( Produzent Sam Raimi )
Mit seinem Genrelabel “ Ghost House Picture “ versucht sich nun Sam Raimi auch als Produzent. Nach The Grudge - Der Fluch ist Boogeyman sein zweiter Film mit seiner Produktionsgesellschaft. Besser bekannt ist Sam natürlich als Regisseur. Seine Tanz der Teufel Trilogie ist legendär und seine späteren Werke, A simple Plan, The Gift und seine Spiderman Filme große Erfolge. Für 2006 plant Sam auch ein Remake von The Evil Dead.
( Boogeyman - ein Film wie viele andere ? )
Boogeyman Stärken liegen eindeutig in der ersten Hälfte. Der Epilog deutet auf einen wahren Gruselspaß. Langen Szenen mit ansteigender Spannung a la Halloween. Toneffekte die ein Zusammenzucken garantieren. Erfrischende, größten Teils noch unverbrauchte Schauspieler, das alles waren Anzeichen für einen gelungenen Kinoabend.
Boogeyman lebt anfangs von der albtraumhaften Atmosphäre, von unheimlichen Szenarien und Tims Urängste.
Ein Horrorshocker braucht keine Splatterszenen, keinen Blutrausch. John Carpenter hat uns das Jahrelang vorexerziert.
Leider verstrickt sich Regisseur Stephen T. Kay zunehmend in der dünnen Story. Eine immer wieder aufgehende Schranktüre füllt auch keinen Spielfilm. Sinnlose Wahnvorstellungen und ein unchronologischer Handlungsablauf werden zu Hilfe genommen. Dadurch fällt die Spannung ins Bodenlose und man nimmt das Folgende mit Entsetzen wahr. Die Schnittfolgen vermehren sich in jeder Minute. Wie ein Videoclip mit wackelnder Kamera und ungenauem Raster wird dem Zuseher Szene um Szene vor die Füße geworfen. Fast möge man einen Hilfeschrei loslassen und die ersten 45 Minuten zurückwünschen. Aber leider wird es noch schlimmer. Es werden in der letzten Viertelstunde Special Effects zu Hilfe genommen die keiner braucht und auch überhaupt nicht in das Gesamtbild passen. Ein Boogeyman in der Phantasie erzeugt mehr Angst als jede Gestalt aus dem Computer.
Wenn man Boogeyman in Gesamten betrachtet passen die zwei Hälften nicht zueinander. Fast hatte man den Anschein zwei Regisseure trieben ihr Unwesen. Oder die Herren Produzenten zeigten sich mit der ersten Stunde so unzufrieden das sie noch rechtzeitig den Film verpfuschen mussten.
Fazit:
Die letzten 30 Minuten abschneiden und ab in den Müll. Ansonsten ein passabler Horror Thriller mit vielen gelungenen Schockmomenten.
Ein gutgemeinter Tipp zum Abschluss: Boogeyman sollte mit so viel Dezibel wie möglich gehört werden. Diesbezüglich lohnt es sich...
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