Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

  • Informationen zum Film
  • Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

  • Originaltitel:
    Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
    Genre:
    Action, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    22.05.2008
    Kinostart Deutschland:
    22.05.2008
    Kinostart USA:
    22.05.2008
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Steven Spielberg
    Drehbuch:
    George Lucas, Philip Kaufman, David Koepp, Jeff Nathanson
    Musik:
    John Williams
    Darsteller:
    Ilia Volok, Joel Stoffer, Karen Allen, John Hurt, Shia LaBeouf, Jim Broadbent, Cate Blanchett, Harrison Ford, Ray Winstone, Andrew Divoff, Sasha Spielberg, Neil Flynn, V.J. Foster, Alan Dale, Pasha D. Lychnikoff, Carlos Linares, Igor Jijikine, Dimitri Diatchenko, Emmanuel Todorov, Venya Manzyuk, Chet Hanks, Brian Knutson, Dean Grimes, Nicole Luther, Sophia Stewart, Chris Todd, Dennis Nusbaum, T. Ryan Mooney, Audi Resendez, Helena Barrett
  • Inhalt
  • Obwohl die Jahre nicht spurlos ins Land gezogen sind, wird Professor Jones ( Harrison Ford ) keineswegs müde, nach den Geheimnissen dieser Erde zu forschen. Diesmal verschlägt es dem archäologischen Veteranen, inklusive Hut und Peitsche, in die Wüste. Wir schreiben das Jahr 1957, als Indy schnellstmöglich die Flucht antreten muss, weil sowjetische Agenten ihm dicht auf den Fersen sind. Auf einen nahe liegenden Flugfeld schafft er es letztendlich zu entkommen. Wieder in sicheren Gefilden zurück gekehrt, erwartet Indiana Jones an seinem College eine unerfreuliche Überraschung. Der amerikanischen Regierung seien die jüngsten Aktivitäten zu Ohren gekommen. Diese zeigen sich wenig erfreut und drängen den Dekan der Universität, Dean Charles Stanford, ( Jim Broadbent ) den unbelehrbaren Schützling zu entlassen. Doch mit diesem Problem kann sich unser Held nicht langfristig beschäftigen, kommt doch mit großen Schritten das nächste Abenteuer auf ihn zu. Mutt ( Shia LaBeouf ), dem Indy vom Verhalten her sehr an ihn selbst erinnert, wenngleich der aufmüpfige freche Kerl um ein Vielfaches jünger ist, bietet einen Vorschlag zur Güte an. Wenn Indy einwilligt, und Mutt bei seinen Plan mit Tat und Rat zur Seite steht, könnte dabei noch einmal ein spektakulärer Fund herausspringen. Ein mythologisches Objekt der Verlockung. Eines das Angst und Schrecken verbreitet, aber auch eine Faszination in sich birgt. Der Kristallschädel von Akator. Natürlich lässt sich Indy nicht zweimal bitten, und startet samt Anhang in eine neue Expetition. Der geheimnisvolle Schädel soll sich in einer sagenumwobenen Stadt, im letzten Winkel Perus, verstecken. Angekommen bemerken die Forscher sehr schnell, dass sie nicht die einzigen Personen sind, die das gleiche Ziel verfolgen. Russische Agenten, mit der schönen Irina Spalko ( Cate Blanchett ) als Anführerin, sind ebenfalls hinter dem rätselhaften Schädel her. Sie denken, wenn man hinter all die Geheimnisse kommt, die der Kristallkopf verbirgt, kann und wird man die gesamte Welt beherrschen. Diese Vorstellung gefällt Indiana Jones ganz und gar nicht. Und so muss er eine Strategie wählen, um einerseits den Schädel in seinem Besitz zu bekommen, und dennoch am Leben zu bleiben.

  • Filmkritik
  • Was geschieht wenn drei Kapazitäten der Filmbranche ihre Leidenschaft, und auch ihr Können, in eine Waagschale legen ? Was passiert wenn Steven Spielberg, George Lucas, und als “Vollender” Harrison Ford, ihre innovativen Köpfe mit Kreativität füllen ? Richtig !!! Es entsteht ein Projekt, welches wesentlich mehr darstellt als nur einen Film. INDIANA JONES - JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES zählt wegen seiner Eigenständigkeit, seiner phantasievollen Geschichte, und nicht zuletzt wegen seiner Kultfigur, zur Kinosensation der 80er Jahre. Da sich die Fans einfach nicht satt sehen konnten, und die Säle mehrmals stürmten, war es nur eine Frage der Zeit bis Fortsetzung Zwei und Drei folgten. INDIANA JONES UND DER TEMPEL DES TODES ( 1984 ) und INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG ( 1989 ) konnten nahtlos an den Erfolg anschließen. Danach wurde es ruhig um Professor Jones, der uns mit seinen Erlebnissen immer an spektakuläre Schauplätze führte. Fast zwei Dekaden später ist es wieder so weit. Noch einmal verlässt er seine Studenten um in staubige Klamotten zu schlüpfen. Noch einmal zieht er den Hut etwas versetzt ins Gesicht, schnappt seine legendäre Peitsche, und startet das vielleicht letzte Abenteuer. Warum es so lange für einen vierten Film gebraucht hat ist schnell erklärt. George Lucas und Steven Spielberg konnten sich wegen dem Drehbuch nicht einigen. Einige der namhaftesten Autoren aus Hollywood schickten dem Duo ihre Vorstellung einer Fortführung frei Haus, jedoch war keine Idee dabei, die den Herren abenteuerlich genug war. Daher verschlang allein die Suche nach einem geeigneten Skript gut 15 Jahre.

