The Bank Job

  • Informationen zum Film
  • The Bank Job

  • Originaltitel:
    The Bank Job
    Genre:
    Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    27.06.2008
    Kinostart Deutschland:
    19.06.2008
    Kinostart USA:
    07.03.2008
    Verleiher Österreich:
    Luna Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Kinowelt
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Roger Donaldson
    Drehbuch:
    Dick Clement, Ian La Frenais
    Musik:
    J. Peter Robinson
    Darsteller:
    Christopher Owen, Saffron Burrows, Colin Salmon, James Faulkner, Jason Statham, David Suchet, Craig Fairbrass, Richard Lintern, Gerard Horan, Rupert Frazer, Daniel Mays, Alki David, Robert Whitelock, Stephen Campbell Moore, Ray Nicholas, Hattie Morahan, Keeley Hawes, Johann Myers, Michael Jibson, Georgia Taylor, Peter Bowles, Alistair Petrie, Julian Lewis Jones, Andrew Brooke, Taelor Samways, Kasey Baterip, Don Gallagher, Peter De Jersey, Sharon Maughan, Les Kenny-Green
  • Inhalt
  • Die 60er. Jene Dekade der Liebe. Es ist die Zeit der sexuellen Revolution, die Zeit, um sich von den Fesseln der konservativen Gesellschaft loszulösen. Doch nicht jeder kann mit einer sauberen Weste in die nächste Ära schreiten. Unpassende Photos einer gewissen royalistischen „Princess“ des britischen Imperiums, welche sich in den Händen eines Drogenbarons befinden, machen dem Geheimdienst Anfang der 70er Sorgen. Das Erpressungsmaterial ruht sicher in einem Schließfach der Lloyds Bank. Dem MI5 und MI6 nahe und doch so fern – jedes Einschreiten ihrerseits würde ein Skandal hervorrufen. Doch es gibt immer einen Ausweg. Der gewiefte Agent Tim Everett überredet seine schöne Geliebte, dass sie alte Bekannte aufsucht, um diesen ein Geschäft vorzuschlagen. Die Kleinganoven Terry, Kevin und Dave können bei einem solchen Angebot unmöglich Nein sagen: Eine Bank, keine Sicherheitsanlage und das Wochenende, um diese bis auf den letzten Penny leer zu räumen. Doch, was sich so einfach in der Planung anhört, ist schwieriger als erwartet …
  • Filmkritik
  • Der 11. September, ein Tag des Grauens. Doch schon 30 Jahre vor dem schrecklichen Unglück in New York, erlebte die Oberschicht von London einen wirtschaftlichen Schock. Bei dem größten Bankraub in der Geschichte Englands wurden Unmengen an Geld den oberen Klassen aus den Portmonees gezogen. Die genauen Zahlen sind schleierhaft, da niemand beschreiben wollte, was genau in ihren einzelnen Schließfächern enthalten war. In Bank Job versucht Regisseur und Polit-Experte Roger Donaldson das Londoner Kleinganoventum in den 70ern wieder auferstehen zu lassen.

    Ähnlich wie in Roger Donaldsons letzten Arbeiten, The World Fastest Indian und Thirteen Days, kreiert der Regisseur in Bank Job eine unglaublich schöne Atmosphäre des erzählten Jahrzehnts. Zeigt er in seinen letzten Werken die 60er von zwei völlig unterschiedlichen Perspektiven – das eine Mal in der knisternden Atmosphäre des kalten Kriegs, das andere Mal in sympathisch hellen Farben der Schlussjahre der Dekade –, versucht Donaldson in Bank Job den 70er Jahren Herr zu werden und meistert sein Sujet. Der Film präsentiert sich von einer unglaublich düsteren, ungemütlichen Atmosphäre, die in verruchten Verbrecherwesen Londons angesetzt wird, vergisst jedoch nie den trockenen, britischen Humor einzufügen. Größtenteils gelingt es dem Regisseur fabelhaft dunkle Bilder zu erzeugen, um die Krise der Figuren darzustellen. Leider schien er teilweise an sein Ziel vorbei zu schießen. Seine Bildkomposition schlägt manchmal in kafkaesken Dutch Angles über – ein ausgesprochener künstlicher Beigeschmack bleibt in den „Augen“ der Zuschauer. Diese Künstlichkeit wird nicht nur begleitet, sondern sogar übertroffen von der faden Filmmusik. Diese wälzt sich in klischeehaften, stereotypischen Klängen, die dem Zuschauer und Zuhörer an unzählige Thriller erinnert. Der Score ist ein langweiliger Mischmasch aus schon Bekannten.

    Neben der Musik verschenkt der Film auch große Teile seines Potentials an das Drehbuch. Während sich Donaldson gerade bei seinen zwei letzten Arbeiten stark auf einzelne Personen konzentrierte, geht The Bank Job einen anderen Weg. Mit einer Fülle von verschiedenen Haupt- und Subplots minimalisiert der Regisseur seine Chance auf ein rundes Drehbuch. Besonders zu Beginn scheint einem die Geschichte einfach zu verworren, um wirklich gefallen daran zu finden. Stets wird man von den Hauptcharakteren abgeschnitten, um weitere Nebenfiguren in einer anderen Story zu integrieren. Erst gegen Ende gelingt ein sympathisches, flottes Zusammenspiel zwischen den einzelnen Geschichten und ermöglicht ein derartiges, immer rasanter werdendes Finale. Zwar ist gerade der „Bank Job“ an sich etwas langweiliger präsentiert, dafür absolviert der Film nach dem Abschluss des Raubüberfalls mit unglaublichem Tempo einen famosen Zielsprint.

    Fazit:
    Roger Donaldson versucht in seiner Rekonstruktion des berüchtigten Einbruchs in die Lloyd Bank zu viel hineinzuarbeiten. Gerade diese Fülle an Material bremst den Film sehr stark ab. Dennoch darf sich The Bank Job als einen amüsanten Thriller mit typischem, britischem Humor bezeichnen, der gegen Ende noch einmal voll in Fahrt gelangt.
  • Wertu
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

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