Saw IV

  • Informationen zum Film
  • Saw IV

  • Originaltitel:
    Saw IV
    Genre:
    Krimi, Thriller, Horror
    Produktionsländer:
    USA, Kanada
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    07.02.2008
    Kinostart Deutschland:
    07.02.2008
    Kinostart USA:
    26.10.2007
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Darren Lynn Bousman
    Drehbuch:
    Patrick Melton, Marcus Dunstan, Thomas H. Fenton
    Musik:
    Charlie Clouser
    Darsteller:
    Billy Otis, Donnie Wahlberg, Angus Macfadyen, Shawnee Smith, Dina Meyer, Louis Ferreira, Mike Realba, Julian Richings, Tobin Bell, Kevin Rushton, James Van Patten, David Boyce, Ron Lea, Costas Mandylor, Joanne Boland, Lyriq Bent, Kelly Jones, Bahar Soomekh, Betsy Russell, Niamh Wilson, Zoe Heath, Janet Land, Simon Reynolds, Scott Patterson, Athena Karkanis, Marty Adams, Sarain Boylan, Ingrid Hart, Bill Vibert, Eric Gores
  • Inhalt

  • Die Leiche des skrupellosen Psychopathen JIGSAW wird in der Gerichtsmedizin seziert. Fein säuberlich wird er in seine sämtlichen Bestandteile zerlegt. Als einer der Ärzte den Magen öffnet, findet er eine Kassette, auf dem PLAY ME steht, vor. Mit den Worten “ DIE SPIELE HABEN GERADE ERST BEGONNEN “, verabschiedet sich JIGSAW endgültig aus der Szenerie. Für die Ermittler aber gilt es noch ein letztes Mal sein innovatives Treiben aufzuklären.

    Übermüdet und gezeichnet, von einem strapaziösen Tagdienst nach Hause gekommen, wird Detective Rigg überfallen und betäubt. Als er wieder erwacht, sieht er sich inmitten JIGSAWS Spiel wieder. Er muss binnen 90 Minuten in einer Schnitzeljagd quer durch die Stadt, seine bereits entführten Kollegen, retten. Dabei stößt er auf Hindernisse die von diversen Helfer des Psychopathen aufgestellt werden. Rigg besitzt bei jedem Spiel, dass auf ihn zukommt, die Wahl. Die Wahl sich jeweilig zu entscheiden und damit sein fortlaufendes Abenteuer selbst zu gestalten.

    Sein Arbeitskollege Hoffman befindet sich mittlerweile gefesselt und geknebelt in einer alten Lagerhalle auf einen elektrischern Stuhl. Neben ihm steht auf wackeligen Beinen der ebenfalls seit Tagen entführte Detective Eric ( Donnie Wahlberg ), der mit einer Schlinge um den Hals auf einen Eisblock verharrt. Beide, Eisblock und Stuhl, sind an einen Mechanismus gebunden, der in exakt 90 Minuten zündet.

  • Filmkritik

  • Seit Jahrzehnten verfolgen wir mit enormen Interesse allerhand verschrobene Wesen aus der Filmgeschichte. PSYCHO, AMERICAN PSYCHO, SEVEN, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER und DER TOTMACHER sind nur eine Handvoll Werke die solche Individuen beinhalten. Sie bescheren uns Genreliebhaber einen beliebten Stoff aus der Horrorecke. In diesem Jahrtausend belebt JIGSAW mit seinen Inszenierungen, in dem seine Opfer den Ausgang selbst wählen müssen, die Kinoleinwand. Seine innovativen Spielwerkzeuge überraschen immer wieder und sorgen mit zündenden Ideen für Nervenkitzel. Treppenfahrer wie HOSTEL und Konsorten können ihm nicht annähernd das Wasser reichen. JIGSAW ist “ Der Psychopath “ unserer Zeit ! Und wer denkt dass die Aufführungen nach seinem filmischen Ableben ein Ende finden, der irrt !

    Die Frage nach dem “ Wie kann diese Geschichte weitergehen “, war groß. Zu sehr ist die SAW Reihe auf eine Trilogie ausgerichtet, und dementsprechend wurde das Ende der Serie perfekt abgerundet. Wie kann eine Fortführung vollzogen werden ohne das sie auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht. Noch dazu gesellt sich eine Truppe neuer Drehbuchautoren, die den alt gedienten Autor LEIGH WHANNELL, der für Teil I - III verantwortlich war, auf ähnlichen Niveau ersetzen soll. Das alles sind nicht gerade optimistische Werte und lassen den Besucher mit Skepsis auf SAW IV treffen. Doch zur Überraschung aller schaffen die Herren Patrick Melton, Marcus Dunstan und Thomas Fenton mit jeder Menge neuer raffinierter Ideen die Geschichte am Leben zu erhalten. Und dass obwohl der Hauptcharakter des Films bereits vor dem Beginn unter den Toten weilt. Aber dem Drehbuch zur Folge bleibt JIGSAW allgegenwärtig, und dank einiger Rückblenden wird der Bösewicht auch optisch ins rechte Licht gerückt. Nur sollte der Besucher nicht den Fehler begehen SAW IV ohne Vorkenntnisse zu verfolgen. Denn die fortlaufende Story umfasst im eigentlichen alle Teile und ist in diesem Zusammenhang leichter verständlich. Denn dann wirkt das Gesamtpaket des Neuen erst richtig eingebunden und glaubwürdig. So weit Authentizität für dieses Genre überhaupt möglich ist.

