Oh, die ist kein schönes Märchen. Wenn sie die kleinste liebliche Elfe sehen wollen verlassen sie bitte das Kino und gehen direkt in Saal 2. Dort können sie ihr liebliches Märchen sehen. Dies ist kein schönes Märchen....
Mit diesen Worten beginnt Lemony Snicket`s rätselhafte Ereignisse. Und damit liegt man richtig. Diese Geschichte ist eher mit Werken wie Strubelpeter oder Hans guck in die Luft zu vergleichen. Schöne morbide Storys die sich so unwirklich und skurril darstellen. Düster begibt sich Regisseur Brad Silberling in sein Refugium, seiner kleinen bequemen Welt. Mit Liebe zum Detail zeigen seine Darsteller das was den Film ausmacht. Wunderschöne Kostüme, eine grandiose Ausstattung und Kulissen, in deren sie ihre kleinen Kapiteln erzählen. Fast ist man geneigt sich in einem Tim Burton Film zu befinden. Die düsteren Szenen, die schwarzen Bäume, die Locations. Da hatte Brad Silberling zu meinen Entsetzen etwas dagegen. Er muß doch Geld einspielen, Profit erzielen. Und so wurde es im Gesamten doch zu bunt und " Hollywoodlike " maßgeschneidert. Bei den Endcredits wandelte der Regisseur wieder in Meister Tim`s Spuren.
Jim Carrey als Graf Olaf drängte sich nicht so auf wie in seinen früheren Rollen, das tat gut. Die drei Waisenkinder sind zweifellos perfekt besetzt. Meryl Streep als Tante, Jude Law als Erzähler und Dustin Hoffman in einer Gastrolle sind allsamt positiv anzusehen. Leider kannte ich die herrlichen Masken schon aus diversen Trailer und TV Spots.
Fazit:
Beim hinausgehen hatte ich das, Schade da hätte man mehr daraus machen können, Gefühl. Letztendlich war es dann doch nicht ein " Burton Film ", sondern " nur " normale Hollywood Kost. Für das Auge war es ein Erlebnis; nicht zu Unrecht wurden Maske, Kostume und Ausstattung für den heurigen Oscar nominiert.
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