    Doch kommen wir endlich zum Wesentlichen. Kann der lang ersehnte vierte Teil mit seinen Vorgängern mithalten ? Wird INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS der ernormen Erwartungshaltung gerecht ? Spätestens beim ersten Auftritt von Harrison Ford ist der Besucher schlauer. Geschickt besorgt Regisseur Steven Spielberg seinen Helden den perfekten Einstieg. Und spätestens ab dieser Minute fängt der Spaßfaktor an zu beben. Die kurzweiligsten zwei Stunden des Kinojahres beginnen. Dem Publikum wird ein Gaudium ins Gesicht gezaubert, welches es für die gesamte Dauer nicht mehr wegbekommt. Indy ist zurück, mitsamt seinem spitzbübischen Lächeln. Dabei darf es keine Rolle spielen ob Harrison nicht schon zu alt geworden ist, um diesen Charakter glaubhaft zu übermitteln. Denn, eigentlich befindet er sich bereits außerhalb des Rahmens. Im Grunde dürfte er keinen 30 Jahre jüngeren Mann, der zudem noch muskulöser und um einen Kopf größer ist, so mir nichts dir nichts aus dem Weg räumen können. Aber ist es in diesem Zusammenhang nicht egal ? Es ist viel wichtiger unseren Titelhelden nach so langer Zeit wieder in Action erleben zu dürfen ! Und, es ist von wesentlich essenziellerer Bedeutung die jahrelange Warterei nach dieser Fortsetzung hinter sich gebracht zu haben !!

    INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS ist auch stilistisch interessant anzusehen. Die Verantwortlichen achten darauf dass die technische Richtung der ersten drei Teile beibehalten wird. Daraus resultiert, das Teil Vier, wie seine Vorgänger, mit ähnlichen Material gedreht wurde. Außerdem konnte mit CGI - Effekten so viel wie möglich gespart werden. Daher sind auch die meisten Stunts von keinen diversen Computerprogrammen unterstützt. So bezieht sich der Film auf seine gewohnten Stärken. Er verweist auf eine gelungene Geschichte, tolle Sets, und nicht zuletzt auf seine liebenswerten Figuren. Die ersten Besprechungen aus aller Welt bekritteln den Film als altmodisch. Aber ist es nicht wichtiger ein Konzept zu besitzen, und dieses über Jahrzehnte konsequent zu verfolgen ? Mit Sicherheit !

    Wenngleich diesmal leider nicht alles Gold ist was glänzt. Denn ein Manko ist vor allem in den Dialogen klar ersichtlich. Die Pointen treffen nicht immer ihr Ziel. Sie wirken nur halbherzig und nicht richtig durchdacht. Und so manches Mal werden die Gags sogar falsch platziert, sodass eine unfreiwillige Komik entsteht.
    Das zweite Minus bezieht sich aus dem, zugegebener Maßen, originellen Skript. Aber nach so langer Vorbereitungszeit müsste doch noch etwas Spektakuläreres heraus springen als diese ( als Wortwitz zu verstehen ) “ ABGEHOBENE “ Geschichte.
    Leider findet dieses Drehbuch nur Platz für zwei gute Rollen. Zum einen ist es natürlich Harrison Ford auf dem Leib geschrieben, der seinen Part wie selbstverständlich über die Bühne bringt. Trotz seiner 65 Jahren haucht er der Figur INDIANA JONES seine spezielle Persönlichkeit ein. Cate Blanchett ist die große Nutznießerin des zweiten ausgeprägten Typus. Hier kann sie ihr Talent voll ausleben und mit ihrer Darbietung brillieren. Ohne jeden Zweifel ist derzeit wohl ausschließlich sie in der Lage, neben Indy zu stehen, und auch wahrgenommen zu werden. Die restlichen Akteure, wie John Hurt, Jim Broadbent oder Karen Allen, dürfen unterstützend mitwirken. Langfristig in Erinnerung wird sie der Besucher jedoch nicht behalten. Dafür sind ihre Szenen nicht einprägsam genug. Das gilt auch für den aufstrebenden Hollywoodstar Shia LaBeouf. Trotz seinem “ Marlon Brando in jungen Jahren “ Outfit, hat man den sympathischen Neuling schon augenscheinlicher erlebt.

    Fazit:


    In diesem speziellen Fall sollte der Kritiker sein Augenmerk nicht unbedingt auf die üblichen, und zu beschreibenden Kriterien richten, sondern hauptsächlich den Funfaktor bewerten. Und der liegt in einem extrem hohen Bereich ! Den so bemängelten “ Old Fashion Style “ wird ein Indy Fan möglicher Weise sogar als Pluspunkt werten. Daher kann es für den Kinobesuch nur eine Devise geben: Spaß haben und genießen, denn Indy ist noch nicht in Rente. Eventuell auch nicht nach Teil IV !

