Die Geheimnisse der Spiderwicks

  • Informationen zum Film
  • Die Geheimnisse der Spiderwicks

  • Originaltitel:
    The Spiderwick Chronicles
    Genre:
    Abenteuer, Familie, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    20.03.2008
    Kinostart Deutschland:
    20.03.2008
    Kinostart USA:
    14.02.2008
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Mark Waters
    Drehbuch:
    Karey Kirkpatrick, David Berenbaum, Tony DiTerlizzi, Holly Black, John Sayles
    Musik:
    James Horner
    Darsteller:
    Mariah Inger, Nick Nolte, John Sayles, Martin Short, Mary-Louise Parker, Tyler Patrick Jones, Seth Rogen, Freddie Highmore, David Strathairn, Andrew McCarthy, Joan Plowright, Jordy Benattar, Kyle Switzer, Tod Fennell, Jeremy Lavalley, Lise Durocher-Viens
  • Inhalt
  • Helen braucht dringend eine Arbeit, um ihre drei Kinder zu versorgen. Sie ergreift die Möglichkeit, die ihr in einem kleinen Nest geboten wird, und zieht Hals über Kopf in das verlassene Anwesen der Tante Spiderwick, welches tief im Wald schlummert. Während sich Simon und Mallory mit der Wahl zum Wohle der Familie abfinden können, kann sich der ungestüme Jared mit dem Gedanken, in dem kleinen Städtchen weit weg von seinem Vater zu wohnen, absolut nicht anfreunden. Bei einer Erkundigung des Hauses findet der neugierige Jüngling einen versteckten, mysteriösen Raum. In diesem entdeckt er ein geheimnisvolles Buch, welches mit einer Warnung versehen ist: „Wag es nicht dieses Buch zu lesen. Wirfst du nur einen Blick hinein, dann können die Folgen tödlich sein.“ Von dieser Warnung angeheizt kann sich Jared nicht halten und verschlingt die Literatur. Ein Sachbuch über magische, irreale Wesen scheint das Werk zu sein. Doch als plötzlich eines jener Wesen aufgebracht vor ihm steht und ihm die fatalen Folgen erklärt, scheint der Spaß zu Ende zu sein: Ein mächtiger Oger versucht das Buch in seine Klauen zu bekommen und ist nicht scheu dabei über Leichen zu gehen …
  • Filmkritik
  • Die bekannte amerikanische Schriftstellerin Holly Black schrieb 2003 den Beginn ihrer mehrbändigen Fantasyreihe, The Spiderwick Chronicles: The Field Guide. Die Reihe sollte eine gute Kinderlektüre werden, die die Kleinen unter uns mit abenteuerlichen und fantastischen Erzählungen in eine andere Welt führt. Ohne dass die Autorin überdimensionale Themen wie etwa Religion und Diktatur den Kindern, wie in der Narnia-Reihe und His Dark Materials aufzuzwängen versucht, fesselt sie die Kinder mit der spannenden Geschichte über die drei Geschwister. Nur 4 Jahre später folgt nun diese Adaption der fantastischen Welt von Mark Waters.

    Nachdem das wahre Fantasy-Genre mit seinen bombastischen Kulissen für Jahre in der Versenkung verschwand, erlebt es nun schon seit einer ganzen Weile ein gigantisches Revival. Die alten Holzkulissen sind vergessen, die sympathischen Gummipuppen verstauben im Regal. Es ist die Ära des Computers und die Erkenntnis, was nun alles wahrlich möglich ist. Die mit Preisen zugeschüttete Adaption der Lord of The Rings-Trilogie gab den Startschuss für die Auferstehung der Welten, die von Goblins und Orks regiert werden. So versuchten viele ihr Glück mit den irrealen Gestalten – doch die Meisten scheitern mit geringen Erfolg. Doch welch angenehm sympathische Fantasyunterhaltung uns Routinier Waters, der den Regiestuhl belegte, hier serviert, ist einfach nur erstaunlich. Waters, der eigentlich eher für seine guten romantischen Teeniekomödien wie etwa Mean Girls oder Freaky Friday bekannt ist, gelang der Umstieg in das fantastische Genre mit Leichtigkeit. Zwar verzettelt er sich manchmal in visuelle Spielereien, wie etwa in den Rückblenden über den alten Spiderwick, der gerade das Buch schreibt, doch kann sich stets fangen. Das Auge des Zuschauers wird mit den exzellent designten Figuren betört. Diese stammen noch aus der Vorlage, die von dem Illustrator Tony DiTerlizzi mit fantastischen Zeichnungen belebt wurde. Waters wusste anscheinend, welch traumhafte Illustrationen er hier fand, und gibt eben jenen fantasiereichen Gestalten sehr viel Platz zum Atmen.

