Der große Japaner - Dainipponjin

  • Informationen zum Film
  • Der große Japaner - Dainipponjin

  • Originaltitel:
    Dai-Nihonjin
    Genre:
    Komödie, Sci-Fi
    Produktionsland:
    Japan
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    01.08.2008
    Kinostart Deutschland:
    17.07.2008
    Verleiher Österreich:
    Rapid Eye Movies
    Verleiher Deutschland:
    Rapid Eye Movies
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Hitoshi Matsumoto
    Drehbuch:
    Mitsuyoshi Takasu, Hitoshi Matsumoto
    Musik:
    Towa Tei
    Darsteller:
    Ryûnosuke Kamiki, Kôichi Kitamura, Riki Takeuchi, Hiroyuki Miyasako, Itsuji Itao, Hitoshi Matsumoto, Ua, Haruka Unabara, Tomoji Hasegawa, Takayuki Haranishi, Daisuke Miyagawa, Takuya Hashimoto, Taichi Yazaki, Shion Machida, Atsuko Nakamura, Daisuke Nagakura, Motohiro Toriki, Keidai Yano, Junshirô Hayama, Norio Nakayama, Toshihiro Koike, Atsuo Tanaka, Yoshio Takahashi, Yoshihiro Kasuya, Yumiko Ise, Roselyn Yoshio, Kaho Okajima, Jeong-Suk O., Yoshihisa Shimazaki, Katsumune Ônuki
  • Inhalt
  • Von Generation zu Generation wurde das Amt des großen Japaners weitergegeben. Sie sind die Hüter des heiligen Reiches Japans. Die Ungeheuer und Dämonen anderer Dimensionen versuchen das Land in den Abgrund zu reißen, aber die Beschützer des Imperiums schlagen diese Monster zurück. Die Helden waren gefeierte Volksfiguren, die für ihren Mut und ihre Tapferkeit verehrt und angebetet wurden. Doch diese Jahre sind vorbei. Daisatou ist der Letzte ihrer Art. Jedoch trotz seiner anstrengenden Arbeit kommen ihm statt Ruhm und Ehre nur Verachtung und Spott entgegen. Das ist seine Geschichte …
  • Filmkritik
  • Hitosi Matumoto präsentiert mit Dai-Nipponjin – Der große Japaner eine Persiflage auf die Superheldenwelle in quasidokumentarischen Stil. Doch während die beiden amerikanischen Versuche der Satire von diesem Genre, Hancock und Superhero Movie, stark an den Hollywoodschen Witz erinnern, zeigt sich Der große Japaner von einer wesentlich lakonischeren Seite. Doch wer verbirgt sich hinter dem irreführenden Namen Hitosi Matumoto ? Niemand Geringerer als Hitoshi Matsumoto, der große Mediensatiriker Japans.

    Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Matsumoto schuf mit Der große Japaner einen äußerst sympathischen Film, der durch zwei Eigenschaften besonders hervorsticht. Einerseits durch Matsumotos unglaublichen Geschick für Skurrilitäten in der Welt der Helden und Monstern, andererseits durch die klugen Anspielungen auf die japanische Kultur und deren eigenem Medienuniversum. Leider liegt im zweiten Punkt auch der große Nachteil des ambitionierten Projektes. Es ist kein Wunder, dass der Film in seiner Heimat ein großer Erfolgt war, jedoch versteht der übliche Zuschauer der westlichen Welt nicht all jene Nuancen der Anspielung, die den Charme vieler Szenen ausmachen. Nur die wenigen humorvollen Einfälle, welche sich mediensatirisch zeigen, versteht selbst der Mitteleuropäer. So kann auch dieser herzlich lachen, wenn der Superheld seine Haut als Werbefläche verkaufen muss und seine Managerin ihn lieber verlieren sieht, da somit die Quoten ins Unermessliche steigen.

    Die Highlights des Skurrilitäten-Kabinetts sind eindeutig die originellen Kämpfe der Giganten. Die einzelnen Gestaltungen der Ungeheuer besitzen einen solch eigenartigen Charme, dass sich der Zuschauer in einem einzigen Augenblick in diese Gebilde verliebt. Das Publikum wird sicherlich die eine oder andere Träne für die schrägen Dialoge zwischen den Monstern lachen. Doch eindeutig der Höhepunkt der Kreativität ist erst dann erreicht, wenn Matsumoto als großer Japaner in einem schlecht gemachten Kostüm in der Modellstadt von Tokio herumtollt. Das Herz eines jeden Godzilla-Fan der alten Schule wird bei dieser Szene nach mehr lechzend schmelzen – doch leider wird dem Zuschauer dieser Wunsch verwehrt. Der Film reißt den Beobachter immer wieder aus dem schönen Fluss der skurrilen Bilder heraus, um sein unorthodoxen Erzählstil weiter zu führen. Diese Abwechselung zwischen den asiatischen Anspielungen und Skurrilitäten wird dem japanischem Publikum gefallen, jedoch langweilt sich der Europäer recht schnell.

    Fazit:
    In seiner Heimat ein Hit – Bei uns nur in einem Kino anzutreffen. Zwar entgehen dem Mitteleuropäer viele der gewieften Witze, aber besonders jene Liebhaber der alten Godzillafilme sollten sich diese Hommage-Persiflage an jene Werke nicht entgehen lassen. Matsumotos Regiedebüt Dai-Nipponjin – Der große Japaner ist eine skurrile, liebevolle Komödie, die durchaus ihren ganz eigenen Charme versprüht.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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