Shiver

  • Informationen zum Film
  • Shiver

  • Originaltitel:
    Eskalofrío
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    Spanien
    Produktionsjahr:
    2008
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Isidro Ortiz
    Drehbuch:
    Hernán Migoya, José Gamo, Alejandro Hernández, Isidro Ortiz
    Musik:
    Fernando Velázquez
    Darsteller:
    Pau Poch, Francesc Orella, Paul Berrondo, Andrés Herrera, Roberto Enríquez, Berta Ros, Junio Valverde, Jimmy Barnatán, Josep Maria Domènech, Mar Sodupe, Martha Carbonell, Blanca Suárez, Juli Mira, Anna Ycobalzeta, Lucy Tyler, Miguel Angel Barroso, Christian Nájera, Ariadna Cabrol, Aliocha Rodríguez, Pilar Rodríguez, Katia Klein, Albert Hernández, José María Asín, Iñake Irastorza, Patxi Santamaría, Christian Stamm, Laia Alemany
  • Inhalt
  • Selten geht Santi ins Freie. Und wenn er muss, zum Beispiel in die Schule, dann macht er dieses mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze. Außerdem trägt er eine dunkle Sonnenbrille. Er braucht das um seiner raren Krankheit vorzubeugen. Santi leidet unter einer schweren Sonnenallergie, die sehr ungemütliche Ausschläge hervorrufen und zudem sehr schmerzhaft sind. Dieser Umstand macht ihn zu einem Außenseiter. Die Schulkollegen halten den Jugendlichen für eigenartig und lassen es Santi dementsprechend spüren. In der Stadt spricht sich natürlich das seltsame Verhalten des Jungen recht bald um. Daher beschließt Santis Mutter mit ihrem Sohn an den Waldrand, im Norden, nahe der Stadt zu ziehen, um das Gerede etwas einzudämmen. Doch dieser Umstand hält nicht lange an, denn auch in der neuen Umgebung wird die Neugier täglich größer, und das Verhalten ihnen gegenüber immer seltsamer.

    Kurze Zeit später findet im Wald ein Mord, den noch dazu der junge Einzelgänger miterlebt hat, statt. Sofort wird er von den Einheimischen als Hauptverdächtigter gehandelt. Doch Santi versucht zu vermitteln, dass er irgendetwas seltsames im Wald gesehen hat. Nur kann er nicht beschreiben was er tatsächlich sah. Wegen zu wenigen Beweispunkten wird der Junge auf freien Fuß gesetzt. Nur Santi, der das Erspähte nicht aus seinen Gedanken bekommt, versucht nun auf eigene Faust das Geheimnis zu lüften, und damit den wahren Täter zu entlarven.
  • Filmkritik
  • Die Geschichte die SHIVER, so der englische Titel, umspannt ist nicht neu, wenngleich vordergründig interessant. Ein Teenager, dessen Leben durch die Krankheit etwas an das Daseins eines Vampirs erinnert, klingt zumindest sehenswert. Wenn dem armen Protagonisten durch das Dilemma auch ein Paar Eckzähne wachsen, dann klingt es als bliebe es im Rahmen eines zu sehen wollenden Filmes. Die Familie wandert aus um in eine bessere Lebenserwartung zu gelangen, was dieses Werk noch mehr in eine Vampirschiene drängt. Die Ortschaft kann sich kaum dem Flair eines rumänischen Städtchens nahe Transsilvanien entziehen. Die Einheimischen geben sich typisch sonderbar, unfreundlich und verängstigt. Alles scheint für eine, zwar nicht Innovative, aber dramatische Kost angerichtet.

    Doch leider schafft es der noch unerfahrene spanische Regisseur Isidro Ortiz nicht dem selbst geschriebenen Buch eine gewisse Würze zu verleihen. Zum einen hält das gesamte Drehbuch nicht für einen abendfüllenden Spielfilm. Der Zuseher ist sich der Lösung schon zu früher Stunde sicher. Zudem fehlt von der ersten bis zur letzten Minute das Wesentlichste, welches einen Horrorfilm ausmacht. Spannung fehlt an allen Ecken. Die so genannte Gänsehaut zieht es für keinen Moment in Betracht zu erscheinen. ESKALOFRIO im spanischen Original, reißt niemanden aus dem Kinosessel. Kaum jemand wird sich wegen der erschreckenden Bilder die Hände vor das Gesicht schlagen müssen. Und mit absoluter Sicherheit wird nicht einer aus Angst den Kinosaal verlassen müssen. Mit Fortdauer der Spiellänge driftet der Film immer mehr ins Belanglose ab. Das geglaubt interessante Szenario zu Beginn ist spätestens dann in Vergessenheit geraten.

    Die Stilistik von SHIVER ist mitunter sehenswert. Wegen der Unerfahrenheit des Regisseurs bleibt die Frage, ob die matten Farben, oder manche Braun und Graustiche gewollt, oder bloß “ entstanden “ sind. Auch etliche Einstellungen, wie zum Beispiel der Dorfälterste im Portrait, oder ein Haus im dämmrigen Licht, wurden optisch schön gezeichnet. Diese beschriebenen Sequenzen, sowie die Genre typische Filmmusik, würden für das passende Ambiente eines klassischen Horrorfilms sorgen. Nur leider sind diese Aspekte allein zu wenig um aus SHIVER einen sehenswerten Film zu machen.

    Fazit:

    Anfänglich ist der Film aus dem Genrebereich Horror interessant anzusehen. Doch schon schnell bemerkt der Zuseher die Lösung. Damit gerät SHIVER augenblicklich ins Belanglose und darf sich in voller Länge getrost als “Spannungsfrei“ bezeichnen.
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    0,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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