Es ist natürlich Ehrensache dass nach einem finanzträchtigen Original aus Hollywood eine Fortsetzung folgen muss. So ist es nur logisch das nach DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER für das beginnende Jahr 2008 nun DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES den Weg in unsere Kinos findet. Und wie geht man an die Sache ran damit dieses Projekt genau so erfolgreich wird wie der Vorgänger ? Man versammelt das alte Team, die selbe Besetzung und den gleichen Regisseur um sich, und pointiert das gesamte noch mit zusätzlichen Filmstars als Sahnehäubchen. Die Autoren legen Wert den gewinnbringenden Stil nicht zu verändern, auch wenn sich die Produktion eventuell einige Kritiken bezüglich der Originalität gefallen lassen muss. Denn schließlich wird den zahlenden Gast eine ähnliche Kost serviert.
Mit Berücksichtigung dieses Aspektes kann sich der Besucher getrost auf den zweiten Teil einlassen. Denn es gelingt die wichtigsten Elemente, die schon den Vorgänger auszeichnet, wieder ins Paket zu schnüren. Toll ausgesuchte Plätze an den schönsten Orten der Welt, eine rasante und einfach verständliche Geschichte und vor allem der Witz, der die 125 Minuten noch kurzweiliger gestalten, tragen maßgeblich zum gelungenen Film bei. Schnell erkennt der Zuseher dass er sich beim begutachten dieses Werkes bequem in den Sessel lehnen kann, und es einfach genießen wird. Er braucht in keiner Sekunde eine Konzentration aufkommen zu lassen um der Handlung zu folgen. Er kann sich genüsslich den tollen Photographien hingeben und damit seine Laune steigern. Jon Turteltaub, Macher von COOL RUNNINGS, PHENOMENON, INSTINCT, THE KID und letztlich NATIONAL TREASURE, gibt sich als Regisseur auch keinerlei Experimente hin. Er setzt auf Altbewährtes, und lässt alles in gewohnten Bahnen laufen.
In die Rolle Ben Gates schlüpft ein gewohntes Konterfei namens Nicolas Cage. Der beliebte Oscargewinner besitzt die seltsame Gabe einen Film mit seiner Person aufzuwerten, aber beizeiten auch abzuwerten. Immer dann wenn Nicolas ein gewisses “ Overacting “ an den Tag legen muss funktioniert sein Charakter nicht. Er wirkt dann überaktiv, fast wie auf Drogen. Einzelne Filme wie 8MM oder GHOST RIDER verlieren gerade wegen ihn an Klasse. Aber nicht so in DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES. Hier präsentiert er sich wieder in Hochform und verleiht seiner Person jene Professionalität, die er in den meisten seiner Werke präsentiert. Er ist ein sympathischer Held den man gerade in solchen gutmütigen Actionrollen gerne sieht. Ihm zur Seite steht mit Diane Kruger ein attraktives Äußeres mit deutschstämmigen Wurzeln. Sie verpasst Abigail Chase einen angenehmen Charme, der sich zwar den männlichen Hauptpart unterordnet, aber ihre Performance ständig präsent an der Oberfläche hält. Neu mit ins Boot wurden Ed Harris und Helen Mirren als “ Mum “ genommen. Speziell Helens Szenen mit “ Dad “ Jon Voight stellen mit die vergnüglichen Höhepunkte des Filmes dar. Im übrigen sollte das gesamte Ensemble in einem Atemzug genannt werden. Denn auch Harvey Keitel und Bruce Greenwood als Amerikas Präsident, geben köstliche Darbietungen wieder.
Fazit:
Den Verantwortlichen gelingt mit DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES ein rundum vergnüglicher Abenteuerspaß, der vermehrt durch seinen Witz überzeugt. Dass diese Fortsetzung dem ersten Teil ziemlich ähnelt sollte das Filmvergnügen nicht schmälern.
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