Death Race

  • Informationen zum Film
  • Death Race

  • Originaltitel:
    Death Race
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi
    Produktionsländer:
    USA, UK, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    28.11.2008
    Kinostart Deutschland:
    27.11.2008
    Kinostart USA:
    22.08.2008
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International
  • Cast & Crew
  • Regie:
    David Carradine, Paul W.S. Anderson
    Drehbuch:
    Paul W.S. Anderson, Robert Thom, Ib Melchior, Charles B. Griffith
    Musik:
    Paul Haslinger
    Darsteller:
    Robert LaSardo, Jacob Vargas, Joan Allen, Bruce McFee, Benz Antoine, Jason Clarke, Max Ryan, Charles B. Griffith, Ian McShane, Ruth Chiang, Jason Statham, Russell Ferrier, Danny Blanco Hall, Tyrese Gibson, Christian Paul, John Fallon, Marcello Bezina, Frederick Koehler, Robin Shou, Janaya Stephens, Natalie Martinez, Justin Mader, Cory Fantie, Anna-Marie Frances Lea, Dan Jeannotte, Dick Ervasti, Nir Assayag, Melantha Blackthorne, Lydie Bounay, Carolyn Day, David Carradine
  • Inhalt
  • Die Wirtschaft ist am Boden. Der Staat kann sich jegliche sozialen Hilfestellungen nicht mehr leisten und somit fallen die Gefängnisse in die Hände von privaten Unternehmen. Die Gefangenen werden zum Kapitel der Wirtschaft – und was gibt es schöneres, als einige menschliche Subjekte zu beobachten, wie sie sich für ihr eigenes Wohl umbringen. Das Death Race war geboren. Die einzelnen Gefangenen müssen nur 5 Rennen, bestehend aus je 3 Einzelveranstaltungen, gewinnen und schon winkt ihnen das Ticket in die Freiheit. Der ehemalige Rennfahrer und Familienvater Jensen Ames ist das neuste Mitglied im tödlichen Sport. Sein armes, doch glückliches Leben wurde abrupt zu Ende geführt, als er bewusstlos neben seiner toten Frau aufwachte. Die Direktorin des Gefängnisses veranlasste den Mord, da ihr bester Fahrer Frankenstein gestorben war. Jensen soll brav mitspielen und den maskierten Frankenstein mimen. Doch dürstet es Jensen nach Rache und niemand wird überleben, der sein Glück zerstörte …
  • Filmkritik
  • Mitte der 70er, in einer Zeit, als die finanzielle Lage der westlichen Welt sehr stark kriselte, entstand ein Film namens Death Race 2000. Eine sozialkritische Dystopie über die Problematik der Privatisierung mit solch Stars wie etwa David Carradine, Simone Griffeth und Sylvester Stallone. Mehr als 30 Jahren nach Entstehung des Originals folgt nun, erneut in der Zeit einer schwachen Wirtschaft, eine Neuinterpretation des Stoffes.

    Doch während das Original von Regisseur Paul Bartel einen verschachtelten, fast schon hochtrabenden Plot über Verschwörungn auf höchster Ebene beinhaltet, treibt den Motor von Death Race ganz andere Faktoren an. Die Geschichte ist eine sehr simple Rache-Story, die kaum Filmzeit zum Ausfalten in Anspruch nimmt. Es gibt ein Komplott, das den Protagonisten ungewollt in die dunkle Welt der Kriminalität herabzieht – und einen resultierende Trieb nach Vergeltung. Das war es im Großen und Ganzen. Doch Regisseur Paul W. S. Anderson bringt seine Story so selbstironisch auf die Leinwand, dass man dem Film seine Infantilität in keinster Weise vorhält. Die Rennen sind actiongeladen, besitzen dabei eine brutale Note und verstehen es sogar relativ nette Witzeleien einzufügen. Nur in den wenigsten Momenten, in denen der The Fast and The Furious-Hype auf die Bildfläche durchdringt, kann der Zuschauer gar nicht anders als bedenklich den Kopf zu schütteln. Wenn etwa für 2 Minuten das Lied „Grown Woman“ von Mary J. Blige mit ihrer beinahe peinlich „sexy“ Lyric durch die Boxen trällert und dabei halbnackte Frauen in Slow-Motion aus ihren Gefährten steigen, dann wird kein erwachsener Zuschauer dies auch nur annähernd als erotisch ansehen. Scheinbar haben wir die Zeiten von dem pubertären Baywatch-Gehampel der 90er noch immer nicht hinter uns gelassen.

    Doch zum Glück sind die meisten Szenen dank der überaus coolen Art von dem britischen Actionstar Jason Statham ein größerer Genuss, als man erwartet. Sicherlich ist Death Race kein zweites Crank, aber dennoch sieht man den Schauspieler ebenso in dieser wesentlich weniger originellen Rolle überaus gerne. Statham darf schlachten, fahren und trockene Sprüche abgeben – was will man mehr ? Dazu passen sogar die Regie und der Schnitt eigentlich ziemlich gut. Längst vergessen sind die Tage der dumpfen Schlägereien aus dem Anderson-Frühwerk Mortal Kombat. Thematisch hängt der Filmemacher eindeutig sehr stark an der Kraft der Motoren und des glühenden Eisens. Schon in den ersten Minuten, als der Held in der Fabrik gefeuert wird, sprühen die Funken aus allen Richtungen. Diesem industriellen Weg bleibt Anderson in seinen Rennen weitgehend treu und bietet hier raue, schnelle und brutale Unterhaltung. Zum Glück gelang es Anderson auch die drei gezeigten Rennen zum Teil etwas abwechslungsreicher zu gestalten, um dem Zuschauer in der relativ vorhersehbaren Erzählung möglichst große Freude zu bereiten. Neben der peinlichen Behandlung der weiblichen Darsteller weist die Regie kaum Fehler auf und liefert somit dem Zuschauer 105 actionreiche Minuten ohne viel Hirnschmalz.

    Fazit:
    Paul W. S. Anderson ist eindeutig kein Timur Bekmambetov und wird es auch nicht werden. Er besitzt einfach nicht dieses Gefühl für Schnitt und Bild, was der russische Regisseur etwa in dem Actionknaller Wanted zeigte. Doch dennoch ist Death Race ein überaus sympathischer Actionfilm, da er sich einfach nicht ernst nimmt. Jason Statham ist knallhart. Die Musik ist gut gewählt. Und die furiose Action reißt den Zuseher locker vom Kinositz. Ein netter Adrenalinkick für Zwischendurch.

    Gentlemen, start your engines – and prepare yourself for a wild ride.
  • Wertu
  • Story
    1,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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ø Wertung: 7,6/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 0

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