Aleksandra

  • Informationen zum Film
  • Aleksandra

  • Originaltitel:
    Aleksandra
    Genre:
    Krieg, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Russia
    Produktionsjahr:
    2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Aleksandr Sokurov
    Drehbuch:
    Aleksandr Sokurov
    Musik:
    Andrey Sigle
    Darsteller:
    Galina Vishnevskaya, Vasily Shevtsov, Raisa Gichaeva, Andrei Bogdanov, Aleksandr Kladko, Aleksei Neymyshev, Rustam Shakhgireev, Evgeni Tkachuk
  • Inhalt
  • Schon sieben Jahre hat die mittlerweile alt gewordene Aleksandra Nikolaevna ihren Enkel nicht mehr gesehen. Darum entscheidet sie kurzerhand, Denis an seinem Aufenthaltsort zu besuchen, um ihn noch einmal in ihre Arme schließen zu können. Denis lebt als Offizier in einem Militärcamp in Tschetschenien. Aleksandra nimmt einen langen und beschwerlichen Weg auf sich um ihren Leben zum Abschluss noch einen Sinn zu geben. Soldaten, die ihr unterwegs begegnen, helfen der betagten Frau so weit es ihnen möglich ist. Schließlich ist sie am Ziel und erfährt, das ihr Enkelkind unter einfachsten Umständen sein Leben bestreitet. Er und seine Mannen, macht die Situation, in der sie sich befinden, nichts aus. Sie haben sich abgefunden, einen Krieg zu führen der offensichtlich mehr in den Köpfen stattfindet. Sie warten auf einen Feind, den es womöglich gar nicht gibt. Scheinbar verwirrt aber glücklich, ihr Familienmitglied noch einmal getroffen zu haben, begibt sich Aleksandra wieder auf eine Reise. Mit Sicherheit wird es ihre Letzte sein.

  • Filmkritik
  • Nicht nur national zählt Regisseur Alexander Sokurov zu den Meistern seines Faches. Seit mehr als 30 Jahren inszenierte der 1951 in Russland geborene Filmemacher annähernd 50 Werke. Auf seinen filmschaffenden Weg wurde er mit diversen Preisen überhäuft. In ALEXANDRA, der in Cannes 2007 im offiziellen Wettbewerb lief, bleibt Sokurov seiner erzählerischen Stilistik treu. Ohne vieler Worte bedient er sich einer Bildgewalt, diese er mit eigenwilligen und matten Farben unterstreicht. Er setzt zudem auf eine faszinierende und unnachahmliche Stimmung, die eine Atmosphäre in poetischer Form widerspiegelt. Sokurovs Filme sind zugegebener Maßen nicht leicht verdaulich. Sie müssen, und dazu zählt auch dieses neueste Werk, erarbeitet werden. Wer einen Film einfach nur genießen will, ist hier falsch am Platz. Wenn der Betrachter aber auf einen Anspruch im Film pocht, dem erwartet ein Genuss auf intellektueller Ebene. ALEXANDRA bleibt somit, anders als die übliche Filmkost, länger in Erinnerung haften. Es obliegt hiermit jedem einzelnen Zuseher, ob er diese “ komplizierte Filmsprache “ mag oder nicht.

    ALEXANDRA ist ein Drama das seine Szenerie an Kriegsschauplätzen führt. Es kommt im Film zu keinerlei gewalttätigen Kriegstreibereien. Die Soldaten scheinen sich zu langweilen. Das Nichtstun, oder so tun als ob, steht an der Tagesordnung. Tristesse und Zeitvertreib bleiben die primären Handlungen der dort befindlichen Armee. Alexander Sokurov will mit diesem Aspekt wohl auf normale Zustände in diversen Kriegsgebieten Tschetscheniens hinweisen. Den Berufsoldat als ein Routinejob zu zeigen, war wohl ein Anliegen des Filmemachers. Die Sinnhaftigkeit jeden einzelnen Stationierten ein Weiteres. Ein kleinwenig und ganz entfernt erinnert dieser Umstand an Sam Mendes JARHEAD. Obwohl die stilistische Umsetzung beider Filme keinen Vergleich standhält und unterschiedlicher nicht sein kann.

    ALEXANRAS Geschichte ist schnell erzählt. Aber vielleicht ist es die Schlichtheit, die den Inhalt schneller auf den Punkt kommen lässt. Vielleicht ist es die Einfachheit die das Gesehene berührbarer macht. Und möglicher Weise ist es seine Geradlinigkeit die einen Film näher als nur auf die Leinwand bringen kann. Der Komponist Andrei Sigle unterstützt Sokurovs Bilder mit einer eindringlichen, aber immer melodiösen Orchestralmusik. Seine Musikalität trägt sehr zur Symbiose des Filmes bei.

    Fazit:


    ALEXANDRA ist ein Film der die Zuseher in zwei Lager spaltet. Die einen werden nichts damit anzufangen wissen und sich womöglich zu Tode langweilen. Die anderen aber, denen es mitunter auch Vergnügen bereitet, sich für einen Film quälen zu können, werden vermutlich mit Lob nur um sich schmeißen.

  • Wertu
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

Userkritiken

User Kritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 0/10 | Wertungen: 0 | Kritiken: 0