Yella

  • Informationen zum Film
  • Yella

  • Originaltitel:
    Yella
    Genre:
    Romanze, Drama, Thriller
    Produktionsland:
    Deutschland
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    30.11.2007
    Kinostart Deutschland:
    13.09.2007
    Kinostart USA:
    16.05.2008
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Christian Petzold
    Drehbuch:
    Christian Petzold
    Musik:
    Stefan Will
    Darsteller:
    Christian Redl, Burghart Klaußner, Barbara Auer, Wanja Mues, Nina Hoss, Martin Brambach, Peter Benedict, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann, Michael Wittenborn, Selin Bademsoy, Joachim Nimtz, Ian Norval, Peter Knaack, Thomas Giese
  • Inhalt
  • Die Ehe ist ruiniert weil die Firma bankrott geht. Yella (Nina Hoss) will ihr Leben wieder neu einrichten, doch ist ihr Noch-Ehemann Ben (Hinnerk Schönemann) daran hinderlich. Er liebt sie immer noch – sagt er, er würde immer noch alles für sie tun. In einem Verzweiflungsakt stürzt er sich mit Yella in seinem Wagen von einer Brücke, just als er sie zum Bahnhof, in ihr neues Leben bringen darf. Beide überleben mit knapper Not und retten sich ans Ufer, Yella entschließt sich, ihren bewusstlosen Mann zu verlassen und begibt sich zum Zug.
    Ihr neues Leben verläuft zunächst turbulent: Ihren Job ist sie schnell wieder los, doch freundet sie sich im Hotel mit dem aufstrebenden Geschäftsmann Philipp (Devid Striesow) an, der sie als seine Assistentin anheuert. Und doch gibt es Momente in der Dunkelheit der Nacht, in der die Schatten aus Yellas Vergangenheit wieder nach ihr greifen, und ihr Mann sie scheinbar aufgespürt hat...
  • Filmkritik
  • ... scheinbar aber nur, denn Yella ist oft vom Schein, vom Mysterium umwebt. Nicht umsonst bezeichnet Regisseur Christian Petzold seine Geschichte als Geistergeschichte, in der die Grenzen zwischen filmischer Realität und Fiktion verschwimmen.
    Dabei stützt sich Petzold gar nicht mal so sehr auf seine Geschichte, ein Großteil der Atmosphäre des Films wird von den hervorragenden Darstellern getragen. Nina Hoss, die auch den Silbernen Bären als Beste Darstellerin auf der Berlinale 2007 erhielt, gibt eine in jeder Sekunde völlig präsente und doch halb-abwesende Protagonistin ab, die eine beachtliche Bandbreite von Emotionen zum Besten gibt. Devid Striesow (bekannt aus Die Fälscher oder Eden) kann man ebenfalls einfach nur gerne zusehen. Er passt perfekt in die Rolle des Aufsteigers, ob er das nun in Naziuniform oder als Animateur in einem Hotel macht. Gemeinsam sorgen Striesow und Hoss für eine ganz sonderbare Form der Chemie zwischen den Darstellern und durchleben eine Beziehung, die mit ihren Ecken und Kanten einfach greif- und nachvollziehbar ist. Das wohl komischste Element des Films, ist unter dem Stichwort „Broker-Posing“ zu verbuchen. Philipp erklärt Yella in einer Szene diese Geste, die man aus „jedem beschissenen Grisham-Film kennt“, eine Geste, die tatsächlich später im Film vorkommt. Es sind diese kleinen Nuancen, die den Film als Ganzes ausmachen und für die Art von Faszination sorgen, der sich der Zuschauer kaum entziehen kann.
    Der „gespenstische“ Aspekt liegt im Endeffekt gar nicht so sehr im Vordergrund der Erzählung, Yella ist viel mehr ein Film über das Leben der Lebenden.
    Zu Lasten legen könnte man dem Film lediglich die etwas biedere Präsentation, die – Arte und ZDF haben schließlich mitproduziert – in dieser Form auch am heimischen Fernseher laufen könnte. Zugegeben, Yella besitzt wenige „Kinomomente“. Das wird den Filmliebhaber zwar nicht stören, dem Film im Endeffekt aber vermutlich den großen Erfolg in den Lichtspielhäusern verwehren. Leider, denn wer Yella nicht sieht, versäumt tatsächlich ein dramaturgisch beeindruckendes Kammerspiel, das inhaltlich wie formal schwer überzeugt.
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Eduardo D'Amaro

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