    Wegen der Tatsache dass sich der Regisseur gegenüber den Folgen zwei und drei nicht verändert hat, bringen die Aspekte Stilistik und Handhabe keine wesentlichen Veränderungen mit sich. Noch immer befinden wir uns kameratechnisch auf einer Achterbahnfahrt die mit gewieft schnellen Schnitten unterstützt werden. Darren Lynn Bousman achtet im speziellen darauf dass seine Optik das Flair unterstützt. Die Farben bleiben matt, das Ambiente kahl, und seine Schattierungen hart. Auch auf die klaustrophobische Perspektive wird, wie üblich, wert gelegt. Dem Zuseher soll es ähnlich ergehen, wie den Protagonisten im Film. Insbesondere dass man eine Beklemmung förmlich spüren soll, in dem das Entrinnen keine Möglichkeit darstellt, erscheint den Verantwortlichen von Wichtigkeit. Auch der Score ist gewohnt zuverlässig und beschleunigt sich durch Charlie Clousers bedrohlichen Kompositionen eindringlich in den Vordergrund. Insgesamt betrachtet bietet SAW IV die Kost, die man essenziell von einem SAW Teil erwartet.

    Fazit:

    Wer denkt, nach dem perfekten Ende einer Trilogie könne es nicht weitergehen, der wird eines besseren belehrt. Die Story setzt sich gekonnt, ohne an Wert zu verlieren, fort. SAW IV ist eine Fortsetzung die sich nahtlos an seine Vorläufer anhängen kann, und qualitativ gleichzusetzen ist.

  • Wertu
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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Jigsaw ist tot, doch seine perfiden Spiele gehen weiter. Commander Rigg wird entführt und muss so handeln wie Jigsaw, damit zwei seiner Kollegen überleben.

Wird er das grausame Spiel überstehen – und wer ist diesmal Jigsaws Helfer?

„SAW IV“ hebt sich von der Handlung deutlich von seinen Vorgängern ab. Die Story ist sehr komplex, und vielleicht muss manch einer den Film mehrfach anschauen, um ihn genau zu verstehen. Dies bringt natürlich sehr viel frischen Wind in die Reihe, und selbst nach dem Tod des Killers gibt es weitere Spiele. Doch dürfen wir auch sehen, wie alles dereinst begann, wie Jigsaw und sein erstes Opfer zueinander fanden.

Die Frage nach Jigsaws Helfer lässt der Film bis kurz vor Schluss ungelöst, selbst die finale Aufklärung ist in sich ebenso komplex wie die Story selbst.

Nur so viel sei verraten: Die Handlung von „SAW IV“ spielt neben der von „SAW III“ und führt so beide Handlungen zusammen. Die Kenntnis von „SAW III“ ist daher für das Verständnis unerlässlich.

Was die Fallen angeht, so sind sie wie immer böse und gemein, und wie auch schon im dritten Teil wird hier nicht mit Blut und Effekten gegeizt.

Auch die Kamerafahrten und Übergänge sind wieder hervorragend in Szene gesetzt worden. Es geht rasant los, keinerlei Verschnaufpausen sind möglich. Dank der Ereignisse im Laufe des Films, die hier natürlich nicht verraten werden, bleibt es durchweg spannend.

„SAW IV“ ist der komplexeste Teil der Reihe, bietet aber viel Neues und ist für jeden Fan unumgänglich. Alle anderen sollten auf jeden Fall „SAW III“ gesehen haben, um den Film richtig verfolgen zu können.

geschrieben am 25.07.2011 um 14:25

Nachdem James Wan mit seinem Überraschungshit „SAW“ nicht nur die Kritiker sondern auch die Fanherzen begeistern konnte sorgte Darren Lynn Bousman, der die Serie ab Teil 2 unter seine Fittiche genommen hat erstmal mit dem eben genannten zweiten Teil für einen leichten qualitativen Einbruch der Serie, der hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Spannung hinter all den Brutalitäten und Verwicklungen etwas zurückblieb.
Dann, kurze Zeit später, sorgte Bousman mit „SAW III“ für eines der intensivsten Psychothrillererlebnisse, die je über meine Heimkinoleinwand flackerten und nun ist er da ... der lange erwartete vierte Teil von „SAW“. Wie immer bei einem neuen Teil dieses Franchises hört man zu Beginn sowohl positive, als auch vernichtende und vergleichsweise neutrale Meinungen.

