Goodbye Solo

  • Informationen zum Film
  • Goodbye Solo

  • Originaltitel:
    Goodbye Solo
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ramin Bahrani
    Drehbuch:
    Bahareh Azimi, Ramin Bahrani
    Musik:
    M. Lo
    Darsteller:
    Red West, Souleymane Sy Savane, Diana Franco Galindo, Lane 'Roc' Williams, Mamadou Lam, Carmen Leyva, Peter N. Anyieth, Jim Babel, Sarah S. Brooks, Lasheka Brown, Alexandra Dimopoulos, Neill Fleeman, Jamill 'Peaches' Fowler, Evelia Garcia, Chris Greene, Viktor Hernandez, Wel Mayom Jok, J. Malaak Juuk, Damian Jewan Lee, Linda Lindsly, Djibril Lo, Ken Lugen, Angus MacLachlan, Trevor Metscher, Caleb Paul, Christian Prince, Greg Prince, Jeff Prince, Navani Reyes, Catherine Sewell
  • Inhalt
  • GOODBYE SOLO ist die Geschichte eines 34 jährigen Senegalesen der in Amerika als Taxifahrer jobbt. Eines Nachts steigt ein alter Südamerikaner zu ihm ins Auto. Der griesgrämige Mann bietet SOLO eintausend Dollar an, mit der Bedingung für die nächsten Tage zur Verfügung zu stehen. SOLO nimmt an und bemerkt sofort das etwas mit dem Kerl nicht stimmt. Doch William, so der Name des Opas, weicht Solos diesbezüglichen Fragen mürrisch aus. Er verweist nur nochmals darauf die nächste Zeit seine Dienste als Fahrer zu beanspruchen. Am letzten Tag soll er ihn zum Blowing Rock, der gefährliche Abhänge und unbeschützte Klippen besitzt, führen. Solo ahnt böses, hat er außerdem mitbekommen, das William soeben seine Wohnung aufgegeben hat und in ein billiges Hotel gezogen ist. Der Afrikaner ist ein gutherziger Mensch und versucht William etwas aufzuheitern. Ein Versuch der zur Gänze misslingt. Nur der abendliche Kinobesuch lockert den alten Mann ein wenig auf. Mit dem Jungen an der Kassa wechselt er wenigstens ein paar Worte. SOLO nimmt diesen Umstand zur Kenntnis, probiert aber weiter für den komischen Kauz da zu sein. Ja fast ein Freund zu sein. Nur fruchten die Bemühungen in keiner Weise. William löst sein Bankkonto auf und beginnt seine Wäsche zu verschenken. Als der Tag X immer näher rückt startet SOLO den letzten Versuch William vom Schlimmsten zu bewahren.
  • Filmkritik
  • GOODBYE SOLO ist das erste von Regisseur Ramin Bahrani inszenierte Produkt, in dem seine Hauptdarsteller von professionellen Schauspielern verkörpert werden. In den beiden Vorgängern MAN PUSH CART und CHOP SHOP treten ausschließlich Laiendarsteller auf. Und der 33 jährige amerikanisch iranische Filmemacher tut gut daran, denn schließlich nehmen die beiden Protagonisten 90 % der Spielzeit ein. Die Hälfte davon verbringen sie auf engsten Raum, in einem Auto. Das wäre für Laien nicht machbar gewesen. Eine Überforderung würde die logische Folge sein. Für das selbst geschriebene Drehbuch verwendet Ramin Erlebnisse aus seiner Kindheit und aus der Gegenwart. Die Klippen waren des Öfteren ein Ausflugziel mit seinen Eltern. Ein zuvorkommender afrikanischer Taxifahrer hatte ihn Monate lang, nach Partys nach Hause chauffiert. Und in der unmittelbarer Umgebung seines Wohnhauses lebt ein mürrischer alter Mann, der alleine sein Dasein fristet. Er erhält niemals Besuche und redet kaum. Man fragt sich ob keine Familie existiert, die sich um ihn kümmern könnte, oder er einfach wegen der Vergangenheit keine mehr um sich haben will. Diese Elemente fügt Ramin gekonnt in einen Inhalt und formte so GOODBYE SOLO.

    “ LIFE IS TO MUCH FOR A FILM “ ( Zitat: Ramin Bahrani )


    Der Film lebt von der Erkenntnis, dass es immer der richtige Weg ist, einen Versuch zu starten, . Den Versuch einer Person in Not zu helfen, sei es noch so aussichtslos, soll unter allen Umständen durchgeführt werden. SOLO ahnt dass diese Mission zu neunundneunzig prozentiger Sicherheit fehlschlägt, dennoch probiert er das Unmögliche. GOODBYE SOLO zeigt das Gute im Menschen. Gleichermaßen eindrucksvoll und einfühlsam zu sein, und damit unsere Seelen zu berühren, dass vermag dieses kleine aber ambitionierte Werk. Schon die Bibel sagt das Geben seliger den nehmen sei. ( 4. Moses 6,24 ) Auf SOLO, den extrovertierten Afroamerikaner, trifft diese Passage deutlich zu. Er gibt Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Freundschaft, und nicht zuletzt Liebe. Wenn diese Produktion eine Botschaft vermitteln will, dann mit Sicherheit jene, dass wir uns alle in Zukunft ein wenig zu einen SOLO entwickeln sollten.

    “ GOODBYE SOLO IS A ORDINARY MOVIE, BUT SOLO IS EXTRA ORDINARY ! “ ( Zitat: Ramin Bahrani )


    Dieses vom Regisseur selbst gesprochenes Zitat passt sowohl zur Figur, als auch zur Leistung des Hauptdarstellers Souleymane Sy Savane, für den GOODBYE SOLO der erste bezahlte Job als Schauspieler war. Seine Fähigkeiten, den liebenswürdigen Charakter zu spielen war enorm. Seine Performance kann den Publikum durchgehend ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Aber durch die ergreifende Darbietung darf auch so manche Träne vergossen werden. Hut ab für einen bravourösen Auftritt.
    William, der “ Grumpy Old Man “, wird von einem alten Haudegen verkörpert. Mehr als 80 Rollen stehen in Red Wests Filmographie. Doch erst jetzt darf er zum ersten Mal überhaupt eine echte Hauptrolle spielen. Red West war in seiner Kindheit der beste Freund von Elvis Presley. In dessen Filme durfte er ab und an mal durch das Bild wandern. Erst später war er in etwas beachtlicheren Rollen zu sehen. Nach ein paar Episoden A - TEAM kam ROADHOUSE oder NATURAL BORN KILLERS. Weitere größere Auftritte in THE RAINMAKER oder COOKIES FORTUNE folgten. Red West wirkt als Gegenpart souverän. Seine Körpersprache sagt viel aus, seine Mimik macht die Verzweiflung sichtbar. Mit 72 Jahren feiert der in Memphis Tennessee geborene Amerikaner seine bislang größte Rolle. Man kann nur hoffen das Red noch einmal die Chance bekommen kann, seine Fähigkeiten zu beweisen.

    Fazit:

    Schön zu erfahren, das GOODBYE SOLO in Österreich einen Verleih gefunden hat und somit seine Klasse in unseren Kinos beweisen darf. Für Liebhaber Independent Filme ein unbedingtes Must See Movie !
  • Wertu
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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