    Die Produktion ist punkto Spezial-Effekte leider nicht auf dem neuesten Stand. Somit wirkt manchmal eine der originellen Figuren, besonders bei Halbtotalen und Totalen, ein bisschen auf den Zelluloidstreifen geklebt. Nur die Nahaufnahmen der wirren Fratzen dürfen sich als gut bezeichnen, da sie nur kaum als irreal erkannt werden. Aber dieses Aufzeigen der Irrealität der Welt bedeutet weder bei den Kindern noch bei der Begleitung einen Abbruch der sehr guten Unterhaltung, die dank der witzigen Geschichte aufkommt. Besonders die Sprösslinge werden von manch einer Gestalt aus dem Film beeindruckt und vielleicht sogar sehr gegruselt werden. Der Oger, der Bösewicht des Filmes, wird sich dank einiger bemerkenswert düsteren Szenen sicherlich in die Köpfe der Kleinen als einer der furchteinflößesten Schurken aus Kindertagen spielen.

    Die tolle schauspielerische Leistung des Casts soll zuletzt nicht ungenannt bleiben. Besonders Freddie Highmore beweist nach Filmen wie Marc Forsters Finding Neverland und Luc Bessons Arthur et les Minimoys, warum er zu den meist gefragten Kinderdarstellern Hollywoods und Groß Britanniens zählt. Der britische Jungspund meistert seine Doppelrolle als Jared und dessen stark konträren Bruder Simon mit Bravour. Es scheint ihm ein Leichtes, solch Edelmimen wie etwa den Oscar-Nominierten David Strathairn (Good Night, And Good Luck) zum Teil an die Wand zu spielen. Unter den realen Schauspielkumpanen scheint sich keiner zu finden, der dem Jungdarsteller die Stirn bieten kann – doch die Welt aus dem Computer schickt ihm Rivalen entgegen. Dem Oger Mulgarath, dem schon genannten, düsteren Erzbösewicht, verleiht Nick Nolte im Original-Ton seine raue und umbarmherzige Stimme, welche dem Monstrum den Feinschliff verpasst. Auch Seth Rogen als vogelverrückten Hogsqueal und Martin Short als stets reimenden Thimbletack verleihen im Original ihren Charakteren ihre einmalige Präsenz im Film.

    Fazit:
    Mark Waters gelang mit Die Geheimnisse der Spiderwicks einen unvergesslichen und höchst sympathischen Kinderfantasy-streifen, der auch für die Begleitung manch eine ironische Überraschung parat hält.
  • Wertu
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Sebastian Klausner

BILDER ZUM FILM

BildBild

Kommentare

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

Userkritiken

User Kritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

DIE GEHEIMNISSE DER SPIDERWICKS war für mich niemals ein Pflichtfilm, um's gleich vorne weg zu nehmen. Grundsätzlich bin ich kein Fan von solch kindlichen Fantasfilmen, Harry Potter beispielsweise hab ich lange boykottiert bis ich früher oder später doch irgendwie gefallen an den Filmen gefunden habe. Man kann dabei einfach wieder Kind sein und sich auf die Abenteuer der kleinen Protagonisten gut einstellen. Es ist einfach schön sich mal in eine Fantasiewelt zu begeben und seiner Kindheit zuliebe mal wieder ein "Abenteuer" erlebt. DIE GEHEIMNISSE DER SPIDERWICKS gehört jetzt zwar nicht zu den Filmen die ich aufgrund dieser Intention unbedingt sehen musste, doch bei einem guten Angebot konnte ich nicht widerstehen, sodass ich bei der Bluray zugriff. Nachdem die Scheibe nun lange Zeit im Regal vor sich hin staubte bekam ich nun wieder einmal Lust auf ein solches Erlebnis...

