Das ist also der Plot um Run Fatboy Run. Mit diesem „Versuch“ einer interessanten Geschichte probiert Drehbuchautor und Geschichtenklauer Michael Ian Black dem Zuschauer ein witziges Filmerlebnis zu präsentieren. Doch dabei läuft dieses Good-Feel-Movie jede erdenkliche Etappe des typischen Liebesfilmgenres ab: Da gäbe es den braven und freundlichen Konkurrenten (den etwa Simon Pegg gleich als „Arsehole“ bezeichnet – und wie es sich später herausstellt, zu Recht). Der Antiprotagonist hat natürlich viel bessere Chancen bei seiner Angebeteten. Kurz vor Ende scheint mit dem obligatorischen Heiratsantrag des Gegenspielers jegliche Möglichkeit für den sympathischen Helden abgefahren zu sein. Somit präsentiert uns der gebürtige Amerikaner nicht viel Neues bei seinem Ausflug in dem britischen Humor.
Doch genau hier kommt Simon Pegg ins Spiel, der sich schon bei Shaun of the Dead als einer der kreativsten Komödienautoren Englands bewies. Auch wenn die Geschichte kaum einen Anspruch auf Innovation stellen darf, so konnte Black mit seinem Co-Autor Simon Pegg einen überaus wohltuenden Spaß kreieren. Besonders gelungen ist das Rennen, welches sich die beiden Freunde Dennis (Simon Pegg) und Gordon (Dylan Moran) um die Gunst des Zuschauers liefern. Egal, ob Moran sich bei einer Party einfach mal ein Bad genehmigt, oder Pegg unter den seltsamen Trainingsmethoden leidet. Es bleibt bei dem Spiel der beiden grandiosen Comedians einfach kein Auge trocken ! Jedoch gibt es auch einige Aussetzer im Drehbuch, wenn etwa die beiden den Graubereich zwischen schwarzen britischen Humor und derben Klamaukeinlagen betreten. So kann es schon sein, dass der Zuschauer bei manch einer Szene angewidert wegblicken muss.
David Schwimmer setzte sich nun daran den köstlichen Spaß auf die große Leinwand zu bannen. Den meisten wird der Name noch aus den Credits der Erfolgsserie Friends geläufig sein, wo er den schrulligen Paläoontologen Ross mimte. Schon viele Jahre versucht Schwimmer, neben seinen Synchronisations- und Schauspielarbeiten, sich auch im Regiegebiet zu etablieren, aber seine Versuche waren stets nur auf der Mattscheibe zu begutachten. Da Schwimmer sich bei seinem ersten Auftrag für das Kino keine groben Schnitzer leistet, führt er dem Publikum eine relativ gute Arbeit vor. Viel mehr lässt er Simon Pegg, der sich schon längst zu einer Institution des britischen Humors hochgespielt hat, viel Raum, damit er seinen natürlichen Witz am besten entfalten kann. Dabei untermalt Schwimmer dessen Spiel sozusagen mit einem Best-Of der britischen Musikkultur, welches trotz seiner eigentlichen Einfallslosigkeit einfach nur gute Laune macht.
Fazit:
Run Fatboy Run präsentiert sich als ein wahrer Marathon für die Lachmuskeln. Zwar wird die Geschichte kaum interessieren, dennoch lässt man sich überaus gerne von dem euphorischen Spiel Peggs mitreißen.
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