Sophie

  • Informationen zum Film
  • Sophie

  • Originaltitel:
    Sophie
    Produktionsjahr:
    2007
  • Inhalt
  • Sophie Lichtenstein ( Jasmin Devi ) und ihr Mann Clemens ( Mario L. Ross ) führen eine Ehe die von nun an nicht mehr zu kitten ist. Um die Scheidungspapiere endlich zu unterzeichnen versucht die Ex Ehefrau in spe, ihren Gatten telefonisch zu erreichen, um ihm die Ernsthaftigkeit der Lage noch einmal begreiflich zu machen. Sie selbst nützt ihre wenige Freizeit um sich inmitten der Natur etwas zu sammeln. Sie schlendert irgendeinen Waldweg entlang als ein riesiger umgefallener Baum ihr den weiteren Weg versperrt. Deshalb muss sie den vorgegebenen Pfad aus besagten Gründen kurzzeitig verlassen. Sophie wagt es den Baum nahe dem Abhang zu umgehen. Jedoch verliert sie den Boden unter den Füßen und fällt auf halsbrecherische Weise hinab. Leicht verletzt aber unter Schock stehend, realisiert Sophie, das sie ihr Handy beim Sturz verlor. Das liegt ein Stückchen weiter im dichten Laub. Es sind nur ein paar kurze Schritte um das dringend benötigte Telefon zu erlangen. Aber gerade diese wenigen Meter ergeben für Sophie eine lebendbedrohliche Falle.



  • Filmkritik
  • Vor knapp zwei Jahren gelang dem österreichischen Jungregisseur Vlado Priborsky mit PLAN B ein respektabler Kurzfilm, der sich der nationalen Konkurrenz nicht zu schämen braucht. SOPHIE nennt sich sein nächstes entstandenes Projekt, das sowohl inhaltlich als auch handwerklich seinem Vorgänger ähnelt. Ist ja auch kein Wunder, schließlich darf sich SOPHIE gewisser Maßen als Fortsetzung zählen. Die Geschichte nimmt ihren gesponnenen Handlungsfaden auf und spinnt ihn geradlinig weiter. Zuzüglich gelingt es dem Regisseur seine Story zu würzen in dem er auf eine gewisse Selbstständigkeit setzt. Böse Zungen mögen behaupten dessen Eigenständigkeiten wurden aus Werken von David Lynch abgekupfert. Jene, die dem motivierten Künstler zugänglicher sind, werden im höchsten Falle von “ lyncheske Züge “ sprechen. Auf alle Fälle darf bestätigt werden dass sich zwischen den beiden Projekten, PLAN B und SOPHIE, im Lernprozess so einiges getan hat. Die Kamerapassagen wurden wesentlich besser auserwählt und der Schnitt sitzt noch genauer. Die Musik ist, wenn auch nicht jedermanns Geschmack, thematisch und musikalisch passend getroffen.

    Der Stil des Regisseurs; und wir thematisieren nur die Geschicklichkeit, liegt jetzt schon über dem Niveau eines hier zu Lande viel bekannteren Ulrich Seidl. Wegen Vlados Begabung dürfen wir uns in Zukunft auf mehr seiner Werke freuen. Der eben genannte Seidl oder ein Glawogger besitzen einen “ Antistil “ der einem Film sicher auch seinen Reiz verleiht, aber Priborskys Fähigkeiten sind einfach gesagt, größer. Um diesen Umstand zu beweisen muss eine Produktionsfirma gefunden werden, die diesem Talent die Chance gibt. Nämlich, einen Spielfilm mit Budget zu realisieren, und ihm damit gleichzeitig seinen größten Traum zu erfüllen. Danach würden wir endgültig feststellen dass unsere Vorschußlorbeeren gerechtfertigt sind. Und davon ist verdammt noch mal auszugehen.

    Natürlich ist SOPHIE insgesamt besichtigt noch nicht perfekt. Kann er auch in Anbetracht aller Umstände nicht sein. Vlado ist trotz seiner vollbrachten Kurzfilme noch unerfahren, Da nützt in diesem Moment selbst sein großes Talent nichts. Vlado Priborsky muss sich die Professionalität mit weiteren Projekten aneignen. Eventuell wäre das nächste Produkt mit einer Finanzspritze vom großen Vorteil. Er müsste folglich nicht mehr Wochen warten müssen bis sein Geld für den nächsten Drehtag reicht. Wenn er jeden Tag sein Pensum erledigen könnte, würde sich eine Routine einstellen, die in seiner derzeitigen Situation enorm wichtig wäre. Für die Darsteller könnten wir exakt das Gleiche sagen, denn hier ist im geringen Maßen eine Laienhaftigkeit zu erkennen. Dürften die Darsteller ihre Leidenschaft vor der Kamera zu stehen öfter praktizieren, würde sich auch hier eine Weiterentwicklung einstellen.

    Fazit:

    Mit SOPHIE ist wieder ein Kurzfilm Marke Vlado Priborsky entstanden. Der Zuseher erlebt in knapp 20 Minuten ein intensives Kammerspiel, dass über seine Geschichte und seiner Optik funktioniert. Desillusionierend nur die Tatsache das selbst die fachlich besten Regisseure Schwierigkeiten haben ihre Projekte zu realisieren. Daher wird es auch für dieses junge Talent in weiterer Folge sehr schwer.



  • Kurz Kritik
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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