Wie erwartet bot DIE GEHEIMNISSE DER SPIDERWICKS kaum Überraschendes und funktioniert genau so wie man's sich erwarten konnte. Soll nicht heißen, dass der Film schlecht ist (denn das ist er nicht) - er bietet einfach nur Unterhaltung die man nicht öfter als einmal gesehen haben muss. Die Effekte sind absolut in Ordnung, wenn auch kein Vergleich zu Harry Potter (aber auch das war nicht zu erwarten), und sehr fantasievoll in Szene gebracht. Die Geschichte selbst ist natürlich auf das jüngere Publikum zugeschnitten und genau dem würde ich diesen Film auch empfehlen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man sich als Kind hier durchaus in die Geschichte versetzen kann - als Erwachsener fällt das hier um einiges schwerer. Wieder der Vergleich zu Harry Potter, wo man das besser hinbekommen hat.

Vor dem jungen Freddie Highmore ziehe ich allerdings meinen Hut. Er ist ja gleich in zwei Rollen zu sehen und zwar in der des Jared und des Simon. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein und genau das macht es so schwer beide zu verkörpern, was Highmore aber super hinbekommt. Die restlichen Darsteller bleiben meiner Meinung nach im Hintergrund und sind trotz langer Screentime eher nebensächlich.

DIE GEHEIMNISSE DER SPIDERWICKS ist ein kurzweiliges Fantasy-Abenteuer das man sich mal ansehen kann, bei einmal bleibt's aber höchstwahrscheinlich auch. Nette Effekte, nette Story und ein guter Hauptdarsteller - wer aber mal die Stärken von Harry Potter anhand anderer Filme erkennn will sollte sich diesen Film hier mal ansehen.

6,5/10 Speise-Aufzüge

geschrieben am 18.08.2011 um 13:45

Wäre ich bösartig müsste ich den Film in „Harry Potter und die Geheimnisse der Spiderwicks“ umbenennen. Es ist schon fast schändlich, in welchem Ausmaß man beim Ansehen des Films Parallelen zwischen diesem Film und dem großen Franchise sehen kann – mal abgesehen von der Tatsache der Existenz von Magie an sich: Ein „Hauself“, Unsichtbarkeit, verschollene Verwandte, ein Greif als Transportmittel, ein Bösewicht der seine Form verändern kann, etc. pp.

Viele Parallelen wird man selbst dann finden, wenn man sie nicht sucht. Ich will ehrlich gesagt nicht wissen, wie viele Gemeinsamkeiten man bei einem genauen Vergleich entdecken würde. Dies trübt den Gesamteindruck des Films doch maßgeblich, da die Geschichte nahezu keine Originalität und Innovation aufweist und nicht nur durch die forcierten Kinderfilm-Wendungen wie auch das „natürliche“ Happy End vorhersehbar erscheint. Allerdings sind die Fantasiewesen durchaus unterhaltsam und vor allem das Ende des Oberbösewichts wird viele zum Lachen bringen – kleine Schmunzler zwischendurch sind auch mit von der Partie.

Die jungen Schauspieler geben sich sichtlich Mühe aber können doch nicht durchgehend überzeugen. In vielen Szenen sind sie daran klar selbst schuld, oftmals verlieren sie auch nur einfach den Kampf gegen das schwache Drehbuch. Die Fantasywesen sehen nett aus und wurden gut in die Umgebung integriert, wenngleich ein Vergleich mit höher budgetierten Hollywoodproduktionen doch nicht getätigt werden sollte. Die Inszenierung und die Musik sorgen aber gelegentlich durchaus für Stimmung, sodass „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ insgesamt zwar nur wenige überwiegend junge Zuschauer überzeugen wird können aber auch nicht als grauenhaft schlecht in Erinnerung bleibt.

Einige witzige Elemente sind nicht genug um aus „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ einen guten Film zu machen. Über weite Strecken stört die unoriginelle Handlung des Films, von der viele Elemente in anderen Filmen (vor allem in den Harry Potter Verfilmungen) wiederentdeckt werden können.

geschrieben am 25.07.2011 um 00:48

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 5,7/10 | Wertungen: 3 | Kritiken: 2