Eagle Eye - Ausser Kontrolle

  • Informationen zum Film
  • Eagle Eye - Ausser Kontrolle

  • Originaltitel:
    Eagle Eye
    Genre:
    Action, Thriller, Mystery
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    10.10.2008
    Kinostart Deutschland:
    09.10.2008
    Kinostart USA:
    26.09.2008
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International
  • Cast & Crew
  • Regie:
    D.J. Caruso
    Drehbuch:
    Hillary Seitz, John Glenn, Travis Wright, Dan McDermott
    Darsteller:
    Bill Smitrovich, Bob Morrisey, Lynn Cohen, Billy Bob Thornton, Michael Chiklis, Shia LaBeouf, Anthony Mackie, Rosario Dawson, J. Patrick McCormack, William Sadler, Eric Christian Olsen, Charles Carroll, Anthony Azizi, Ethan Embry, Michelle Monaghan, Lorenzo Eduardo, Tony Flores, Donnie Jeffcoat, Marc Singer, Craig J. Harris, Michael Maize, Gerald Downey, Deborah Strang, Cameron Boyce, Dariush Kashani, Sean Kinney, Madylin Sweeten, Jorge-Luis Pallo, James Huang, Jimmie Akins
  • Inhalt

  • In der Familie wird Jerry immer wieder an dem Zwillingsbruder gemessen, der zugegebener Maßen zielstrebiger, und in seiner Laufbahn erfolgreicher ist. Während der Bruder als Berufssoldat sein Geld verdient, jobbt Jerry als Full Time Aushilfe in einem Kopierladen. Bei den Eltern meldet er sich kaum, schließlich wird ihm andauernd das minderwertige Leben vorgehalten. Als jedoch der Zwilling auf dramatische Weise sein Leben verliert, gerät jenes von Jerry aus allen Bahnen. Kaum ist die Beerdigung vorbei, erfährt er, dass sich wie aus Geisterhand tausende von Dollars auf dem sonst bankrotten Konto befinden. Übermütig hebt Jerry viel zu viel ab, nicht nur um anstehende Raten zu bezahlen. Zu Hause angekommen entdeckt er eine Menge Pakete, die allesamt an ihm adressiert sind. In den Paketen befinden sich eine Auswahl an modernsten Waffen, sowie andere Ausrüstungsgegenstände. Die beiliegenden Ausweise sind mit seinem Konterfei ausgestattet. Jerry kann dafür keine Erklärung finden, als er das Läuten eines Mobiltelefons aus der Verwirrtheit reißt. Eine Frauenstimme macht den panischen Kerl unmissverständlich klar, dass er nur noch wenige Sekunden Zeit hat zu fliehen, bevor die Polizei ihn wegen Terrorismus verhaftet. Jerry ist sich keiner Schuld bewusst, schließlich hat er nichts Gewichtiges verbrochen. Bevor er einen klaren Gedanken fassen kann wird er auch schon in Gewahrsam genommen. Im Gefängnis folgt ein Verhör, das Jerry als Terrorist bestätigen, und immer hinter Gitter bringen soll. Ein Telefonat steht Jerry zu. Als er dem Hörer abhebt hört er erneut dieselbe Frauenstimme, die ihm die Hilfe zur Flucht anbietet. Diesmal erkennt Jerry die prekäre Lage, in der er sich befindet, und nimmt dankend an.

  • Filmkritik

  • In EAGLE EYE widmet sich DISTURBIA Regisseur D.J. Caruso einer Thematik, die in der Gegenwart als eine heikle Materie angesehen werden muss. Wie weit kann und darf die politische Macht den Normalbürger nahe treten. Was würde gesehen wenn sie all unsere zur Verfügung stehende Technologie ausnützt um unsere Geschicke zu lenken ? Und was passiert wenn sich diese Technologie verselbstständig um dabei ihre Programme durchzuspielen ? D.J. Caruso bedient sich gleich mehrerer Szenarien die bereits in anderen Filmen bekannter Regisseuren zu finden sind. John Carpenter setzte schon in seinem Werk THEY LIVE ( Sie Leben ) auf den Faktor der Aufsicht. Nur diesmal sind es keine Außerirdischen, die uns beobachten, sondern etwas, das wir bereits bei Stanley Kubricks 2001 kennen gelernt haben.

    So lange der Protagonist des Filmes im Dunkeln tappt, besitzt EAGLE EYE seine besonderen Stärken. Die Action Sequenzen halten qualitativ jeden Vergleich stand. Die Dramatik in jener Phase ist einem STAATSFEIND NUMMER EINS, als Beispiel, gleichzusetzen. Perfekt geschnittene Verfolgungsjagden, rasender Handlungsaufbau und furiose Höhepunkte machen diese Produktion in den ersten dreißig Minuten zu einer erstaunlich Guten. Was jedoch nach der ersten halben Stunde geschieht lässt die Spannung auf den Nullpunkt sinken. Auch die Glaubwürdigkeit geht in Ansätzen verloren. Was bleibt ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen sollte. Ein typischer aber gut inszenierter Hollywoodfilm, der vergleichsweise mit anderen Actionfilmen, etwas düsterer ausgefallen ist.

    Als Besetzung für die männliche Hauptrolle wurde, wie schon in DISTURBIA, Shia LaBeouf gewählt. Der sympathische zweiundzwanzigjährige Kalifornier gilt in der Szene als einen dem in diesem Business die Zukunft gehört. Er verleiht dem zu spielenden Charakter einen treuen Loser Look, und erreicht umgehend, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Michelle Monaghan, bekannt aus MISSION IMPOSSIBLE III, oder GONE BABY GONE, darf als weiblicher Part Shia zur Seite stehen. Sie leistet ihren Beitrag ebenfalls auf angenehmen Weg. In weiteren, aber kaum nennenswerten Rollen stellen Billy Bob Thornton, Rosaria Dawson und Michael Chiklis ihre Charaktere unterstützend zur Verfügung.

    Insgesamt gesehen hinterlässt EAGLE EYE einen zwiespältigen Eindruck. Mit Sicherheit sind die Komponente Regisseur, Handlung, Effekte, Darsteller, Kamera und die Filmmusik unter ein positives Licht zu stellen. Dennoch bleibt nach dem Gesehenen ein fahler Geschmack haften. Zum einen entsteht ein “ Da wäre viel mehr möglich gewesen “ Eindruck. Zum anderen machen die Verantwortlichen mit ihrer übertriebenen Art das Gesamte darzustellen, viele seriösen und nachdenkliche Ansätze zunichte. Was bleibt ist ein gutgemachter Actionthriller, der seine Chance zu einem noch besseren Film, nicht wahrnehmen konnte.

  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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