Elektra ist tot. Gestorben ist sie bereits in Daredevil. Aber wie viele Marvel Comics Helden ist auch sie nicht unterzukriegen. Leben oder Tod ist im Comic Genre nicht wirklich bezeichnend. Und so darf auch Elektra wieder unter den Lebenden wandeln.
Der Film beginnt mit einem Deja Vu Erlebnis meinerseits. Die ersten paar Minuten kenne ich doch. Ein Profi muss in einem gesicherten Gebäude mehrere Personen um die Ecke bringen. Und der Boss sieht via Monitor wie seine Untergebenen nach und nach wegsterben. Bis auch er seiner Gefahr gegenüber steht....
Leon als Frau, dachte ich mir. Ähnliche Kameraeinstellungen, stellenweise die selben Kamerafahrten, gut gemacht aber das kenne ich schon... Es sollten die besten Minuten des Filmes bleiben...
Obwohl Elektras Gegner, Kirigi, Typhoid, Stone und Tatoo einiges entgegen zu setzen haben, wird das Können jener visuell unausreichend umgesetzt. Das Werk wird mit schlechten Effekten überschüttet und die dazu gehörenden Zeitlupenaufnahmen oft planlos und viel zu häufig eingesetzt.
Die Regie fügt sich nahtlos hinzu. Oft fragte ich mich welches System Regisseur Rob Bowman ( X - Files ) folgt. Der Film wandelt nur selten in der Jetztzeit. Oftmals sieht man die Vergangenheit mit der Gegenwart gleichzeitig. Und da Elektra auch vorhersehen kann wird die Zukunft auch gleich mit eingebaut. Ach, mit der Gabe der Telepathie mit ihren Gegnern ist sie auch vertraut, und das wird selbstverständlich gleich mit einbezogen.
Und aus diesem “ Wirr Warr “ kommt Rob nicht mehr hinaus. So begibt sich der Regisseur konzeptlos in den Untergang. Unkontrolliert wie eine zerlegtes Puzzle und keiner in Sicht, der dieses Handykap beheben könnte. Kein Produzent, kein Regisseur und vor allem kein Cutter der sein Handwerk versteht.
Keine Schuld trifft den Darstellern. Jennifer Garner, der Fels in der Brandung stemmt sich mit aller Kraft gegen ein Debakel. Und auch die restliche Besetzung ist überdurchschnittlich gut gecastet.
Mit einem “ Schön ihn wiederzusehen “ Gefühl bezeichne ich den Auftritt von Terence Stamp. Der Mann besitzt auch im höheren Alter ein gepflegtes und noch reichlich attraktives Äußeres. Und seine Aura, seine Kraft der Präsenz, ist hinreichend bekannt. ( Ist mir einen halben + Punkt beim Gesamturteil wert )
Fazit:
Nur eingefleischte Comic Fans werden ihr Filmvergnügen bei diesem Werk finden. Aber immerhin besser als Catwoman, wenn auch nur ein bisschen..
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