  • Wertu
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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Userkritiken

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Wow, was hat dieser Film für Diskussionen ausgelöst. Jahrelang war er im Gespräch bis es dann schlussendlich zur Verwirklichung dieses Projekts gekommen ist. Viele haben sich den Film gewünscht, aber noch mehr Leute haben wohl gehofft, dass dieser Gedanke auf Eis gelegt wird. Es ist immer sehr gewagt sich an eine Filmreihe zu wagen, die wie hier schon seit über 25 Jahre still liegt und einen derartigen Kultstatus erreicht hat. Besonders Fans der allseits bekannten Indy-Trilogie sind wohl stark voreingenommen in den Film gegangen und wurden sozusagen schon wie vorprogrammiert enttäuscht. Ich hingegen bin nicht mit Indiana Jones aufgewachsen und habe auch die ersten drei Teile erst vor wenigen Jahren gesehen, daher ging ich sicher mit anderen Erwartungen in den Film...

Steven Spielberg und George Lucas haben sich hier wirklich ein gewagtes Projekt vorgenommen, das meiner Meinung nach aber durch und durch gelungen ist. Der Film hat Action ohne Ende, vom Anfang bis zum Schluss. Ob Verfolgungsjagden, Schießereien oder was auch immer - INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDEL bietet das alles. Noch viel wichtiger finde ich aber, dass man das nicht einfach so hingeklatscht hat, sondern alles im typischen Indy-Stil abläuft. Den hat man bemerkenswert gut an die heutige Zeit angepasst ohne aber den Hang zum Original und das, wofür die Filme so beliebt und bekannt sind, zu verlieren. Die Effekte sind einfach unglaublich, atemberaubend. Hier hat man die technischen Möglichkeiten mit Sicherheit bis an ihre Grenzen gebracht, was in jedem Augenblick des Films zu sehen ist. Ob es nun die Settings sind, die einfach wunderschöne Bilder liefern oder die Action, die vielfältig und gut gemacht ist, aber dennoch den unrealistischen Hauch hat, der den Charme der Reihe ausmacht.

Aber der Mix aus modern und klassisch ist auch bei den Darstellern positiv anzumerken. Klar ist, dass Indiana Jones ohne Harrison Ford niemals möglich wäre, dass aber auch Karen Allen wieder dabei ist erfreut mich besonders - bringt einfach in nostalgischer Sicht einen kleinen Bonus. Das neue Gesicht Hollywoods, Shia LaBeouf, finde ich im Gegensatz zu vielen in fast all seinen Filmen sehr gut, so auch hier. Das ganze wird aber natürlich noch von der Story gepusht, die sie alle zusammenbringt und einen weiteren Pluspunkt einbringt. Die Storyline im Allgemeinen finde ich absolut klasse, denn auch eine Verbindung zum Original (oder besser zu früher) wird hergestellt und darin eingebunden. Ansonsten muss ich sagen, dass man sich auch hier wieder reichlich Gedanken mit Liebe zum Detail gemacht hat. Ein großer Schwachpunkt war im Kino damals für mich das Ende des Films, auf das ich jetzt kurz im Spoiler eingehen möchte:

VORSICHT SPOILER
Ich dachte mir nur "Was?! Auf einmal heben die Aliens ab? Das ist Indiana Jones!" und war ein wenig... nicht enttäuscht, aber verwirrt. Als ich mich dann aber ein wenig über die Hintergründe informiert habe wurde mir einiges klar und dieser Punkt hat sich in meiner Ansicht um 180° gedreht. Denn die ersten drei Indiana Jones-Filme sollten ja eine Hommage an das Kino der 30er Jahre sein. Die Zeit die zwischen den Teilen 3 und 4 vergangen ist hat man auch in den Film eingebaut und da in den 50er Jahren das Sci-Fi Kino auflebte hat sich dies für den 4. Teil der Reihe als passend erwiesen - und das ist es meiner Meinung nach auch absolut!
SPOILER ENDE

Kurz für alle, die den Film noch nicht gesehen haben: Ich fand das Ende im Kino damals einfach nur skurril und unpassend. Allerdings sollte man im Bezug darauf einige Hintergrundinfos einholen, die meine Meinung darüber beispielsweise um 180° gedreht haben. Tolles Ende!

Ansonsten gibt's nur noch den Soundtrack anzumerken, der schon bei den ersten 3 Teilen genial und heute immer noch einer der kultigsten und bekanntesten ist. Leicht abgeändert kommt der hier mindestens genauso gut wie bei den Originalen, ein unglaublich wichtiger Teil des Films.

Ein toller Nachfolger, den ich mir so gut niemals erwartet hätte. Ein Film, der in visueller Hinsicht keine Wünsche offen lässt und 2 Stunden Popcornkino at its Best liefert!

8/10 Halbtagsarchäologen

geschrieben am 17.08.2011 um 16:58

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ø Wertung: 6,9/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 1