" Come out, Come out, where ever you are..."
Hide and Seek erzählt die Geschichte der kleinen Emily. Zu Tode bedrückt, das ihre Mama von ihr gegangen ist. Allein gelassen mit ihrem Vater. Deshalb, um Vergessen zu können, ziehen sie auf das Land.
Die Szenen werden ihm ruhigen Stil erzähl. Der Film baut sich langsam auf. Die Bilder sind schön gewählt, die Cuts gezielt eingesetzt. In den ersten 60 Minuten ist Hide and Seek ein psychologisches Drama das sich erst langsam zum Horrorthriller entwickelt. Gekonnt mit viel Geduld erzählt der australische Regisseur John Polson diese Geschichte auf seine spezielle Art. Fast im Hitchcock Manier werden uns die Charaktere einzeln vorgestellt. Nach und nach werden die Zuschauer mit in das Netzwerk mit eingesponnen. Ein Haus einsam am Waldrand, unheimliche verstörte Nachbarn, ein veralteter Weg der zur einer Höhle führt. Das alles sind Zutaten für einen Thriller der Sonderklasse.
Hinzu kommen die Darsteller, die sich sehen lassen können. Robert DeNiro, leider in die Jahre gekommen, speziell was seine Rollen betrifft, Famke Janssen, Amy Irving, Elisabeth Shue. Nicht zu vergessen Emily, gespielt von Dakota Fanning. Diesen Namen werden wir uns in Zukunft merken müssen. Die mittlerweile Elfjährige überzeugte schon an Seite von Hollywoodgrößen wie Denzel Washington, Sean Penn und Mike Myers und Alec Baldwin. In Hide and Seek verkörpert Dakota ihren Part so sensationell und souverän das man ihren weiteren Werdegang mit großem Interesse verfolgen wird. Emilys Charakter zu spielen war sicherlich nicht einfach. Mit welcher Leichtigkeit sie auch die schwierigste Szene meistert, verdient großes Lob. Ihr nimmt man ihre Fröhlichkeit genau so ab, wie ihre tief betrübten Tränen.
" Come out, Come out, what ever you are..."
Leider konfrontiert man sich immer häufiger mit der Frage: Gibt es bei einer Auflösung denn nichts Neues mehr ? Gibt es tatsächlich nichts mehr das einen geübten Kinogänger überraschen kann. Oder ist das der Unterschied vom soliden Film zum Geniestreich, zum Thriller der Extraklasse. Genau zu diesem Zeitpunkt, der Sekunde der Wahrheit, die Auflösung die einen vom Kinositz sprengt. Diesen Triumph empfindet man nur alle paar Jahre. Letztens erlebt bei Identity....
In Hide and Seek war der Ausgang leider keine Überraschung. Es geht hier nicht so weit, das man von einen vorhersehbaren Film sprechen könnte. Aber kaum erfahren was oder wer Charlie auch immer ist, wurde die Spannung die bis dahin präsent war, beerdigt. Die letzten 20 Minuten wurden für den Beobachter zum “ So what “ Erlebnis.
Mein wirklich positiver Eindruck der ersten 75 Minuten wurden leider über den Haufen geworfen. Mein Gesamteindruck wurde geschmälert, fast wäre ich geneigt zu sagen, das Ende hat den Film zerstört.
Was mir mit Sicherheit länger in Erinnerung bleiben wird ist Dakota Fannings Leistung als Emily Callaway...
Fazit: Ein Thriller der über große Strecken zu überzeugen weiß, leider durch das Ende einiges einbüßt plus eine kleine Schauspielerin, die ihre Kollegen und Kolleginnen sehr alt aussehen lässt. Dakota, weiter so...
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