Ob man Bousman nun mag oder nicht, eines muss man dem Mann auf jeden Fall zu Gute halten: Er ist einer der wenigen, die es teilweise ausschließlich aufgrund von Stilistik schaffen, aus nichts etwas zu machen.
Denn sieht man sich die Story von „SAW IV“ mal näher an stellt man fest, es eigentlich nur mit einem „umgeschriebenen“ „SAW III“ zu tun zu haben – anderer Hauptcharakter, andere Rückblenden, andere aber im Prinzip die gleiche Story. Doch obwohl dem aufmerksamen Zuschauer dies durchaus an einigen Stellen auffallen dürfte, wirklich störend ist es nie und die geniale Atmosphäre nimmt dadurch ebenfalls keinen Schaden. Schade ist allerdings, dass auch einige Fallen nur wie Abänderung der sadistischen Gerätschaften insbesondere aus dem dritten Teil wirken – obwohl dies beim Ansehen durchaus auffällt sorgt die ansonsten herrschende Atmosphäre schnell dafür, dass der Zuschauer diesen Umstand wieder vergisst.

Bousman setzt wieder darauf, den Film komplett in kalte, ausdruckslose Farben zu hüllen und setzt für jede Szene, für jede Eigenheit und auch teilweise für bestimmte Charaktere gewisse Akzente, die den Zuseher zusätzlich zu den durchweg guten Darstellerperformances die Gefühle der Charaktere nachvollziehen lassen. Unterstützt wird der Film ebenfalls wieder von Charlie Clousers grandiosem Soundtrack, der die beklemmende Atmosphäre weiter auszubauen vermag.

Letztendlich ist es wieder überraschend, wie man es zum nunmehr vierten Mal schafft mit dem selben Prinzip einen atemberaubenden, fesselnden und umwerfend spannenden Horrorstreifen zu inszenieren, der bis zum genialen Finale, in dem teilweise „real“, teilweise nur als Stilmittel um dem Zuschauer die Räumlichkeiten aus „SAW III“ noch einmal in Erinnerung zu rufen alte Bekannte ins Bild geraten.

„SAW IV“ präsentiert sich somit als weiteres perfektes Glied einer perfekten Filmserie, das wieder einmal einige Storylücken der Vorgänger schließt, die Hauptcharaktere weiter vertieft und natürlich gegen Ende weitere Fragen aufwirft.

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Achtung: Dieser Part enthält Spoiler
Gegen Ende fällt nur eine Szene recht störend auf: Wenn das gesamte Spiel aus „SAW IV“ durch John Kramers Autopsie ins Rollen kam, wieso liegt seine Leiche am Ende des Films dann immer noch dort, wo Jeff ihn in „SAW III“ ermordet hat?
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Aus Sicherheitsgründen habe ich die einzige wirklich unklare Storypassage als Spoiler versteckt. Bei dieser Szene könnte es sich um einen sehr schwerwiegenden Regie- und Logikfehler handeln ... oder um eine weitere „What the Fuck?“-Wendung, für die Horror-Fans das „SAW“-Franchise noch lange in ihren Köpfen und Regalen behalten werden.

Abschließend lässt sich zwar sagen, dass „SAW IV“ von den Darsteller-Performances und dem Drehbuch her sicher kein Oscar-Anwärter ist, wer bereits zuvor seine Liebe für das Franchise entdeckt hat wird hier bestens bedient ... und auch Gorehounds wird „SAW IV“ für eine stellenweise recht hart anzusehende Prüfung stellen, die es durchaus mit dem dritten Teil aufnehmen kann aber insgesamt doch nicht ganz so brutal ausgefallen ist. Dennoch bleibt „SAW IV“ eine Achterbahnfahrt, die Zartbesaitete wohl kaum überstehen werden, sei es „nur“ durch sadistische und brutale Fallen oder durch die kontinuierliche Bomben-Atmosphäre, die man in dieser extrem konzentrierten Form in kaum einem anderen Film finden wird.

„SAW IV“ verdient trotz einiger kleiner Fehler auf jeden Fall die Höchstnote in Sachen Spannung wie Atmosphäre und schließlich ist es ja genau das, auf das bei so einem Film Wert gelegt wird. Das Warten auf dem fünften Teil wird auf jeden Fall mindestens genau so schlimm wie die Zeitspanne zwischen „SAW III“ und „SAW IV“...

geschrieben am 24.07.2011 um 19:03

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ø Wertung: 7,2/10 | Wertungen: 15 | Kritiken: 2