WALL·E

  • Informationen zum Film
  • WALL·E

  • Originaltitel:
    WALL·E
    Genre:
    Romanze, Sci-Fi, Zeichentrick, Abenteuer, Familie
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    25.09.2008
    Kinostart Deutschland:
    25.09.2008
    Kinostart USA:
    27.06.2008
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Andrew Stanton, Jim Reardon
    Drehbuch:
    Andrew Stanton, Pete Docter, Jim Reardon
    Musik:
    Thomas Newman
    Darsteller:
    Bob Bergen, Jess Harnell, Kathy Najimy, Lori Alan, John Ratzenberger, Mickie McGowan, Paul Eiding, Fred Willard, Teresa Ganzel, Jeff Garlin, Sigourney Weaver, Jeff Pidgeon, Pete Docter, Donald Fullilove, Teddy Newton, Sherry Lynn, Laraine Newman, Jim Ward, Jan Rabson, Lori Richardson, John Cygan, Ben Burtt, Elissa Knight, MacInTalk, Colette Whitaker, Kim Kopf, Angus MacLane, Niki McElroy, Garrett Palmer, Andrew Stanton
  • Inhalt
  • Die Erde ist verlassen. Ihre Oberfläche von Menschenhand in eine Kraterlandschaft der Umweltverschmutzung verwandelt. Die Erdbewohner verließen schon vor 700 Jahren ihr Zuhause, um nur wenige Jahre später zurückzukehren – dies war zumindest der Plan. Jedoch gelang es der WALL-E-Reihe, Mülldroiden, nicht ihre Aufgabe zu absolvieren, die Welt zu säubern. Die meisten ihrer Art sind schon vor Jahrhunderten eingegangen. Nur ein Einziger verblieb. Jedoch hat WALL-E über die Jahre begonnen ein wenig einsam zu werden. Die Filme der Vergangenheit zeigen ihm die romantische Version der Liebe und der kleine Roboter will nichts anderes als eine Lebensgefährtin. Als plötzlich ein Raumschiff auf der Erde landet, sollte sich alles ändern. Die Roboter-Dame EVE wurde gesendet, um ein Stückchen Leben auf dem verwüsteten Planeten zu finden. WALL-E verliebt sich unendlich in das hübsche Fräulein. Doch als sie eine kleine Pflanze findet, wird sie sogleich von ihrem Raumschiff abgeholt. Der kleine Droide lässt sich aber nicht von so einem „kleinen“ Hindernis abhalten. Kurzer Hand krallt er sich auf dem riesigen Fahrzeug fest und wird mitgezogen. Raus in die unendlichen Weiten …
  • Filmkritik
  • Der Teller des delikaten Ratatouille ist noch nicht einmal ausgekühlt, da servieren uns die Meister der Pixar-Küche schon den nächsten Gang. Dieses Mal steht ein Schraubenfilet in köstlicher Ölcreme-Soße mit einem Schuss Elektrizität auf dem Menü. Bon Appetite.

    Nach dem amüsanten Besuch aus dem All in dem Kurzfilm Lifted, der letztes Jahr vor dem Meisterwerk Ratatouille die Massen begeisterte, folgt das Pixarstudios ihren Gästen in die weiten Leere des Weltraums. Es scheint fast schon zu bizarr zu sein: Obwohl das Genre des Computeranimationsfilms dazu prädestiniert ist, die unendlichen Weiten zu erforschen bzw. zu bebildern, traute sich kaum ein Studio an das Sujet heran. Der einzige Ausflug in die ferne Zukunft war Robots von den BlueSky-Studios – und dieser endete lieblos. Doch sie wären nicht die Helden des Animationsfilmes, wenn die Pioniere von Pixar sich nicht aufmachen würden, um die unerforschten Gebiete zu untersuchen.

    Die Filmkünstler der Pixarstudios schlagen erneut zu. Präzise wie eine Maschine mit einem Herz aus Gold konstruieren jene Maestros ihre liebevollen Charaktere. Ihre Droiden sind nicht plumpe Nachahmungen menschlicher Figuren. Vielmehr erkennen sie die Seele, welche hinter den maschinellen Instrumenten verbirgt, und transportieren sie auf die Haut ihrer Figuren. Mit unglaublich viel Gefühl kreierten sie den herzerwärmenden Helden der Geschichte, einen einsamen und liebenswerten Roboter namens WALL-E. Schon Jahre sind vergangen, seitdem ein artifizieller Charakter der Maschinenwelt eine solch wärmende Aura ausstrahlen konnte, wie dieser kleine Mülldroide. Sein ungeschickter Gang, sein naives Gesicht, seine zärtlichen Äuglein – all diese Nuancen im Spiel des Kleinen erwärmen die Herzen des gesamten Publikums. Man kann die Arbeit von den Studios nur anbeten. Nein, man sollte nicht sagen, dass die Pixar-Mitarbeiter detailverliebt sind. Sie sind „detailstverliebt“ – ein Superlativ, der extra für die Arbeiten des Studios eingeführt werden müsste. Allein, wenn man sich des Droiden kleines voll gerammelte Zuhause auf der verlassenen Erde ansieht, erkennt man jedes noch so winzige Detail. Der Zuschauer erkennt die kleinen Staubpartikeln auf der Oberfläche des verdreckten Zauberwürfels, die winzigen Rostsegmente auf den verbrauchten Zippo und durch das ausgebleichte Glas der Glühbirne den feinen Wolframdraht hindurchschimmernd. In dieser kurzen Sequenz stecken mehr Details als in der gesamten Laufzeit der meisten Computeranimationsfilme.

    Der größte Unterschied, welche sich beim direkten Vergleich von WALL-E mit den anderen Pixar-Werken offenbart, ist der neuartige Gebrauch der Kommunikationsformen. Während in bisher jedem Film aus dem Hause Pixar die Figuren, egal ob Mensch, Tier oder Auto, begannen Wörter zu artikulieren, fand Regisseur und Drehbuchautor Andrew Stanton für WALL-E einen anderen Zugang. Der Film wirkt viel mehr wie einer der dutzend liebreizenden Kurzfilme, durch welche sich Pixar ihr Publikum fand. WALL-E, seine geliebte EVE und all die anderen Droiden kommunizieren nur mit ihren Expressionen und ihren minimalen verbalen Versuchen. Dieser Trick macht es aus, warum die Liebesgeschichte zwischen WALL-E und EVE einen solchen Charme versprühen kann. Um die sympathischen „Stimmen“ aus den Figuren zu kitzeln, wurde der berühmte Sound-Designer Ben Burtt engagiert. Dieser hat schon für die Star Wars-Reihe u. a. die ausdruckstarke Stimme des kleinen R2-D2 kreiert. Mit dem Roboter WALL-E und seiner zauberhaften „Stimme“ gelingt diesem Genie des Tones seine neunte Symphonie.

    Fazit:
    Pixar gelang es erneut. Auch ihr neuntes Kinoabenteuer ist von jener Brillanz des besten Animationsstudios gesegnet. Die Weltraumromanze WALL-E wird die Herzen der Zuschauer erstürmen. Falls sich der einzelne Beobachter auch nur für kurze Zeit von der Leinwand losreißen könnte, würde er vernehmen, wie Hunderte Herzen ein verliebtes Seufzen für den kleinen Roboter ausstoßen würden. WALL-E mag von Außen etwas düsterer wirken, aber in ihm schlägt ein Herz aus reinstem Gold.
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    3,5
    Animation:
    5,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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