bekam, aber der Trailer zu diesem Endzeitspektakel hier sah einfach nur schräg aus. Die Kritiken hier im Forum sprechen zwar eine deutliche Sprache - der Film kommt richtig gut weg - aber ich selbst bin mir noch ein wenig unsicher. Mal schauen...

Gut, meine Erwartungen wurden fast punktgenau erfüllt was nur bedingt positiv zu sehen ist. Der Film beginnt mit einer Szenerie wie sich mich an "Resident Evil" erinnert und gleich hier wird munter drauf los geballert. Der hoch angesetzte Härtegrad kommt gleich hier durch, es fliegen somit im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen. Na gut, solange sich man sich nicht darauf versteift und den Rest außer Acht lässt soll's mir recht sein, doch leider bietet der Film nicht viel mehr.

Die Grundatmosphäre ist düster und sorgen für ein durchaus authentisches Endzeitfeeling, doch was man daraus macht war weder Fisch noch Fleisch. Die Kämpfe sind jetzt nicht unbedingt auf Muay Thai-Niveau, in einem Film wie diesen muss das Ganze aber auch viel roher aussehen, was es auch tut. Die Action kann überzeugen, bleibt jetz aber auch nicht unbedingt lange im Gedächtnis. Zwei, drei Szenen würde ich zwar als Highlights des Films betrachten, doch der Rest plätschert eher so vor sich hin. Dahinplätschern betrifft auch den Inhalt, denn der scheint niemals richtig vom Fleck zu kommen - und wenn, dann unbemerkt. Zu keiner Zeit gelingt es irgendwie eine Bindung zu ihm aufzubauen, er lauft eben vor einem ab und sieht auch wirklich gut aus, aber Authentizität entsteht so keine, auch nicht mit den Charakteren. Diese sind teilweise einfach nur schräg, gewöhnungsbedürftig und erinnern ein wenig an eine Truppe aus "Smokin Aces". So nervig wie ich diese im Trailer vermutete waren sie zwar nicht, aber warm werden konnte ich mit ihnen auch nicht. Bob Hoskins, Rhona Mitra und David O'Hara passen zwar in ihre Rollen, aber da der Film einfach zu unausgegoren ist passen sie nicht in dieses (unvollendete) "Gesamtkonzept".

DOOMSDAY sieht zwar verdammt gut aus und schafft so auch eine tolle Grundatmosphäre, Spannung will aber nie so richtig aufkommen. Es wirkt fast so als hätte man den Film in kürzester Zeit drehen müssen - er wirkt einfach nicht rund. Ich würde nicht mal sagen, dass man sich zu wenig Gedanken gemacht hat (einige Ideen sind richtig gut!), aber da fehlt noch einiges zu einem authentischen Endzeitabenteuer. Der Blutpegel wird auf verschiedenste Arten hoch gehalten und das macht richtig Spaß, sehr ausgefallen inszeniert - definitiv die Stärke des Films. DOOMSDAY ist kein schlechter Film, aber auch kein wirklich guter - kann man sich mal ansehen, muss man aber nicht.

6/10 fliegende Köpfe

geschrieben am 20.08.2011 um 03:28

Einst hat der Reaper-Virus einen großen Teil von Großbritannien vernichtet, welcher daraufhin für die Außenwelt abgesperrt wurde. Doch im Jahre 2035 bricht der Reaper-Virus in London aus. Nun wird ein Team um Major Eden Sinclair losgeschickt, um in der noch immer abgesperrten Zone ein Gegenmittel zu finden. Was sie dort erwartet, wissen sie nicht.

„Doomsday“ bringt die Endzeit wieder ins Kino, und zwar im Stile der Achtziger Endzeitactionfilme. Schnell lassen sich Bezüge zu „Mad Max“ und „Die Klapperschlange“ finden. Die Klapperschlange, der Hauptcharakter Sinclair, hat wie Snake Plissken nur ein Auge und trägt ebenfalls zu Beginn eine Augenklappe. Auch das abgesperrte Gebietet, in „Die Klapperschlange“ war es New York, hier ist es die nördliche Hälfe von Großbritannien, ist vorhanden. Viele in der Zone sehen stark nach den Menschen in „Mad Max 2″ aus, und auch das Finale ist an „Mad Max 2″ angelehnt.

