Constantine

  • Informationen zum Film
  • Constantine

  • Originaltitel:
    Constantine
    Genre:
    Drama, Fantasy, Mystery
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    17.02.2005
    Kinostart Deutschland:
    17.02.2005
    Kinostart USA:
    18.02.2005
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Francis Lawrence
    Drehbuch:
    Kevin Brodbin, Jamie Delano, Garth Ennis, Frank A. Cappello
    Musik:
    Brian Tyler, Klaus Badelt
    Darsteller:
    Stephanie Fabian, Nicholas Downs, Pruitt Taylor Vince, José Zúñiga, Shia LaBeouf, Rachel Weisz, Keanu Reeves, Peter Stormare, Larry Cedar, Ann Ryerson, Francis Guinan, April Grace, Djimon Hounsou, Tanoai Reed, Sharon Omi, Tilda Swinton, Max Baker, Gavin Rossdale, Jesse Ramirez, Suzanne Whang, Jhoanna Trias, Alice Lo, Quinn Buniel, Connor Dylan Wryn, Laz Alonso, Jeremy Ray Valdez, Jose Molina, Barbara Pilavin, C.W. Pyun, Edward J. Rosen
  • Inhalt
  • John Constantine verfügt über eine besondere Gabe. Er sieht das wahre Gesicht der sogenannten "half breeds", der gefallenen Engel und Dämonen, der von Himmel und Hölle Verstoßenen, die sich als Menschen getarnt in unserer Welt aufhalten. Seine Gabe wird jedoch zum Fluch, bereits mit 15 Jahren begeht er einen Selbstmordversuch. Wie es sich für Selbstmörder geziemt fährt Constantine zur Hölle. Er wird jedoch wieder in die Welt zurückgeschickt und fristet sein Dasein als Exorzist und Dämonenkiller. Er erhofft sich davon irgendwann einmal genug Seelen vor den Kräften des bösen gerettet zu haben, um seine Sünden damit bezahlen, und einen Platz im Himmel ergattern zu können.

    Die Übergriffe dämonischer Schattenwesen häufen sich, es braut sich offenbar etwas zusammen. Die Polizistin Angela Dodson (Rachel Weisz) konfrontiert ihn mit dem scheinbaren Selbstmord ihrer Zwillingsschwester Isabel und kann ihn schließlich dazu überreden Ermittlungen anzustellen. Je tiefer sich die beiden in den Fall verstricken, desto deutlicher wird der Zusammenhang mit den anderen übernatürlichen Ereignissen. Das Gleichgewicht der Mächte in unserer Welt ist knapp daran in die Richtung des Bösen zu kippen...
  • Filmkritik
  • Everything is useless -----
    CONSTANTINE ist ein emotionell sehr unterkühlter Film, der zwei Stunden lang die Gefühlswelten der Zuseher zu winterlichen Frost erstarren läßt. Die interessante Ambivalenz des Films liegt darin, dass seine gefühlskalte Gleichgültigkeit sowohl seine größte Stärke, als auch seine größte Schwäche darstellt. John Constantine, die Hauptfigur des Films, ist so dermaßen desillusioniert, dass er glaubhaft den Eindruck vermittelt die Hoffnungslosigkeit bereits im Kindesalter hinter sich gelassen zu haben. Keanu Reeves entzieht seiner Darstellung konsequent jede Gefühlsregung, seine Mimik erstarrt zur Maske aus Distanz und Gleichgültigkeit, die er seiner Umwelt entgegenhält. Sein düsterer, abgründiger Humor ist eine giftige Mixtur aus schneidenden Sarkasmus und verbitterter Trotzigkeit, die nahezu jede Szene des Films wie ein übel riechendes Leichentuch einhüllt. CONSTANTINE ist definitiv kein Film in dem man sich als Zuseher wohlfühlen kann. Vielmehr baut die Atmosphäre aus schleichender Apathie eine Distanz zum Geschehen auf, die letztendlich den Eindruck entstehen läßt, dass der Film am Zuseher vorbei, in weiter Ferne abläuft. Obwohl diese Grundstimmung für die Hauptfigur des Films hervorragend funktioniert, schließt sie den Zuseher von der Teilnahme aus. John Constantine würde diese verschrobene Ambivalenz bestimmt amüsieren...

    Nothing ever matters -----
    CONSTANTINE basiert auf der Comicserie "Hellblazer" und ist eine Mischung aus religiös angehauchten Horror, Fantasy Comic und Film Noir. Handwerklich wartet der Film mit einigen interessanten Kameraperspektiven, überwiegend guten Darstellungen (allen voran das köstlich überzogene Spiel von Peter Stormare als Luzifer) und mit viel Liebe zu kleinen Details ausgestatteten Sets auf. Für die Inszenierung der Hölle wird tief in die CGI-Trickkiste gegriffen. Die visuellen Übergänge zwischen der realen Welt und der Hölle sind überwiegend gut gelungen. Die Bilder der Hölle sind eine aufregende Mischung aus unzähligen CGI-Effekten, die sich bewußt selber verzerren um die Wahrnehmung verschwimmen zu lassen. Manchmal scheinen sich die Bilder auf der Leinwand buchstäblich vor den Augen des Zusehers aufzulösen wie das Warner Brothers Logo am Anfang des Films. Weitaus weniger rühmlich ist die Umsetzung eines Dämons, der sich aus allerlei Ungeziefer, Schlangen, usw. zusammensetzt. Der wäre in X-2 weitaus besser aufgehoben gewesen. Vielleicht liegt es aber lediglich daran, dass primär in solchen Szenen das Comicmovie in den Vordergrund tritt und sich die (wohl dosierten) Action-Szenen nicht wirklich gut in die melancholische Phlegmatik des Films einfügen.

