Als Regisseur hat sich Adam Brooks bislang noch keinen Namen gemacht. Aber als Drehbuchautor ist er ein alter Hase. Skripts wie zum Beispiel, FRENCH KISS, PRACTICAL MAGIC, WIMBLEDON oder BRIDGET JONES 2 verbucht der Filmschaffende auf sein Konto. Klar, dass er für VIELLEICHT, VIELLEICHT AUCH NICHT, neben der Regie auch selbst zum Schreiber griff. Der 1956 in Toronto geborene Kanadier beweist, dass er ein Talent besitzt Charaktere im Buch wachsen zu lassen. Die Zeichnung dieser Personen wurden klar gezogen und sind somit leicht in den Film einzufügen. Damit entstand ein rundum Ganzes, dass zwar nicht den Olymp der romantischen Komödie erreicht, aber immerhin im aufrichtigen Bereich anzusiedeln ist.
Das größte Plus, das DEFINITELY MAYBE im Original besitzt, sind seine Darsteller. Beginnend mit dem Protagonisten Ryan Reynolds, der dem Besucher spätestens seit dem THE AMITYVILLE HORROR Remake oder SMOKIN ` ACES ein Begriff sein sollte. Schon allein die Tatsache, dass er mit seiner kleinen Filmpartnerin fürsorglich umgeht, wird bei dem, vor allem weiblichen Zuseher, Sympathie hervorrufen. Die Tochter wird im übrigen von Abigail Breslin verkörpert. Ihr Filmdebüt startete sie in M. Night Shyamalans SIGNS. Wirklich bekannt aber ist sie seit der 2006 entstandenen Komödie LITTLE MISS SUNSHINE. Seit dem preisgekrönten Werk ist das 12 jährige Schauspieltalent in jeder Munde. Derzeit ist sie gemeinsam mit Dakota Fenning, das amerikanische Aushängeschild der jungen weiblichen Generation. Mit Rachel Weisz und Kevin Kline weist diese Produktion auch zwei absolute Top Stars auf, die allerdings nur mit besseren Nebenrollen auskommen dürfen. Aber insgesamt fährt das gesamte Ensemble ein beachtliches Niveau an Schauspielkunst auf.
Was möglicherweise ein wenig auf die Stimmung drückt ist die Tatsache dass VIELLEICHT, VIELLEICHT AUCH NICHT, bei aller Seriosität zu wenig Gefühl ins Spiel bringt. Eventuell liegt es auch daran, dass der hier schreibende Kritiker zur männlichen Zunft gehört, und deswegen nicht unbedingt den schnellen Zugang findet. Wahrscheinlich wird eine Sie viel eher empfindlich wenn es um etwaige Herzensangelegenheiten geht. Dennoch bleibt dieser Film sehenswert, und es lohnt sich speziell für Romantiker, dafür ins Kino zu wandern.
Fazit:
Adams Brooks führt uns in dieser Romantik Komödie auf soliden Boden. Musik, Kamera und das Drehbuch bewegen sich knapp über dem Durchschnitt. Die Darsteller sind allesamt sehenswert. Insgesamt wird der Betrachter ein durchaus gutes Zeugnis ausstellen können.
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