Und noch Weiteres lässt sich entdecken: So gibt es nicht nur Endzeit; nein, auch das Mittelalter kommt vor. Es wirkt gerade so, als ob die Darsteller einen Zeitsprung machen und im düsteren Zeitalter gelandet sind. Doch Endzeit muss nicht immer bedeuten, dass kaputte Autos und Leute, die aussehen, als ob sie eben von einem Punkkonzert kommen, eine Rolle spielen; nein, es kann auch schon mal ein Ritter dabei sein. So sind die Menschen in dieser Umgebung auch kultivierter als jene in der Stadt, die sich mit ihren Keulen und selbstgemachten Waffen als Barbaren darstellen.

„Doomsday“ ist genau das Richtige für Fans von Endzeitactionfilmen.

geschrieben am 25.07.2011 um 14:29

Inhalt: 2008: In Glasgow bricht das tödliche Reaper-Virus aus, das sich rasend schnell verbreitet. Die britische Regierung greift zur drastischsten aller Maßnahmen, zieht -- allen außenpolitischen Konsequenzen zum Trotz - einen riesigen Schutzwall um Schottland und riegelt die dahinsiechenden Bewohner hermetisch von der Außenwelt ab, selbst der Luftraum wird gesperrt. Die Rechnung scheint aufzugehen, bereits nach wenigen Monaten erlöschen auch die letzten Feuer der ehemaligen Zivilisation hinter den Mauern.
2035: Das ausgerottet geglaubte Virus taucht in London wieder auf und droht, das Vereinte Königreich ins Chaos zu stürzen. Der britische Premierminister John Hatcher beauftragt seinen skrupellosen Sonderberater Michael Canaris, eine Eliteeinheit nach Glasgow auszusenden, um dort nach einem Heilmittel für das Virus zu suchen. Das Militär hat jüngst Anzeichen von menschlichem Leben in der ehemaligen schottischen Metropole lokalisiert. Hier soll ein Team um Major Eden Sinclair den renommierten Virusexperten Kane ausfindig machen. Doch die Begrüßung der Regierungstruppe im konterminierten Schottland fällt weniger freundlich denn barbarisch aus. Im Niemandsland hat sich unbemerkt eine wilde, hochexplosive Punk/Kannibalen-Subkultur entwickelt, der sich Sinclair und ihre Mannen mit aller Gewalt und ohne Rücksicht auf Verluste stellen müssen...


Kritik: Absolut sehenswerter Endzeit-Horror-Action Mix!
Der Film ist eine klasse Mischung aus: 28 Days later, Mad Max 2, Flucht aus Absolom und Die Klapperschlange. Herrlich gelungene Mischung verschiedener Genre und Filme.
DVD oder Blu-ray rein, Gehirn auf Standby und wilde Action genießen!
...und nicht wundern, wenn außer den Punks plötzlich auch noch Ritter auftauchen!

Die Atmosphäre in Doomsday ist grandios! Durch die vielen unterschiedlichen Schauplätze, ändert sich die Atmo ständig, ist aber immer bedrohlich. Von ausgebrannten und verlassenen (?) Städten, über die ursprüngliche Natur der Highlands bis hin zu einem Highway in wüstenähnlicher Landschaft reichen die Schauplätze der Handlung. Apokalyptische Bilder und Szenarien beherrschen das Geschehen, wodurch eine beklemmende Atmosphäre entsteht. Auch diese Mischung ist hervorragend gelungen!

Die Spannung ist durchgehend hoch und fällt durch die temporeiche Action auch nicht ab. Fast durchgehend passiert etwas, sodass kaum eine Pause entsteht. Langweile kommt sowieso nicht auf!

In Doomsday geht es auch sehr hart zur Sache. Der Goregehalt ist auf einem sehr hohen Level. Die Effekte sind sehr zahlreich und ausgezeichnet gemacht. Action in allen Facetten wird hier gezeigt. Der Zuschauer bekommt wirklich allerhand geboten.

Ich will nicht zu viele Worte verlieren, denn der Film bietet einfach rasante und derbe Action vom Feinsten!
Nicht über die Story nachdenken, sondern einfach genießen!


Bewertung: Toller Mix aus verschiedenen Genres, der fast alles bietet was der Horror und Action-Fan mag!
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung!

9/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 21:17

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 18 | Kritiken: 3

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