    Welcome to the fall -----
    CONSTANTINE ist ein durch und durch zwiespältiger Film: Interessant, aber nicht spannend. Humorvoll, aber nicht witzig. Unterkühlt, aber nicht cool. Auf jeden Fall ist er ein interessantes Regiedebut von Francis Lawrence. Die Inszenierung ist die meiste Zeit über in Ordnung, die Umsetzung handwerklich durchaus gelungen. Ein paar Schwachpunkte finden sich zweifellos in der Story und bei den Effekten, insgesamt jedoch überwiegen die positiven Eindrücke. An dieser Stelle sei auch noch die hervorragende Tonspur des Films erwähnt, die maßgeblich zur Atmosphäre beiträgt und viele Schockmomente erst so richtig funktionieren läßt. In einer Zeit, in der die Filmstudios Comicverfilmungen am Fließband produzieren, hebt sich CONSTANTINE auf wohltuende Art und Weise vom typischen Superhelden Einheitsbrei ab. Er präsentiert einen kettenrauchenden und desillusionierten Antihelden als Hauptfigur, die erfrischend wenig mit liebeskranken Spinnenmännern, jugendfreien Lack- und Lederkätzchen und drolligen Höllenjungen gemein hat. Es scheint, als ob selbst Comicmovies irgendwann mal erwachsen werden dürfen...
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    eXistenZ

Kommentare

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User Kritiken

User Kritiken

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Ich bin kein Fan von Fantasy und bin nicht allzu religiös - warum also hab ich mir den Film angesehen? Weil er eine besondere Optik verspricht, ich Keanu Reeves gerne sehe und ich den Film schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe und wissen wollte, ob er noch die gleiche Wirkung auf mich hat wie damals kurz nach Release. Das hat der Film nicht ganz geschafft, woran das liegt...?

Erstmal kurz zum Plot: Die Polizisten Angela Dodsen will dem Hintergrund des angeblichen Selbstmordes ihrer angeblich psychisch kranken Zwillingsschwester auf den Grund gehen. Dabei wird sie auf den Exorzisten John Constantine aufmerksam. Dieser besitzt seit seiner Kindheit die Fähigkeit Dämonen und Engel sehen zu können, denen es aber nicht gestattet ist in die menschliche Dimension einzutreten. Constantine's Aufgabe ist es seit seinem Selbstmordversuch den er als Jugendlicher unternahm und dadurch 2 Minuten im Jenseits war, jene die dieses Gesetz brechen wieder ins Jenseits zu befördern...

Der Film bietet für mich von Anfang bis Ende gute Blockbusterunterhaltung, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Story und ihre Inszenierung sind zwar durchaus durchdacht und schön bebildert, das alles kann aber nur oberflächlich überzeugen. Auch wenn die Geschichte erkennbares Potential hat fehlt ihr die nötige Tiefe, die durch die Effekte ersetzt werden soll. Diese sind bei CONSTANTINE übrigens der Beweis für den schnellen Fortschritt der Technik. Ich weiß noch wie mich die Effekte damals richtig umgehauen haben und auch wenn sie heute noch für eine schöne optische Note sorgen und nicht schlecht aussehen, sehen sie zumindest viel zu offensichtlich aus. Das stört mich aber nicht zwangsläufig, da das auch irgendwie den Charme des Films ausmacht.
Die Darsteller wirken alle irgendwie gefangen in der Oberflächlichkeit des Films und scheinen sich nicht entfalten zu können. Keanu Reeves schafft es als Protagonist genau so wenig wie Rachel Weisz oder Peter Stormare sein Schauspiel zu 100% abzurufen. Wie auch der ganze Film berühren sie den Zuschauer nicht, sondern sind lediglich Figuren einer nicht greifbaren Geschichte.

Handwerklich wurde CONSTANTINE zweifelsohne sehr gut umgesetzt und auch im Inhalt ist Potential zu erkennen, das aber leider nicht abgerufen werden konnte. Und auch wenn einem egal ist was eigentlich als nächstes passiert oder wem etwas passiert, kann der Film zwei Stunden lang immerhin unterhalten. Somit nicht schlecht, aber da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.

7/10 Kaugummis

geschrieben am 17.08.2011 um 23:35

Die Polizistin Angela Dodson(R.Weisz) untersucht den Selbstmord ihrer als psychisch krank geltenden Zwillingsschwester Isabel. Dabei stößt sie auf den Exorzisten John Constantine(Keanu Reeves)der sich mit dem "Weg zur Hölle"sehr gut auszukennen scheint!
Eine Comicverfilmung die das Thema Gut gegen Böse bzw. Himmel gegen Hölle spannend und gleichzeitig zum Nachdenken über Gott und Teufel oder seinen "eigenen" Dämonen anregt.
Der Film überzeugt auch Atheisten über Gott und die Welt nachzudenken.

geschrieben am 31.07.2011 um 11:27

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Wertung: 7,9/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 2